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23. 05. 2017
Integrativer Heil- und Therapiegarten Erfurt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
26. 11. 2008
Sonnenblume
 

Mensch sein heißt Gärtner sein.
Pass dich dem Schritt der Natur an;
ihr Geheimnis heißt Geduld.”

(Ralph Waldo Emerson)


 
Inhalt
Integrativer Heil- und Therapiegarten - Modellprojekt Zittauer Straße, Erfurt

 

Wir möchten mit diesem Modellprojekt erste Ansätze schaffen für die Einführung der Gartentherapie in breiteren Anwendungen in Thüringen.
In dem Projekt sollen, ausgehend vom nationalen und internationalen Stand gartentherapeutischer Ansätze, modellhafte Vorschläge und praktische Erprobungen für eine Einführung der Gartentherapie erarbeitet, getestet und evaluiert werden.
Das Projekt wird seit 2 Jahren intensiv analytisch und organisatorisch vorbereitet, und seit April 2008 erfolgt die praktische Umsetzung des Projektes am Standort Zittauer Straße 27 in Erfurt.
Die speziellen therapeutischen Angebote werden von Gartenspezialisten in Kooperation mit Fachkollegen aus sozialen und therapeutischen Einrichtungen erarbeitet und realisiert.

 

Wer sind Wir ?

Der Verein zur Förderung der ökologischen Bildung e.V. als Träger wird in seiner Arbeit eng unterstützt von der ÖkoLab-Gesellschaft für Ökologie und Umweltchemie mbH und dem Thüringer Naturbrief e.V.
Wir, das ist ein Netzwerk von mehreren Partnern und Unterstützern.
Der Erfurter Oberbürgermeister, Andreas Bausewein, hat im Mai 2008 die Schirmherrschaft übernommen und verschiedene Organisationen, Firmen und Vereine unterstützen das Projekt.

Wir sind auch weiterhin über jeden Hinweis zu diesem Projekt und jede Form der Unterstützung dankbar.
Eine Nennung der Unterstützer und Sponsoren befindet sich im Anschluß an das Fototagebuch.

 

Blütenbestäubung

 

Was ist Gartentherapie?

Gärtnerische Arbeit in der Natur ist seit Jahrhunderten neben dem Ziel der Versorgung mit frischen Nahrungsmitteln auch ein Teil therapeutischer Ansätze gewesen. Mitunter geschah das unbemerkt, aber beim gärtnerischen Arbeiten wurde neben motorischen Fähigkeiten auch die Psyche positiv beeinflusst, wurden Ängste abgebaut, wurde innere Zufriedenheit erlangt, weil der unmittelbare Kontakt mit der Natur und frischer Luft entspannend und belebend wirkt.
In den letzten Jahrzehnten wurde nun auch von der „Schulmedizin“ anerkannt, dass Tabletten und Skalpell nicht alle Probleme lösen können, sondern dass der Mensch in seinen vielen speziellen Funktionen angesprochen werden muss, wenn bestimmte Erkrankungen erfolgreich behandelt werden sollen.

Die Gartentherapie ist eine Kombination zwischen Ergo- und Physiotherapie, die außerdem von den Beziehungen zwischen Mensch und Pflanze profitiert“ (Kettner 2002), „Gartentherapie ist eine aktivierende Therapieform, bei der kranke oder behinderte Menschen von Fachleuten gärtnerisch und therapeutisch begleitet werden, um Schwierigkeiten und Probleme, Wünsche und Ziele durch Gartentätigkeiten zu klären und ein eigenständiges Leben zu ermöglichen“ (Gesellschaft für Gartenbau und Therapie e.V., GGuT, http://www.ggut.org/ ).

 

Wo wird sie durchgeführt?

Gärtnerisch-therapeutische Angebote setzen ein spezielles Fachwissen um die unterschiedlichen Wirkungen von Pflanzen, Tieren und sonstigen Dinge im Garten und der Natur voraus. Nicht jede Arbeit im Garten erfüllt die Bedingungen, die an therapeutische Ansätze zu stellen sind. Deshalb sind geschützte Einrichtungen solcher Gärten erforderlich, wenngleich auch ohne konkrete praktische Angebote Landschaftsflächen zu solchen Orten der Entspannung gestaltet werden können.
Es geht vordergründig nicht um „Masse“ bei der Produktion von Lebensmitteln, sondern hauptsächlich um Entspannung, Beruhigung, Neuorientierung und Übung sowie Kompetenzerwerb motorischer Funktionen und das aktive und bewusste Verweilen in der Natur, verbunden mit ruhiger Arbeit.

 

Anforderungen an therapeutische Angebote

Die Arbeit im Therapiegarten soll und kann eine erforderliche medizinische Behandlung nicht ersetzen, wohl aber erfolgreich ergänzen oder begleiten. Besonders Erkrankungen der Psyche eignen sich für die Anwendung gartentherapeutischer Aktivitäten, die neben dem Kontakt zur Natur auch neue Gesichtspunkte des Lebens bieten können. Auch bei der Rehabilitation nach Unfällen und Krankheiten oder in Senioren- und Behinderteneinrichtungen dient die therapeutische Arbeit im Garten dazu, grob- und feinmotorische Fähigkeiten wieder zu erlangen, zu erhalten oder zu verbessern. Mit Gartentherapie können der Muskelaufbau gezielt angegangen sowie Koordination, Gleichgewicht und Kraft gefördert werden.

 

Amsels Hochsitz

 

Was sind die Vorzüge von Gartentherapie?

Gartentherapie ist eine kostengünstige Therapieform, die ohne hohen technischen Aufwand möglich ist. Die positiven Effekte und Wirkungen sind durch verschiedene wissenschaftliche Studien nachgewiesen.

 

Gartentherapie bietet u.a. folgende Vorzüge:
 

  • sie fördert die Beziehungsfähigkeit
  • sie ist auch einsetzbar bei starken sensorischen Defiziten, d.h. bei blinden, tauben oder stummen Menschen
  • sie fördert die Wahrnehmung und das Gedächtnis
  • sie fördert die Beweglichkeit und stärkt die Muskulatur
  • sie reduziert Stress und fördert die aktive Erholung
  • sie reduziert Spannungen und negative Gefühle
 

Wie wird ein Therapiegarten eingerichtet?

Ein Therapiegarten kann und darf kein „fertiger“ Garten sein, sondern er soll mehrere inhaltliche Schwerpunkte anbieten: Gelegenheiten zur Entspannung und Erholung, Gelegenheiten, die Sinne zu schärfen oder anzuregen, Gelegenheiten, „andere Dinge“ zu tun, als im Alltag, Möglichkeiten, sich abzulenken, „auszusteigen aus der Hektik“ usw.
Er beinhaltet somit eine Vielzahl von Angeboten, die auch einem ständigen Wandel unterworfen sein können, je nach aktuellem Bedarf. Er sollte geschützt sein, naturnah, aktiv bewirtschaftet, er sollte auch Möglichkeiten bieten zur individuellen kleinteiligen Nutzung als Gemüseanbaufläche (kleine Beete von ca. 2-5 m2 Fläche).

 

Weißrosa Blütenpracht

 

Wer kann an unserem Angebot teilnehmen?

 

Generell können Menschen aller Altersgruppen mit und ohne Beeinträchtigungen an den Angeboten teilnehmen.
 
  • sozial benachteiligte Menschen
  • Menschen mit Beeinträchtigungen (körperlich und geistig)

  • Menschen mit Erkrankungen nach Unfallfolgen

  • Demenzkranke / Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose (MS) …

  • Rehabilitanden z.B. aus Kureinrichtungen / Nachsorge

  • Traumatisierte Aussiedler / Übersiedler

  • Straffällige / gewaltbereite Menschen

  • Verhaltensauffällige Kinder und Erwachsene

Fototagebuch

2007

 

November / Dezember

 


Erste Landvermessung“

 

Markt Platz Erfurt

  

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2008

 

April

 

Erste Begehung

Erste Begehung

 Urbarmachung

Urbarmachung

  

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Mai

 

Erste Kräuter sind im Boden

Erste Kräuter sind im Boden

 Wolken über dem Garten

Wolken über dem Garten

  

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Juni

 

Doppelte Sicherheit

Doppelte Sicherheit

 Erste Äpfel

Erste Äpfel

  

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Juli

 

Es blüht ...

Es blüht ...

 ... hoher Besuch

... hoher Besuch

  

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 August

 

Sommergäste Sommergäste

Sommergäste

  

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 September

 

Erntezeit Erntezeit

Erntezeit

  

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Oktober

 

Blühender Herbst

Blühender Herbst

 „Erste Wintergrüße”

Erste Wintergrüße”

  

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November

 

Der Himmel am 11.11.

Der Himmel am 11.11.

 Winterschlaf

Winterschlaf

  

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Dezember

 

Die Hochbeetfläche wird weiter urbar gemacht

Die Hochbeetfläche wird weiter urbar gemacht

 Ist das schon Winterschlaf ?

Ist das schon Winterschlaf ?

  

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2009

 

Januar

 

Richtiger Winter auch im Garten

Richtiger Winter auch im Garten

 Warm arbeiten hilft manchmal

Warm arbeiten hilft manchmal

  

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Februar

 

Aus dem Winterschlaf erweckt

Aus dem Winterschlaf erweckt

 Hochbeetformen

Hochbeetformen

  

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März

 

20.03.2009  12:43 Uhr -  Frühlingsanfang

20.03.2009  12:43 Uhr -  Frühlingsanfang

 Der Frühling mit Farbtupfern

Der Frühling mit Farbtupfern

  

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April

 

KollegInnen vom Projekt Arbeitsleben unterstützen die Gärtner

KollegInnen vom Projekt Arbeitsleben unterstützen die Gärtner
 

 Besuch von Frau Lieberknecht u. Herrn Düssel von der Thür. Ehrenamtsstiftung

Besuch von Frau Lieberknecht u. Herrn Düssel von der Thüringer Ehrenamtsstiftung

  

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Mai

 

OB Bausewein eröffnet den Garten

OB Bausewein eröffnet den Garten 

 In der Weidenplantage von Bad Berka

In der Weidenplantage von Bad Berka

  

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Juni

 

Die Zuccinis blühen

Die Zuccinis blühen 

 Ein Lindenstamm kommt an

Ein Lindenstamm kommt an

  

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Juli

 

Erntekorb Juli

Erntekorb Juli 

 Projekt "Arbeitsleben" feiert Abschied

Projekt "Arbeitsleben" feiert Abschied

  

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August

 

Melissa hilft fleißig mit

Melissa hilft fleißig mit 

 Nicht nur die Tomaten gedeihen

Nicht nur die Tomaten gedeihen

  

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September

 

Regelmäßiger Regen

Regelmäßiger Regen

 Rizinus in voller Blüte

Rizinus in voller Blüte

  

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Oktober

 

Herbstregen

Herbstregen

 Oktoberfrüchtchen

Oktoberfrüchtchen

  

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November

 

Anfang November Ende November

November Anfang und Ende

  

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Dezember

 

Erste Wintergrüße Erste Wintergrüße

Erste Wintergrüße

  

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2010

 

Januar

 

Wintertag aus dem Bilderbuch Zweig mit Schneehaube

Ein richtiger Winter

  

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Februar

 

Hochbeete - schneebefreit Blattgrün

Vorfrühling

  

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März

 

Erweiterungsplanung Mauerbienen bevölkern das Insektenhotel

Erweiterungsplanung

 

Mauerbienen bevölkern das Insektenhotel

  

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Unterstützer und Sponsoren

Oberbürgermeister der Stadt Erfurt, Andreas Bausewein

Aktion Mensch – Förderprogramm dieGesellschafter.de

N.L. Chrestensen, Erfurter Samen- und Pflanzenzucht GmbH

Alwin Höhne Holzhandel, Erfurt

ARGE Erfurt

Initiative „Arbeit für Erfurt”

Heinrich Böll Stiftung Thüringen e.V.
 



Text :   Alexandra Zicke, Klaus Fischer

Fotos : Klaus Fischer

Letzte Aktualisierung ( 17. 08. 2010 )
 
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