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27. 05. 2017
Reumann, Armin - Maler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
07. 05. 2015
Sonneberg – München und zurück

* 1889 in Sonneberg
† 29. Oktober 1952 ebenda

Armin Reumann, war ein deutscher Impressionist.

Bereits während der Ausbildung an der Industrie-Schule wurde sein großes zeichnerisches Talent entdeckt. Der Landesvater, Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen (1826-1914), förderte das junge Talent. Ein Stipendium erlaubte Armin Reumann ein Studium an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München .
Er ging in die Malklasse des Hugo Freiherr von Habermann (1849-1929) und wurde künstlerisch beeinflusst von wegbereitenden Impressionisten wie Max Liebermann (1847-1935) und Lovis Corinth (1858-1925).

"Er wurde in eine Zeit geboren, in der es viele junge Impressionisten gab", erklärt der Direktor der Erfurter Kunstmuseen, Professor Kai Uwe Schierz. "Nur leider etwa zehn Jahre zu spät", fügt er an. Denn während der Sonneberger sich in München von den Großen inspirieren und leiten ließ, waren neue Strömungen der Kunst wie Bauhaus und Neue Sachlichkeit bereits auf dem Vormarsch und eroberten die Galerien.
Die Werke des Thüringer Malers sind heute nur Wenigen ein Begriff. Eigentlich schade, gehört er doch zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Zu seiner Zeit beteiligte er sich an zahlreichen Ausstellungen, nahm Aufträge an.
Im Katalog der bedeutenden Münchner Galerie Thannhauser aus dem Jahr 1916 steht er neben so großen Namen wie Hofer, Beckmann, Kubin, Klee, Kandinsky und Picasso. Armin Reumann zog 1914 in den 1. Weltkrieg, war Frontmaler wie andere Künstler seiner Zeit, wie SIevogt und Kokoschka. Nach dem Krieg ging Reumann zunächst nach München, dann 1920 zurück nach Sonneberg, was ihm sinkende Präsenz mit eintrug.

Er heiratete die Künstlerin Irmgard Dörr, bekam mit ihr zwei Kinder. Es fiel ihm schwer wieder Fuß zu fassen. Hier im Thüringer Wald widmete er sich noch eindringlicher seinen Herzensthemen, der Landschafts- und Figurmalerei sowie dem Stillleben. Er malte die Idylle, das fahrende Volk, die Werkstätten der Puppenmacher, seine Heimat. So in seinem Bild "Volksfest in Sonneberg" mit einem Riesenrad im Zentrum, umgeben von hellen Buden. Der dunkle Himmel darüber lässt ahnen, dass es bald regnen wird. Das Licht- und Schattenspiel von Pastelltönen formt die Jahrmarktstimmung auf einem kleinen städtischen Platz.
In seinen Bildern macht sich der Eindruck der deutschen Impressionisten bemerkbar. Man erkennt es an den Abtönungen in seinen Bildern. "Armin Reumann geriet ins Abseits. Nicht nur geografisch, durch die künstlerischen Neuerungen dieser Zeit auch künstlerisch-ästhetisch; er war mit der Entfaltung seines Werkes sehr spät dran", erklärt Schierz. Umso interessanter sei die Betrachtung seines Œuvres, unabhängig vom einstmaligen künstlerischen Kontext, aus heutiger Sicht.

Ausstellungen

2012 –  Angermuseum Erfurt,
Nachkommen des Malers gaben den Impuls und das in Vergessenheit geratene, jedoch fast vollständig erhaltene Werk an das Angermuseum. 70 Gemälde und 35 Zeichnungen. Es sind Auszüge aus dem Lebenswerk von Armin Reumann.
Begleitpublikation.

Letzte Aktualisierung ( 02. 11. 2016 )
 
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