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26. 07. 2017
Bernhardi, Johann Jacob / Mediziner und Botaniker PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Monika Schiecke   
13. 06. 2006
Setzte sich unermüdlich für den botanischen Garten in Erfurt ein

* 1. September 1774 in Erfurt
† 13. Mai 1850 ebenda

Nach dem Besuch der Predigerschule von 1781-1787 sowie dem anschließenden Besuch des Evangelischen Ratsgymnasiums von 1787-1792 begann Johann Jacob Bernhardi am 24. März 1792 sein Studium an der Erfurter Universität und brachte dieses 1799 mit dem Erwerb des philosophischen Magister- und med. Doktorgrades zu einem erfolgreichen Abschluss.

Im gleichen Jahr übernahm Bernhardi nach dem Tode Naumburgs zusätzlich die Leitung des Botanischen Gartens der Erfurter Alma mater sowie das Lehramt für Botanik, Zoologie und Mineralogie am Trommsdorffschen Institut bis zu dessen Auflösung im Jahr 1828, wo er mit den Schülern jeden Samstag botanische Exkursionen durchführte.

Diese musste er jedoch infolge seines angegriffenen Gesundheitszustandes ab 1825 F.H. Blitz überlassen.

1800 begann er seine Lehrtätigkeit als Privatdozent für Botanik und Mineralogie an der medizinischen Fakultät und wurde 1805 auch zum Professor für Botanik, Mineralogie, Zoologie und Naturgeschichte an der philosophischen sowie im Jahre 1809 endlich auch zum Ordinarius an der hiesigen medizinischen Fakultät ernannt.

An der medizinischen Fakultät, deren letzter Dekan er 1815/16 war, las er seit seiner Ernennung über Botanik, Mineralogie und Materia medica, während seine Lehrgebiete an der philosophischen Fakultät Zoologie und Mineralogie waren.
Im Jahr 1801 wurde Bernhardi zum Mitglied der Erfurter Akademie gemeinnütziger Wissenschaften ernannt und 1843 zu ihrem Vizepräsidenten gewählt.
Nach 1802 finanzierte Bernhardi den Ausbau und Unterhalt des Botanischen Gartens aus seinem Privatvermögen, wobei er weder Mühen noch Opfer scheute. Auf diese Weise gelang es ihm, dass trotz der Universitätsschließung im Jahr 1816 der Botanische Garten bis ins Jahr 1850 fortbestehen und sich zu einem der besten Botanischen Gärten Deutschlands entwickeln konnte.
Ferner war Bernhardi weiterhin als frei praktizierender Arzt und Medizinalrat tätig.
Dieser ausgezeichnete Botaniker und vorzügliche Systematiker hat als einer der frühesten und international berühmtesten Pflanzengeographen- und anatomen überhaupt zu gelten.

Einige seiner Werke :

  • Handbuch der Botanik

  • System. Verz. Der Pflanzen, welche in der Gegend um Erfurt gefunden werden (1800)

  • Anleitung zur Kenntnis der Pflanzen zum Gebrauch (1804)

  • Über den Begriff der Pflanzenart und seine Anwendung (1834)

  • Herausgeber der Thüringischen Gartenzeitung und des Allgemeinen deutschen Gartenmagazins

 

 

 

 

 

 

(Quellen: Stadtarchiv Erfurt; www.erfurt-web.de)

Letzte Aktualisierung ( 22. 03. 2016 )
 
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