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22. 09. 2017
Baum des Jahres PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Jörg Schüler   
27. 06. 2006

Baum des Jahres 2006
Die Schwarz-Pappel - ein vom Aussterben bedrohter Riese

Die Schwarz-Pappel (Populus nigra L.) gehört zu den Baumarten, die eigentlich weit verbreitet sein müssten, aber inzwischen so selten geworden sind, dass sie in den Roten Listen bedrohter Pflanzenarten stehen. Die Gründe dafür sind vielfältig: vor allem Veränderung und Verluste natürlicher Flussauen sowie Verwendung von anderen nichtheimischen Pappelarten oder Kreuzung mit ihnen. So kommt es, dass ältere echte Schwarz-Pappeln schon eine kleine Sensation sind.

Pflanzaktion zum Baum des Jahres 2006 – Schwarzpappel im Thüringer Forstamt Arnstadt

Im Zuge der beginnenden Auerenaturierung „Schmale Gera“ bei Mittelhausen im Thüringer Forstamt Arnstadt wurden am 14. November 2005 50 Schwarzpappeln durch die Thüringer Landesforstverwaltung übergeben.

Die Pflanzung ist eine Ersatzmaßnahme zum Bau der BAB 71 - Nordtangente

Erfurt - im Auftrag des Landesamtes für Straßenbau. Die Schwarzpappel gehört in Deutschland und auch in Thüringen zu den seltenen Baumarten. Sie steht in den Roten Listen unseres Landes

Woran erkennt man die Schwarz-Pappel – was ist für sie charakteristisch?

Wenn Sie in der Landschaft in Flussnähe einen frei stehenden Baum mit einer mächtigen, fast so breiten wie hohen Krone und mit weit ausladenden, tief angesetzten Ästen sehen, dessen ziemlich große Blätter schon bei leichtem Wind auffällig flattern, könnte es sich um eine Schwarz-Pappel handeln.

  • Habitus - dieser Baumart ist im Freistand unverwechselbar. Dann sollten Sie sich als nächstes den Stammfuß genauer ansehen: im Alter turbulente netzartige Borkerippen, deutliche, z.T. brettartige Wurzelanläufe und Wülste/Knollen mit sog. Wasserreisern (jungen direkt aus dem Stamm entspringenden Ästen) sind weitere Kennzeichen von echten Schwarz-Pappeln.
  • Blätter - Wenn auch das zutrifft, kommen die schraubig am Spross stehenden Blätter dazu: mit dreieckigem oder rautenförmigem Umriss und lang ausgezogener Spitze. Nach vollständiger Entfaltung ist die Blattfläche bis 12 cm lang, kahl und ohne Drüsen am Übergang vom Blatt zum Stiel. Der Blattstiel ist bis 8 cm lang und seitlich zusammengedrückt.
  • Triebe - Ganz schön schwierig, Blattform oder Blattgröße sind also kein eindeutiges Merkmal. Was dann? Geben wenigstens die Triebe einen Hinweis? Und dann erzählt der Professor von „Absprüngen“, was soll sich der Laie darunter vorstellen?
  • Blüten, Früchte - Erst Laubaustrieb und danach öffnen der Blüten – hält sich die Pappel an diese Reihenfolge? Und dann die Früchte und Samen. Eine schier unglaubliche Geschichte erzählt uns der Herr Professor dazu. Die Pappel ist ein Baumwollbaum – ein cottonwood-tree, wie der in Amerika auch genant wird. Viel weiter unten kommt er nochmals auf diese „Wolle“ zu sprechen.

 

Baum des Jahres 2007
Die Wald-Kiefer

Die Wald-Kiefer (Pinus sylvestris L.), regional auch Kienbaum, Föhre oder Forche genannt, ist eine bescheidene Schönheit mit zähem Überlebenswillen.
Für 2007 hat das Kuratorium Baum des Jahres die Wald-Kiefer zum Baum des Jahres ausgerufen. Wenn Sie weiter lesen, können Sie viel Interessantes und Wissenswertes über diese etwas verkannte Baumart erfahren. Der Forstbotaniker Prof. Dr. Roloff von der Forstlichen Fakultät Tharandt, hat dazu Texte für Sie verfasst. Zum Beispiel über Charakteristika und Erkennungsmerkmale der Wald-Kiefer – kann man sie womöglich riechen oder hören? Was sagt ihre Kronenform aus? Was sind in diesem Zusammenhang „Windflüchter“?

weiter unter:  www.baum-des-jahres.de

 

Letzte Aktualisierung ( 18. 05. 2017 )
 
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