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22. 06. 2017
Geschichte Thüringens PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
11. 03. 2008
Beitragsinhalt
Geschichtlicher Abriss
Chronologische Gliederung
350.000 v.Chr.-Zeitenwende
Zeitenwende-4.Jh. n. Chr.
4.-6.Jh.
6.-9.Jh.
919-1024
1024-1125
1130-1247
1247-1485
1486-1547
1548-1775
1775-1871
1871-1918
1918-1933
1933-1945
1945-1949
1949-1990
1990-
Quellen
1945 – 1949
Thüringen in der Nachkriegszeit

1945

April: Befreiung und Besetzung Thüringens durch amerikanische Truppen.

1945

4.April: Befreiung des KZ-Außenlagers Ohrdruf.

1945

11.April: Amerikanische Truppen besetzen das evakuierte KZ „Mittelbau-Dora” und die unterirdischen Raketen-Produktionsstätten bei Nordhausen.
Spezialeinheiten können hier komplette Raketen und umfangreiche Produktionsunterlagen als Kriegsbeute abtransportieren.

1945

11.April: US-Truppen entdecken und beschlagnahmen die in den Kalischächten bei Merkers ausgelagerten Goldreserven des Dritten Reiches.

1945

11.April: Selbstbefreiung des KZ-Buchenwald durch die vom internationalen Lagerkomitee geführten Häftlinge. Sie übernehmen die Kontrolle über das Lager und übergeben es den einrückenden US-Truppen.

1945

12.April: Freiheitsapell der überlebenden 21.000 Häftlinge des KZ Buchenwald.

1945

Der westalliierte Oberkommandierende Eisenhower besichtigt Merkers und das KZ-Außenlager Ohrdruf.

1945

16.April: Auf Befehl des Befehlshabers der 3. US-Armee, General Paton, besichtigen etwa 1000 Einwohner Weimars das KZ Buchenwald. Bis Ende Mai werden täglich mehrere Hundert Weimarer zu Aufräumungsarbeiten und zum Bergen der Leichen in das Lager befohlen.

1945

19.April: Trauerkundgebung der ehemaligen Buchenwald Häftlinge für die mehr als 56.000 Opfer des Lagers und seiner Außenkommandos.
„Schwur von Buchenwald” für eine antifaschistische Nachkriegsordnung.

1945

19.April: Der geflohene Gauleiter Sauckel wird von den Amerikanern verhaftet. Er wird in Nürnberg als Hauptkriegsverbrecher angeklagt, zum Tode verurteilt und 1946 hingerichtet.

1945

7.-9.Mai: Bedingungslose Kapitulation der Wehrmachtführung durch Jodl in Reims und Keitel in Berlin.

1945

9.Juni: Hermann L. Brill (ehem.Buchenwaldhäftling, SPD) wird von Colonel Hatch zum vorläufigen Regierungspräsidenten der „Provinz Thüringen” (Land Thüringen, Regierungsbezirk Erfurt, Kreis Schmalkalden sowie die besetzten westsächsischen Kreise) ernannt und mit der Regierungsbildung beauftragt.

1945

23.Juni-1.Juli: Evakuierug von 84 leitenten Mitarbeitern der Jenaer Zeiss- und Schott-Betriebe sowie 80 Wissenschaftlern (18 Professoren) der Universität in die amerikanische Besatzungszone („we take the brain”- „wir nehmen uns die Köpfe”).

1945

1.-6.Juli: Besatzungswechsel: die amerikanischen Truppen rücken nach Westen ab, die sowjetischen schrittweise in Thüringen ein.

1945

8.Juli: Auf Grundlage eines Befehls der swjetischen Militäradministration (SMAD) werden in Thüringen antifaschistisch Parteien zugelassen.

1945

21.August: In das vom NKWD (sowj.Geheimdienst) im ehem. KZ Buchenwald eingerichtete sowj. Internierungslager („Spezlager Nr.2”) werden die ersten Häftlinge eingeliefert. Bis zur Auflösung des Lagers 1950 werden hier ca. 30.000 Häftlinge interniert, von denen etwa 7000 ums Leben kommen.

1945

28.August: Wiedereröffnung des 1942 geschlossenen Goethe-Nationalmuseums in Weimar.

1945

Das Obereichsfeld kommt unter sowjetische Verwaltung. Bildung eines Landkreises Eichsfeld. Nachfolgend Bildung von zwei Kreisen, Heiligenstadt und Worbis.
Im Juni Eingliederung mehrerer (altthüringischer) preußischer Gebietsteile nach Thüringen. Eingliederung der Städte Nordhausen und Mühlhausen in das Land Thüringen.

1945

Wiederaufnahme des Schulbetriebes in Thüringen.

1945

7.Oktober: Wiederbeginn der Hauptspielzeit des Deutschen Nationaltheaters Weimar (bis 1948 in der Weimarhalle).

1945

Erste „Freie Märkte” in Greiz, Erfurt, Suhl und Weimar.

1945

1.Dezember: Der Landessender Thüringen nimmt in Weimar seine Tätigkeit auf.

1945

15.Oktober: Wiedereröffnung der Universität Jena (als erste in der SBZ).

1945

16.November: 1. Nachkriegs-Sinfoniekonzert der Weimarischen Staatskapelle unter Hermann Abendroth.

1946

7.April: Gründung der SED Landesorganisation (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands, Zusammenschluß von SPD und KPD) in Gotha.

1946

2.Mai: Gesetz über den Neuaufbau der Organisation der gewerblichen Wirtschaft in Thüringen.

1946

25.Mai: Wiedereröffnung der Staatlichen Hochschule für Musik in Weimar.

1946

24.August: Offizielle Wiedereröffnung der Staatlichen Hochschule für Baukunst und Bildende Künste Weimar.

1946

20.Oktober: Wahlen zum Thüringer Landtag (SED/VdgB 50,5%, LDP 25,7%, CDU 18,2%).
Annahme der Verfassung (20.12.).
Bestätigung der Landesbildung.

1947

30.Mai: Gesetz zur Überführung der Bodenschätze und der Bergbauindustrie in Volkseigentum.

1947

1.September: Flucht des thüringischen Ministerpräsidenten Paul in die amerikanische Besatzungszone. Auftakt einer Fluchtwelle aus Thüringen.

1948

24.-28.Juni: Währungsreform in der SBZ.



Letzte Aktualisierung ( 16. 10. 2014 )
 
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