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25. 07. 2017
Ökologisches Lernen


Die Ökologie hat eine ganze Reihe von Prinzipien entdeckt, die sich nicht nur auf das Leben in einem Teich beziehen lassen. Sie sind auf alle komplexen Vorgänge des Lebens anwendbar. Ein solcher Vorgang ist das Lernen. Es läßt sich mit Begriffen charakterisieren wie Selbstorganisation, Eigendynamik, Flexibilität, Wechselwirkung, Rückkoppelung, Begrenzung, Entwicklung, Vernetztheit. Pädagogik sollte immer auch gesellschaftliche Fehlentwicklungen aufgreifen und die Gesellschaft weiterentwickeln.
Die gesellschaftliche Reaktion auf die Ökokrise waren zunächst Bürgerproteste und -initiativen. Dies ist eine Ur-Form ökologischen Lernens; im selbstorganisiertem Lernen machten Menschen sich kundig über Technologien und deren Folgen, über die Empfindlichkeit von Ökosystemen usw.
Im Erkennen und Protestieren gegen die naturzerstörenden Zustände unserer Zivilisation entstand die Ökologiebewegung, deren politischer Arm dann sogar in Ansätzen eine „Ökologische Theorie“ der Gesellschaft auf den vier Pfeilern Gewaltlosigkeit, Soziales Miteinander, Basisdemokratie, Ökologie entwickelte. Innerhalb dieser ist dann auch eine ökologische Theorie des Lernens beheimatet.
Ökologisches Lernen bedeutet Mitbestimmung und Selbstbestimmung von Lernprozessen und Inhalten und ist somit bedürfnisorientiert. Leben und Lernen stimmen überein. Es bezieht unterschiedliche Ebenen des Lernens ganzheitlich ein.

Quellen:

  • Kalff, Michael: Handbuch zur Natur- und Umweltpädagogik. Tuningen: Ulmer, 1997, 2. Auflage
  • Gärtner, Helmut u. Hellberg-Rode, Gesine: Umweltbildung und nachhaltige Entwicklung. Bd. 1: Grundlagen / Bd. 2: Praxisbeispiele, Schneider, 2001

 
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Ökologisches Lernen Rädler/Schoder 13. 06. 2006 3243
 
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