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26. 05. 2017
Fahner Höhe, Oberes Ilmtal PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
19. 05. 2008

Exkursion „Thüringer Naturbrief” - Fahner Höhe, Oberes Ilmtal – 8. Mai 2008

 

Blick nach Fahner Höhe und Kleinfahner Baumreihen, Kirchturm Kleinfahner, Ebene

 

Die Fahner Höhe, südwestlich von Erfurt, erhebt sich cirka 150m über die flache Hügellandschaft (Abtsberg 413 m) und ist nicht nur während der Obstblüte oder Erntezeit ein beliebtes Ausflugsziel der Erfurter. Mit seiner abwechslungsreichen Landschaft – Obstplantagen, Mischwälder, Felder und Wiesen – bietet es zu jeder Jahreszeit viel Entdeckenswertes.

 

Naturdenkmal Franzosenbaum noch blühende Obstbäume

 

Die Rundwanderung begann bei herrlicher Frühlingssonne, blauem Himmel und blühenden Apfelbäumen an der Bockwindmühle unweit von Kleinfahner.
Die Mühle fand ihre Ersterwähnung im Jahre 1756 und wurde später durch Feuer völlig zerstört. 1893 erfolgte die Neuerrichtung der Mühle verbunden mit einem Mühlenlokal. Obwohl die Mühle, das Restaurant und der Garten mit Tiergehegen in den letzten Jahren aufwendig restauriert und angelegt wurden, ist seit 2006 aus „Gästemangel” leider alles geschlossen.

 

ehem. Handelsweg durch den Wald einsamer Wanderer auf Wiese an Fahner Höhe

 

Von der Mühle ging es über die Straße, geradewegs in die blühenden Apfelplantagen, durchs Nonnenholz, bergauf durch schattigen Mischwald ins Obere Ilmtal zur Bienstädter Warte.

 

Bienstädter Warte

 

Die Warte gehörte zu einem System von ehemals
16 Schutzwarten rund um die Stadt Erfurt, die zum
Schutz der Stadt und der Straßen angelegt waren.
Unweit vom Ort Bienstädt, auf dem Kammweg
gelegen (385m), wurde die Bienstädter Warte (auch
Uffhusener Warte genannt) 1411 erstmalig erwähnt.
Sie war einstmals 18,60 m hoch, hatte eine
quadratische Seitenlänge von 4,65 m und diente
auch als Wohnung für den Wartknecht und seine
Familie.

 

An der Warte Große Sternmiere

 

Durch Felder, die einen weiten Blick über das Thüringer Becken zum Kyffhäuser und sehr selten sogar bis zum Brocken im Norden oder zu den Bergketten des Thüringer Waldes im Süden ermöglichen, führte die Tour durch ein Waldstück ins Ilmtal.
Weiter ging es durch das Kirchholz, ein Stück auf dem Naturlehrpfad zum Esskastanienhain am Ortsrand von Kleinfahner.
Der Ort wurde 1217 als Wenigenfahnern erstmalig urkundlich erwähnt und gilt als Wiege des Obstanbaues im Gebiet der Fahner Höhe. Der hier wirkende Pfarrer und Obstkundler Johann Volkmar Sickler (1742-1820) schuf 1791 mit der Pflanzung der ersten 15 Süßkirschenbäume die Grundlage für die lange Obstbautradition.

 

Weg durch Nadelgehölz Laubwald

 

Trockenbachtal Blick vom Waldrand auf Kleinfahner

 

Apfelblüten rote Äpfel

 

Text/Fotos: Klaus Fischer

Letzte Aktualisierung ( 12. 09. 2008 )
 
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