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18. 11. 2017
Geschichte Thüringens PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
11. 03. 2008
Beitragsinhalt
Geschichtlicher Abriss
Chronologische Gliederung
350.000 v.Chr.-Zeitenwende
Zeitenwende-4.Jh. n. Chr.
4.-6.Jh.
6.-9.Jh.
919-1024
1024-1125
1130-1247
1247-1485
1486-1547
1548-1775
1775-1871
1871-1918
1918-1933
1933-1945
1945-1949
1949-1990
1990-
Quellen
1918 – 1933
Thüringen in der Weimaer Republik

1918

7.November: Erster thüringischer Arbeiterrat in Eisenach.

1918

9./10. November: Abdankung Kaiser Wilhelms II. Streik, Demonstrationen und Bildung von Arbeiter und Soldatenräten in den Residenzstädten Gotha, Weimar, Altenburg, Gera, Greiz, Rudolstadt, Sondershausen, Meiningen und Coburg, sowie in Erfurt als Sitz des preußischen Regierungspräsidenten. Abdankung der thüringischen Fürstenhäuser nach dem Sturz der Hohenzollern-Monarchie.

1918

30. November: Das Reichswahlgesetz faßt die Gebiete der thüringischen Einzelstaaten, des Regierungsbezirkes Erfurt (Provinz Sachsen) und des ebenfalls preußischen Kreises Schmalkalden (Provinz Hessen-Nassau/Regierungsbezirk Kassel) zum Wahlkreis 36 (seit 1920 Reichstagswahlkreis 12) zusammen.

1919

2.Januar: Zwei Tage nach der Berliner Gründungsversammlung konstituiert sich im preußischen Erfurt die erste thüringische KPD-Ortsgruppe (Kommunistische Partei Deutschlands).

1919

14.Januar: Beschluß der Berliner Volksbeauftragten-Regierung, die Verfassungsgebende Versammlung nach Weimar einzuberufen.

1919

Der neuberufene Generalintendant Ernst Hardt (bis 1924 im Amt) erklärt das Hoftheater Weimar zu „Deutschen Nationaltheater”.

1919

6.Februar: Tagung der Nationalversammlung in Weimar, Gründung der Weimarer Republik.

1919

9.Februar: Ein konterrevolutionärer Putschversuch in Erfurt scheitert am Widerstand der „Volkswehr”.

1919

19.Februar: Bildung des Freikorps „Thüringen” durch den Erfurter Garnisonskommandanten und mit finanzieller Unterstützung Erfurter Industrieller und Bürgergruppen.

1919

25.Februar: Gründung des Dachvereins „Volkshochschule Thüringen” in den Räumen der Firma Carl Zeiss Jena.

1919

Am Ende ihrer Herrschaft existieren zwei Reuß`schen Linien: Reuß ältere Linie und Reuß jüngere Linie. Als Volksstaat Reuß treten sie 1920 dem Land Thüringen bei.

1919

12.April: Staatsvertrag über die Trennung der Freistaaten Coburg und Gotha.

1919

13.April: Erster Reichsparteitag der DVP (Deutschen Volkspartei unter der Leitung von Gustav Stresemann in Jena.

1919

14.April: Walter Gropius, Direktor der Weimarer Kunst- und Gewerbeschule, vereinigt beide Einrichtungen zum „Staatlichen Bauhaus” Weimar.

1919

10.-15.Juni: Weimaer Reichsparteitag der SPD.

1919

11.August: Reichspräsident Ebert unterzeichnet in Schwarzburg die Weimarer Reichsverfassung.

1919

19.November: Der Staatsrat von Thüringen tritt zu seiner ersten ordentlichen Sitzung zusammen.

1919

30.November: Volkaabstimmung im Freistaat Coburg. Mit Stimmenmehrheit entscheiden sich die Bürger für den Anschluß an Bayern.

1920

13.-17.März: Kapp-Lüttwitz-Putsch gegen die Reichsregierung zur Errichtung einer Militärdiktatur.

1920

Gründung des Landes Thüringen (01.05.1920) aus 7 Nachfolgestaaten ohne Anschluß des preußischen Regierungsbezirkes Erfurt.
Der Kreis Coburg entscheidet sich für Bayern.
Schwarzburg-Rudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen schließen sich dem Land Thüringen an.

1920

Die Altenburger Regierung übergibt die Leuchtenburg bei Kahla dem Jenaer „Zweigausschuß für deutsche Jugendherbergen”.

1920

Tagung des Reichsverbandes des Deutschen Handwerks in Jena.

1920

30.November: Im preußischen Thüringen tritt die Verfassung des Freistaates Preußen in Kraft.

1920/33

Schmalkalden ist als Landkreis eine preußische Enklave des Regierungsbezirkes Kassel.

1921

Gründung der Deutschen Kaliindustrie AG durch den Wintershall-Konzern, der in den nächsten Jahren die Kaligruben Bischofferode, Sondershausen und im Werratal erwirbt.

1921

Verabschiedung der Verfassung des Landes Thüringen.

1921

7.April: Gesetz über das Landeswappen mit sieben Sternen als Symbol für die im Land Thüringen aufgegangenen Staaten.

1921

7.Oktober: Bildung einer KPD-tolerierten SPD-USPD-Regierung unter August Fröhlich und dem Volksbildungsminister Max Greil (USPD/SPD), der eine entscheidente Schulrefom initiiert.

1922

Neue Kreisordnung und -einteilung Thüringens in 9 Stadtkreise und 15 Landkreise.

1922

15.Juli: Die NSDAP (National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei) wird im Land Thüringen verboten.

1922

24.September: Einweihung des von Gropius und den Bauhaus Werkstätten umgebauten Jenaer Stadttheaters.

1922

20.Dezember: Gründung der Thüringischen Staatsbank Weimar.

1923

Gründung der Reichszentralstelle für Erdbebenforschung in Jena.

1923

Juli/August: Demonstrations- und Kundgebungswelle der KPD in Thüringen darunter ein Reichskinderkongreß in Gotha (20.-23.Juli).

1923

Oktober/November: Höhepunkt der Inflation; wöchendliche Steigerungsraten der Geldentwertung und Teuerung von bis zu 600 Prozent.

1923

6.-8.November: Reichswehreinmarsch in Thüringen. Reichsexekution gegen die Thüringer SPD/KPD-Regierung.

1923

15.November: Reichsweite Einführung der Rentenmark als Beginn der zeitweise mit drastischem Sozialrechtsabbau und Massenarbeitslosigkeit verbundenen Währungsstabilisierung.

1923

14.Dezember: Landtagsauflösung.

1924

Rechtsbürgerliche Kreise inszinieren in Weimar eine betont republikdistanzierte „Reichsgründungsfeier”.

1924

Der Jenaer Neurologe Hans Berger legt mit der Entdeckung biolektrischer Ströme im menschlichen Gehirn und der Entwicklung des Elektroenzephalogramms die Grundlagen moderner neurologischer Diagnostik und der Neuropsychologie.

1924

10.Februar: Wahlen zum III. Landtag von Thüringen mit Wahlsieg des „Ordnungsbundes” ,35 Mandate (SPD 17, KPD 13, Völkische Liste 7); damit zieht erstmals eine völkisch-nationalsozialistische Gruppierung in den Landtag ein.

1924

6.Juli: In der Thüringer-Wald-Gemeinde Schnett gründen Kommunisten des Hildburghäuser Gebietes die erste Ortsgruppe des seit Ende Juli von Halle-Merseburg aus reichsweit organisierten Roten Frontkämpferbundes.
Am 22.August wird in Jena der Rote Jungsturm als Jugendorganisation des Roten Frontkämpferbundes gegründet.

1925

Zwischen Jena und Kahla erste UKW-Übertragung der Welt durch den Physiker Abraham Esau.

1925

Mantelverträge des Reichswehrministeriums mit den laut Versailler Vertrag für Rüstungsproduktion zugelassenen Unternehmen Zeiss (Jena), Rheinmetall (Sömmerda), Thiel (Rhula), Simson (Suhl) und Dixi-Fahrzeugwerke (Eisenach).

1925/26

Eröffnung der Zeiss-Planetarien in München und Jena.

1925

Gründung des NSDAP-Gaues Thüringen mit A.Dinter als Gauleiter und F.Saukel als Geschäftsführer.

1925

A.Hitler tritt erstmals öffendlich in Weimar (hier bis 1945 über 40 Aufenthalte) auf, im November auch in Jena und Gera.

1925

Das Weimarer Bauhaus löst sich unter dem Druck der Rechtskreise und der neuen Landesregierung auf und siedelt als kommunale Einrichtung nach Dessau um.

1925

12.April: In Elgersburg wird ein Kinderheim der Roten Hilfe Deutschlands durch deren Vorsitzenden Wilhelm Pieck eingeweiht.

1925

25.Mai: Eröffnung des Flughafens Erfurt-Ilversgehofen.

1926

Der Physiker Hans Busch entwickelt in Jena die Grundlagen der Elektronenmikroskopie.

1926/27

Gründung der Mercedes-Büromaschinen AG Berlin/Zella-Mehlis.

1927

30.September: Sauckel wird thüringischer NSDAP-Gauleiter.

1928

Die Bayrischen Motorenwerke (BMW) übernehmen die Dixi Fahrzeugwerke Eisenach.

1929

Umwandlung des Erfurter Pädagogicums zur Pädagogischen Akademie (1932 wieder aufgelöst).

1930

Wilhelm Frick (NSDAP) wird in Thüringen Innen- und Volksbildungsminister.

1930

25./26.September: Die Landesregierung verbietet den Landes- und Kommunalbeamten jegliche Betätigung für kommunistische Organisationen.

1931

Die Maxhütte Unterwellenborn wird Teil des Flick-Konzerns.

1932

Letzte freie Wahlen zum 6. Thüringer Landtag.



Letzte Aktualisierung ( 16. 10. 2014 )
 
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