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26. 05. 2017
Gera/Flutgraben, Teil 3 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
21. 06. 2008

Exkursion „Thüringer Naturbrief” Gera/Flutgraben, Teil 3 – 22. Mai 2008

 

Der nächste Abschnitt der Geratour begann am Talknoten und führte stromabwärts bis Gispersleben.
Das Teilstück des Flutgrabens zwischen Hauptbahnhof und Talknoten, in den Jahren 1890-1898 unter Nutzung des alten Wallgrabens entlang der Stadtmauer angelegt, wurde ausgelassen.
Am Talknoten, an der Schlüterbrücke unterquert die Schmale Gera in einem Dünker den Flutgraben, um dann weiter in Richtung Norden (Aquarium, Roter Berg) zu fließen und bei Wundersleben in die Unstrut zu münden.

 

Gera am Talknoten Dünker der Schmalen Gera

 

Wir sind an der Wilden Gera entlang gezogen, die sich nach der eindrucksvollen Unterquerung der Talbrücke, am Nettelbeckufer wieder mit dem Flutgraben vereint und als Gera weiterfließt.

 

Gerabrücke Gerader Geraverlauf

 

Vom Nettelbeckufer bis auf die Höhe des Nordbades fließen übrigens Gera und Schmale Gera nur „wenige Meter” voneinander durch Straßen und Häuser getrennt, fast parallel, um auf Höhe des Nordbades eigene Wege zu fließen.
Nach der Brücke Karlstraße führte unser Weg am linken Geraufer in den Nordpark. Um „Geranähe” zu bewahren wählten wir den Trampelpfad hinter dem Nordbad.

 

Gera-Pfad am Nordbad Gera-Pfad am Nordbad, urwüchsig

 

Der Nordpark wurde auf Anregung der Erfurter Gartenbaudirektoren Linne und Brömme in den Jahren 1923 bis 1929 angelegt. Im gleichen Zeitraum erfolgte der Bau, des bei den Erfurtern beliebten Nordbades, das 1925 als zweitgrößtes Schwimmbad in Deutschland eröffnet wurde.
Seine Schließung wurde im September 2005 verkündet und seine Becken haben seitdem nur Regenwasser gesehen. Man kann nur in unser aller Interesse hoffen, dass die Sanierung wie geplant verläuft.

 

Nordbad im Dornrößchenschlaf Nordpark am Gerasteg

 

Gerabrücke Riethstraße Bj. 1912 Instands. 1983

 

Nach dem Nordbad / Nordpark wurden von uns wieder die
Uferseiten gewechselt und es ging unterhalb des
Fuchsgrundes durch die Parkanlagen an der rechten
Uferseite weiter.
Mit der Überquerung der Riethstraße ließen wir die alte
Stahlbrücke, die ehemals als Eisenbahnbrücke am Bahnhof
ihre Dienste leistete, hinter uns.

 

Der Verlauf der Gera führte uns durch die Parkanlagen zwischen Berliner Platz und Rieth, über die Vilniuser Straße zur Füßgängerbrücke über die Straße der Nationen ins Gebiet des Moskauer Platzes.

 

Park an der Hanoier Str. (Berliner Platz) Zur Überquerung der Str. d. Nationen

 

Unterhalb der Straße der Nationen zweigt der Mühlgraben ab, der wie sein Name schon schließen läßt, als Mühlenantrieb diente (letzte Ruinen sind vor dem Gewerbegebiet Zittauer Straße noch zu sehen), um sich unterhalb der Zerbster Straße wieder mit der Gera zu vereinen.
Gleichen Aufgaben diente der Abzweig der einen Bogen durch Gispersleben-Kiliani macht, die Gubener Straße unterquert, um dann wieder in die Gera zurück zu fließen.

 

Gera bei Gispersleben Wehr Gispersleben

 

Zwischen den blühenden Kastanien im Kilianipark haben wir unsere Tour beendet.
Die Gera setzt ihren Weg fort, verläßt Gispersleben, unterquert die A 71, um mit einem Abzweig, der Mahlgera, Kühnhausen zu durchfließen und die Erfurter Stadtgrenze zu verlassen.
Nach ca. 85 km von den Quellen im Schneekopfgebiet mündet sie bei Gebesee in die Unstrut.

 

Impressionen:

 

Spinnennetz Blütenstände Kastanie

 

Baumpilz Blätterfarbenspiel

 

Honig aus eigener Imkerei Baumstudie

 

Text/Fotos: Klaus Fischer

Letzte Aktualisierung ( 15. 09. 2008 )
 
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