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20. 09. 2017
Luftverschmutzung PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Schoder   
11. 08. 2009
  
Klimaveränderung

Die Berichte von bröckelnden Gebäuden, vom Waldsterben, versauernden Gewässern und Böden sind schon fast wieder in Vergessenheit geraten, da häufen sich die Hobsbotschaften vom Ozonloch, dem Treibhauseffekt, Smog und Klimaveränderungen.

Unsere Ärzte registrieren eine Zunahme der Atemwegserkrankungen und des Hautkrebses.

Und während wir noch zu begreifen versuchen, was da geschieht, zeigen uns Wissenschaftler bereits den Zusammenhang mit der durch unsere Lebensweise maßgeblich verursachten Luftverschmutzung.

Umweltverbände- und gruppen wie Greenpeace weisen immer wieder darauf hin, dass die steigende Luftverschmutzung und die entstehenden Klimaveränderungen eine Gefahr für unsere Umwelt und unsere Gesundheit sind.

 

Schadstoffe in unsere Luft

Die Verunreinigung der Luft erfolgt auch heute noch überwiegend durch natürliche Quellen wie z.B. Vulkanausbrüche. Aber die vom Menschen verursachte Luftverschmutzung ist dennoch so gravierend, dass sie das gesamte ökologische Gleichgewicht der Erde in Gefahr bringt.

Was aus den Schornsteinen von Fabrikanlagen, Kraftwerken, Haushaltsfeuerungen, den Autoauspuffen oder mannigfaltigen Spraydosen entweicht, löst sich leider nicht auf. Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickoxide, Photooxidantien (Ozon), organische Verbindungen wie Benzol und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und der Staub von Industrieanlagen sorgen dafür, dass uns manchmal die frische Luft ausgeht.

Eine Schadstoffgruppe von großer Bedeutung sind die Fluorchlorkohlenwasserstoffe. Sie werden immer noch als Treibmittel in Spraydosen und als Kältemittel im Kühl- oder Gerfrierschrank verwendet.

 

Die sichtbaren Folgen der Luftverschmutzung

Smog, Treibhauseffekt und Waldsterben sind die Folgen der Luftverschmutzung, die wir schon jetzt zu spüren bekommen. Aber es verbirgt sich hinter diesen Begriffen mehr als das.

Schäden an Pflanzen, Tieren und Boden führen zu einer Störung des ökologischen Gleichgewichts der Natur. Für uns bedeutet das in letzter Konsequenz eine Verminderung unserer Lebensqualität. Wo kein Baum mehr wachsen kann, wird auch das Wasser knapp und wo Tiere nichts mehr zu fressen finden, bleibt auch für den Menschen nicht einmal mehr ein Existenzminimum.

Die Beeinträchtigung und Gefährdung unserer Gesundheit ist noch nicht völlig erforscht. Zahlreiche Untersuchungen weisen aber einen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Gesundheitsschäden nach.

Beim sogenannten Sommersmog etwa entstehen aus den Kraftfahrzeugabgasen unter dem Einfuss von Sonnenstrahlung hohe Konzentrationen von Ozon.

 

Dabei kann es zu Augenreizung, Hals- und Brustbeschwerden, Hustenreiz und einer Verringerung der körperlichen Leistungsfähigkeit kommen.

Außerdem ist die Infektionsanfälligkeit bei gestiegenen Ozonwerten nachweislich erhöht. Bei extremen Luftbelastungen, beim Smog, kann es für Säuglinge oder Menschen mit Asthma oder Bronchitis lebenbedrohlich werden.

 

Reizgase wie das Schwefeldioxid wirken vor allem auf die Atmungsorgane und fördern dabei möglicherweise auch Atemwegserkrankungen.

Der in der Luft enthaltene Feinstaub schädigt die menschliche Gesundheit durch seine giftig wirkenden Inhaltsstoffe. Cadmium und Blei reichern sich in den menschlichen Organen an. Jeder dieser Schadstoffe ist schon für sich allein eine Gefahr für unsere Gesundheit. Die größte Gefahr aber liegt darin, dass die in der Luft als Gemisch vorhandenen Schadstoffe sich in ihrer Wirkung auf die Gesundheit gegenseitig begünstigen und verstärken können.

 

Der Mensch:

Luftverschmutzer draußen wie drinnen

Unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit werden in hohem Maße von unserer Umgebung beeinflusst. Dass die Wohnung hierbei eine wichtige Rolle spielt, zeigte sich in vorherigen Kapiteln. Aber oft ist der Mensch auch selbst für die Schadstoffquelle verantwortlich.

 

Rauchen

Wer raucht, nimmt eine große Palette verschiedenster chemischer Substanzen auf. Tabakrauch enthält die üblichen Produkte einer unvollständigen Verbrennung wie z.B. Kohlenmonoxid, Stickoxid, Blausäure und polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe.

Damit nicht genug, enthält er auch noch Nitrosamine und Schwermetalle wie das Cadmium.

Von vielen dieser Substanzen wissen wir, dass sie die Gesundheit schädigen und Krebs auslösen können. Der Passivraucher, der stets und ständig eingequalmt wird, ist vermutlich mitbetroffen.

 

Haushalts- und Hobbyprodukte

Zu den Luftverschmutzern gehören die meisten Putz- und Reinigungsmittel wie auch Kleister und Kleber. Bei ihrer Verwendung werden Lösungsmittel freigesetzt, mit beachtlichen Risiken für die Gesundheit.

 

 

Tips
 

  • Möglichst harmlose Reinigungsmittel verwenden. Zusätze von Essig oder Spiritus helfen oft, das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Meiden Sie Spezialmittel. Sie sind in den meisten Fällen überflüssig.
  • Klebstoffe sind nicht nur für den gefährlichen Rausch aus der Tube bekannt, mit dem Schulkinder ihre Gesundheit beim Schnüffeln ruinieren. Die entweichenden Lösungsmittel stehen auch im Verdacht, das Waldsterben mit zu verursachen. Wählen Sie Kleber auf Wasserbasis. Sie kleben kein bißchen schlechter als die luft- und lungenschädliche Lösungsmittelkonkurrenz.

 

Auch diese Maßnahmen helfen, die Luft sauberer zu halten: 
 

  • Verwendung asbestfreier Brems- und Kupplungsbeläge
  • Verwendung asbestfreier Bodenbeläge
  • Meiden von asbesthaltigen Produkten wie Blumenkästen, Fassadenverkleidungsplatten usw.
  • Meiden von PVC-Produkten
  • Verwendung von Spraydosen ohne Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW)
  • bleifrei tanken - besser noch ein Dreiwegekatalysator
  • kurze Wege mit dem Fahrrad machen
  • öfter mal öffentliche Verkehrsmittel benutzen

 

 

Luftreinhaltung erfordert eine konsequente Politik

Trotz vieler Vorschriften und Grenzwerte ist unsere Luft gesundheitsgefährdend und schädigt die Natur.

Die „TA LUFT“, Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft, enthält allgemeine Emissionswerte für staubförmige und gasförmige Stoffe, Regelungen für bestimmte Anlagenarten und Immissionswerte zum Schutz vor Gesundheitsgefahren.

Aber neben den Smog-Perioden mit hohen Spitzenkonzentrationen liegt ein wesentliches Problem der Luftverschmutzung in den langandauernden Einwirkungen mit niedrigen Konzentrationen.

Außerdem schreibt die TA Luft noch heute vor, dass bei der Errichtung einer luftverschmutzenden Anlage nur die Auswirkungen auf ein Gebiet im Radius 30mal Schornsteinhöhe beurteilt werden müssen.

Die „Politik der hohen Schornsteine“ führt aber dazu, dass sich die Schadstoffe in weit entfernten Regionen niederschlagen und hier Schaden anrichten.

Da die Luft keine Grenzen hat müssen die Politiker die Luftverschmutzung nicht mit Vorschriften verwalten, sondern durch eine gute und konsequente Umweltpolitik an der Wurzel des Übels unterbinden.

 

Quelle:

Umwelt, TK-Schriftenreihe

Letzte Aktualisierung ( 13. 08. 2009 )
 
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