www.mamboteam.com
Startseite arrow Geschichte arrow Bauwerke und Denkmale arrow Burgen, Schlösser und Gutshäuser Thüringens
25. 07. 2017
Burgen, Schlösser und Gutshäuser Thüringens PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthias Stier   
24. 10. 2006

Inhalt
Geschichtliches
Quelle

Geschichtliches

Die Grenzen des 1990 wieder erstandenen Landes Thüringen wurden erst 1944/45 festgelegt, die politische Einheit reicht nicht weiter als bis 1920 zurück.
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges existierten hier acht fürstliche Kleinstaaten: das Großherzogturn Sachsen-Weimar-Eisenach, die Herzogtümer Sachsen-Meiningen, Sachsen-Coburg-Gotha und Sachsen-Altenburg, die Fürstentümer SchwarzburgRudolstadt und Schwarzburg-Sondershausen sowie die Fürstentümer Reuss jüngere Linie und Reuss ältere Linie. Zu diesem Territorium kamen 1944/45 benachbarte preußische Gebiete hinzu. So kann das Land keine einheitliche politische Tradition vorweisen, es stellt eher einen geographischen denn kulturellen Begriff dar.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. kamen die zwischen EIbe, Saale und dem Erzgebirge lebenden Hermunduren mit den Römern in Berührung. Durch die Vermischung mit zugewanderten Angeln und Warnen bildete sich zur Zeit der Völkerwanderung insbesondere westlich der Saale ein neuer germanischer Stamm, die Toringi. Das von diesen Thüringern geschaffene Reich wurde zwischen 531 und 534 von den Franken und Sachsen erobert. Das Gebiet zwischen Harz, Unstrut, Werra, Saale und dem Thüringer Wald, also der Großteil des heutigen Thüringen, ging im Fränkischen Reich auf. Die nördlichen Gebiete bis zur mittleren EIbe, Ohre und Aller kamen zunächst unter sächsische Herrschaft, bis auch dieses Gebiet durch die Franken 200 Jahr später erobert wurde. Seit dem 6. Jahrhundert war Thüringen eine östliche Grenzprovinz des Fränkischen Reiches.

Im Zuge seiner Missionierung verbrachte Bonifatius (um 675-754) zehn Jahre in Thüringen. Das 742 von ihm errichtete Bistum Erfurt wurde 755 mit dem Erzbistum Mainz vereingt. So entstand an der Ostgrenze des Reiches ein wirtschaftliches, politisches und kirchliches Zentrum, von dem aus die Christianisierung der Sachsen und Slawen ihren Ausgang nahm.

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts baute sich das Geschlecht der Ludowinger von der Schauenburg südlich von Gotha aus im Bereich von Eisenach, Sangerhausen, des Thüringer Waldes und der Unstrut einen Machtbereich auf, dem sie allerdings nicht das zum Erzbistum Mainz gehörende Gebiet um Erfurt eingliedern konnten. Die Epoche der Ludowinger, 1130 vom Kaiser mit der Landgrafenwürde ausgezeichnet, wurde zu einer Blütezeit Thüringens. Sie bauten insbesondere die von ihnen errichtete Wartburg zu einem Zentrum mittelalterlichen Kulturlebens aus, zu einem Zentrum der höfischen Epik und des Minnesangs. Hier wurde der Wettstreit der Minnesänger, unter ihnen Wolfram von Eschenbach, Heinrich von Ofterdingen, Heinrich von Veldecke und Walter von der Vogelweide, ausgetragen. Hier lebte die später heiliggesprochene ungarische Königstocher Elisabeth (1207-1231), Gemahlin des ebenfalls heiliggesprochenen Landgrafen Ludwig IV. Elisabeth wurde Schutzpatronin Thüringens.

Nach dem Tod Heinrich Raspes (1204-1247), des letzten thüringischen Landgrafen aus dem Hause der Ludowinger, gelangten die Wettiner, Markgrafen von Meißen, in Thüringen an die Macht. 1346 zwangen die Wettiner alle thüringischen Territorialherren zur Anerkennung ihrer Lehnshoheit. Mit dem Erwerb des bis dahin askanischen Gebiets um Wittenberg erlangte der Wettiner Markgraf Friedrich der Streitbare (1370-1428) 1423 auch die sächsische Kur- und Herzogswürde. Der Name Sachsen fand auch Anwendung für das thüringische Gebiet.

Durch Erbteilung, zuletzt 1485, kam es zur Gründung der emestinischen und der albertinischen Linie des Hauses Wettin.

Zu einem geistigen Zentrum des Alten Reiches blühte Erfurt auf. Erfurter Bürger gründeten in der Tradition ihrer großen Klosterschulen 1392 eine Universität, die bald zu einer der bedeutendsten Europas wurde, jedoch später zunehmend an Bedeutung verlor und 1816 durch die Preußen geschlossen wurde. Mit der Erfurter Geistesgeschichte verbindet sich im 13. Jahrhundert einer der wichtigsten deutschen Mystiker, Meister Eckhart. An der Erfurter Universität studierte Martin Luther.

Die Reformation breitete sich ab 1522 sehr rasch in Thüringen aus, lediglich die zum geistlichen Kurfürstentum Mainz gehörenden Gebiete, die Stadt Erfurt und das Eichsfeld, letzteres bis heute, blieben katholisch. 1531 schlossen sich die protestantischen Fürsten in Schmalkalden zur Verteidigung ihres Glaubens zu einem Bündnis zusammen, wurden jedoch in der Schlacht bei Mühlberg 1547 von den Truppen des katholischen Kaisers Karl V. besiegt. Kurfürst Johann Friedrich 1. (1503-1554) verlor die Kurlande und die Kurfürstenwürde an die Albertiner. Nach dem Verlust Wittenbergs wurde Weimar zur Residenz der Ernestiner. Als Ersatz für Wittenberg wurde 1548 in Jena eine Universität gegründet. Die deutsche Musikgeschichte erfuhr durch drei Thüringer Komponisten einen ganz besonderen Beitrag: durch den in Köstritz geborenen Heinrich Schütz, den aus Creuzburg stammenden Michael Prätorius und den in Eisenach geborenen Johann Sebastian Bach.

Während die Albertiner den Erbanspruch des erstgeborenen Fürstensohnes einführten, kam es bei den Ernestinern zu fortlaufenden Erbteilungen, so daß es gegen Ende des 17. Jahrhunderts neben neun reussischen und drei schwarzburgischen nicht weniger als zehn Linien des wettinischen Hauses in Thüringen gab. Hinzu kamen die kurmainzischen Besitzungen Erfurt und das Eichsfeld, das zu HessenKassei gehörende Schmalkalden und die bei den Reichsstädte Mühlhausen und Nordhausen. Erst die Neuordnung Deutschlands zu Beginn des 19. Jahrhunderts brachte eine bis 1918 währende territoriale Flurbereinigung. Der bedeutendste der dann in Thüringen bestehenden zwölf Kleinstaaten war das zum Großherzogturn erhobene Sachsen-Weimar. Die kleine Residenz, machtpolitisch unbedeutend, entwickelte sich zu einem bemerkenswerten kulturellen Mittelpunkt. Mit Weimar verbinden sich Persönlichkeiten wie Goethe, Schiller, Wieland, Herder, Liszt, Bülow, Cornelius, Bechstein, um nur einige wenige Namen zu nennen. Eine Besonderheit der thüringischen Kulturgeschichte stellt der Hang zur Reformpädagogik dar; stellvertretend sei hier August Hermann Francke genannt. 1824 begann Heinrich Heine seine berühmte Wanderung durch den Harz und Thüringen, Friedrich Nietzsche wuchs in Naumburg auf und besuchte die Fürstenschule in Schulpforta. Der Chronist des Altenburger Kreises war Hoffmann von Fallersleben. In Meiningen weilten Reger und Brahms; Meiningen wurde zu einer Geburtsstätte des modernen deutschen Theaters.
Durch all dies erlangte der thüringische Raum in der deutschen Geistes- und Kulturgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts eine herausragende Bedeutung.

1816 erhielt Sachsen-Weimar als erstes deutsches Land eine fortschrittliche Verfassung, der erste Landtag wurde in Weimar eröffnet. Die Universität Jena wurde zu einem gedanklichen Zentrum für die Freiheit und Einheit Deutschlands, hier lehrten Fichte, Schelling und Hegel. Seine literarische Bedeutung erlangte die Stadt durch den Romantikerkreis um die Brüder Schlegel, Clemens von Brentano und Novalis. In Jena wurde 1815 die Deutsche Burschenschaft gegründet, von der die Initiative zum Wartburgfest 1817 ausging.

Ganz Thüringen wurde von der Revolution 1848 erfaßt. Als Folge des Preußisch-Österreichischen Krieges von 1866 wurde der hessische Kreis Schmalkalden preußisch, die thüringischen Staaten Mitglied des Norddeutschen Bundes. Nach der Teilnahme am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 unterstützten die Staaten Thüringens ganz besonders die Gründung des Kaiserreiches. Die Kleinstaaterei in Thüringen verhinderte das Zusammenwachsen eines einheitlichen Wirtschaftsraumes oder das Entstehen von Industrie- und Handelszentren von überregionaler Bedeutung. Die wenigen Bodenschätze und Rohstoffe führten dennoch sehr früh zu einer vielfältigen gewerblichen Produktion, die zum Teil später Weltgeltung erlangte: die Spielwarenindustrie in Sonneberg, die Waffenproduktion in Suhl und Zella-Mehlis, die Herstellung von Glas und Porzellan und die von Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott in Jena gegründete optische Industrie. Überall in Thüringen entwikkelte sich im Zuge der Industrialisierung eine bedeutende Maschinenbauindustrie. Eisenach wurde zu einem wichtigen Zentrum der Autoindustrie, wo BMW produzierte und später der "Wartburg" vom Band ging. 1919 gründete Walter Gropius in Weimar das Bauhaus, das versuchte, Technik und Kunst zusammen zu bringen.

Die Revolution von 1918 beendete die Kleinstaaterei in Thüringen, die acht entstandenen Freistaaten schlossen sich 1920 zu einem Land Thüringen zusammen; davon ausgenommen waren die preußischen Gebiete und Coburg, das sich Bayern anschloß. 1919 tagte in der damaligen Landeshauptstadt die Deutsche Nationalversammlung und verabschiedete die Verfassung des Deutschen Reiches, die sogenannte Weimarer Reichsverfassung. Die erste deutsche Republik von 1919 bis 1933 wird als Weimarer Republik bezeichnet.

Die erste nationalsozialistisch geführte Landesregierung wurde 1932 in Thüringen gebildet. 1933, nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Reich, wurde auch Thüringen "gleichgeschaltet", und 1944 wurden die preußischen Gebiete Thüringens dem Land Thüringen zugeschlagen.

Von April bis Juli 1945 war Thüringen von amerikanischen Truppen besetzt, bis es unter sowjetische Militärverwaltung kam. Von 1945/47 bis 1952 war es eines der fünf Länder der SBZ bzw. DDR, bis es in die Bezirke Erfurt, Suhl und Gera aufgeteilt wurde.

Im heutigen Freistaat Thüringen, dem Land zwischen Harz und Thüringer Wald, zwischen Werra und Saale, leben auf 16175 qkm rd. 2,5 Millionen Menschen. Die drei größten Städte sind die Landeshauptstadt Erfurt mit 203000 Einwohnern, Gera mit 125000 Einwohnern und Jena mit 100000 Einwohnern. In Erfurt sind Unternehmen aus den Bereichen Elektrotechnik, Mikroelektronik und Umformtechnik angesiedelt, in Gera Elektrotechnik, Gerätebau und Werkzeugmaschinenbau, in Jena Gerätebau, Glas, Optik und Pharmazie, in Eisenach der Automobilbau, um nur einige dieser Standorte zu nennen. Doch die Industriestandorte Thüringens beschränken sich keineswegs nur auf die großen Städte. Über das ganze Land verteilt finden sich größere und kleinere Unternehmen aus den Bereichen Keramik, Motoren, Spielzeug, Stahl, Zweiradund Elektromobilbau. Die von der Land- und Forstwirtschaft genutzten Flächen betragen insgesamt 765000 ha für die Landwirtschaft, hinzu kommen 344000 ha Waldflächen.

Thüringen als Wirtschaftsstandort hat nationalen wie internationalen Rang. Herausragende Bedeutung für Deutschland und Europa hat die Geistesund Kulturgeschichte des Landes. Wesentlicher Bestandteil der Kulturgeschichte sind die Burgen, Schlösser und Gutshäuser der Landesherren und des Adels. Besonders reich ist der Bestand an Residenzen, u. a. Weimar, Eisenach, Altenburg, Gotha, Meiningen, Greiz, Schleiz, Gera, Rudolstadt und Sondershausen.

Einige Objekte sind bereits dem Zweiten Weltkrieg zum Opfer gefallen, andere wurden aus ideologischen Gründen zerstört, durch falsche Nutzungen, durch Verwohnen in ihrer Bausubstanz zum Teil erheblich beeinträchtigt oder einfach dem Verfall preisgegeben. Der bauliche Zustand zahlreicher Denkmäler ist katastrophal. Die zum Teil offene Eigentumsfrage, mangelnde sinnvolle Nutzungskonzepte und oft fehlendes Investitionskapital tragen zum weiteren Verfall bei.

Diese Probleme einer breiten Öffentlichkeit bewußt zu machen, Denkanstöße zu liefern und soweit als möglich zu helfen, dazu dienen dieses Buch und die gleichnamige Photoausstellung. Anhand von 60 ausgewählten Objekten soll ein Querschnitt durch das bauliche Erbe Thüringens gezeigt werden. Der Potsdamer Photograph Jürgen Strauss beläßt mit seinen impressionistisch anmutenden Bildern den einzelnen Objekten trotz ihres teilweise schlechten baulichen Zustandes ihre Würde.

Altenburg, Schloß
10. Jh.

Ursprung der Burganlage

11. Jh.Erweiterung der Burg, u. a. Bau des nördlichen Mantelturms
12. Jh.Erneute Erweiterung und Bau der Pfalzanlage auf dem westlichen Burgberg mit einer romanischen Kapelle zu Beginn des Jahrhunderts
13./ 14. Jh.Bau der Zwingmauern mit den Schalentürmen 
1308Residenz der Wettiner Markgrafen
15. Jh.Errichtung des spätgotischen äußeren Torhauses und des inneren Torturms
1444Brand und Erneuerung der spätgotischen Schloßkirche wohl durch Moyses von Altenburg
16. Jh.Bau eines großen Marstalls, der heutigen Junkerei
1518Errichtung des Renaissanceschlosses auf dem westlichen Burgberg
1593Ersterwähnung des Schloßgartens
1602Anlage der Roßschwemme mit Neptunsäule in der Mitte des Schloßhofes
1605-09Umbau und Erweiterung des Renaissanceschlosses und Einrichtung des Arkadenganges im kleinen Schloßhof  
1645-48Barockausstattung der Schloßkirche um die Mitte des Jahrhunderts von G. H. Trost
17./ 18. Jh.Bau der überwiegenden Wohngebäude
  

 Altenburg, Schloß 

1712

Bau des Teehauses und der Orangerie durch J. H. Gengenbach

1725

Anlegung der Auffahrt mit figurenbesetzten Obelisken

1742-44

Errichtung des Triumphbogens

1827

Umgestaltung des Schloßgartens in einen Landschaftsgarten

1864

Brand des Festsaalflügels

1868-71

Bau des Kornhauses und des Prinzenpalais

1868

Brand im südlichen Gebäudekomplex und Fresken (Amor und Psyche) im Festsaal von G. Moosdorf

1905

Brand im Kirchensaal und anschließende Neuausstattung

1920

Einrichtung eines Museums im Schloß

1976

Abschluß umfangreicher Restaurierungsarbeiten in der Schloßkirche

Altenburg, Schloß

1987

Brand in der Junkerei

1991

Abschluß umfangreicher Restaurierungsarbeiten im Festsaal und Beginn umfangreicher Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten am Residenzbau

(heute: Museen und Stadtverwaltung)

Auleben, Humboldt'sches Schloß

(12 km nordöstlich von Sondershausen)

1600

Errichtung der Zweiflügelanlage mit rundem Treppenhaus um die Jahrhundertwende unter Einbeziehung älterer Teile

Auleben, Humboldt'sches Schloß

(heute: Institut für Ökologie)

Bad Liebenstein, Schloß Altenstein
1492-1722Altenstein Lehnsgut der Familie Hund von Wenkheim
1722 Nach dem Erlöschen der Familie Hund von Wenkheim Altenstein an das Haus Sachsen - Meiningen
1736Errichtung eines bescheidenen Schlosses anstelle der Burg für Herzog Anton Ulrich von Sachsen-Meiningen
1798-1803Anlegung des 112 ha großen Landschaftsparks mit zahlreichen Parkarchitekturen, Ritterkapelle, Sennhütte und Wasserfall, nach Ideen von Herzog Georg I. von Sachsen - Meiningen

Bad Liebenstein, Schloß Altenstein 

1846-50

Umgestaltung und Erweiterung des Parks nach Plänen von Fürst Hermann PücklerMuskau und E. Petzold

1887-88

Repräsentativer Neubau für Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen von A. Neumeister im Stil der Neorenaissance mit hohen Ziergiebeln und Schornsteinen in englischer Manier

Bad Liebenstein, Schloß Altenstein

1982

Zerstörung durch Brand, Wiederaufbau im Gange

(heute: Leerstehend)

Beichlingen, Schloß

(15 km nordöstlich von Sömmerda)

1014

Urkundliche Ersterwähnung der Burg

1069

Belagerung durch Kaiser Heinrich IV. und teilweise Zerstörung der Burg

13./ 14. Jh.

Errichtung des Hohen Hauses

1519

Übergang Beichlingens von den Grafen von Beichlingen auf die Familie von Werthern

16. Jh.

Völliger Umbau der Burg im Stil der Renaissance unter Hans und Wolfgang von Werthern und Erneuerung des Hohen Hauses, im Inneren Räume mit Kassettendecke, Bohlenwände und Malereien

1600

Bau der Schloßkirche

 

Beichlingen, Schloß 

1945

Enteignung der Familie von Werthern

1973

Abriß von Teilen der Anlage und Neubau einer Mensa

Beichlingen, Schloß 

(heute. Seminarzentrum, Akademie und Hotel)

Bibra, Burgruine

(13 km südlich von Meiningen)

1119

Bibra Eigentum der Familie von Bibra

1525

Nach Zerstörung durch Brand Errichtung der spätgotischen Wasserburg für Hans von Bibra

1558

Bau des Unteren Schlosses außerhalb des Burgbezirks durch Heinrich von Bibra

1646

Zerstörung der Burg und des Unteren Schlosses durch Brand

 

Bibra, Burgruine

1696

Wiederaufbau des Unteren Schlosses durch Hans Caspar von Bibra jun.

1936

Verkauf des Unteren Schlosses an Friedrich von Eichel-Streiber

1945

Enteignung der Familie von Eichel-Streiber


Bibra, Burgruine

(heute: Leerstehend)

Bischofroda, Gutshaus

(10 km nordöstlich von Eisenach)

1752

Errichtung des Fachwerkbaus


Bischofroda, Gutshaus 

Einige Räume zeigen eine Rokokoausstattung.

(heute: Gemeindeamt, Kindergarten, Büros und Wohnungen)

Breitungen, Schloß Herren-Breitungen

11. Jh.

Inbesitznahme einer älteren Burg durch das Benediktinerkloster

1049

Urkundliche Ersterwähnung des Benediktinerklosters

1112

Einweihung der Klosterkirche, Stifter Pfalzgraf Siegfried von Orlamünde

1554-65

Aufhebung des Klosters, Umgestaltung der Klausurgebäude als hennebergisches Residenzschloß mit Fürstenhaus im Ostflügel

1631

Schloß und Kloster an Hessen

1640

Brandschaden durch die Schweden

1662

Brand der Schloßkirche, der ehemaligen Klosterkirche

1842

Teilweise Erneuerung der Schloßkirche

 

Breitungen, Schloß Herren-Breitungen
(heute: Teilweise leerstehend und teilweise Herberge)

Burgk, Schloß

(11 km westlich von Schleiz)

12. Jh.

Burg der Herren von Lobdeburg

13. Jh.

Besitzübergang von Burgk in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts von den Grafen von Lobdeburg-Arnshaugk an die Vögte von Gera, die spätere Linie Reuß-Greiz-Burgk

1365

Urkundliche Ersterwähnung der Burg

1403

Neubau einer Dreiflügelanlage

1478-88

Burgk vorübergehend Besitz der Familie von Breitenbuch

1590

Reuss von Plauen im Besitz der Burg

1594

Hans Greiz Besitzer


Burgk, Schloß
 

16.-18. Jh.

Gestaltung der Burg in heutigem Erscheinungsbild mit spätgotischer Schloßküche, dem Renaissance-Jagdzimmer, den mit Barock- und Rokokostukkaturen verzierten Räumen sowie der Schloßkapelle von 1625 mit ihrer Silbermann-Orgel von 1743

1752

Errichtung des Sophienhauses

 

Von den Wehrbauten des Mittelalters sind der Hungerturm und der Zwinger erhalten geblieben. Die qualitätvollen Stuckdecken im Schloß und im Pavillon schuf]. G. Schmidt aus Gera zwischen 1751 und 1753.

 
Burgk, Schloß

(heute: Schloßmuseum mit Gedenkstätten für Dr.Konrad Duden und Johann Friedrich Böttger)

Creuzburg, Schloß

(11 km nordwestlich von Eisenach)

973

Urkundliche Ersterwähnung der Burg, einer der Hauptburgen der thüringischen Landgrafen

12. Jh.

Bau des Palas

15.-18. Jh.

Zahlreicher Besitzwechsel, nacheinander die Ernestiner, die Herzogtümer Coburg-Eisenach, Eisenach, Weimar und wiederum Eisenach


Creuzburg, Schloß 

1606

Errichtung des Gelben Hauses, eines einfachen Renaissancebaus mit Fachwerkobergeschoß

18. Jh.

Creuzburg zeitweise Residenz der Herzöge von Eisenach, anschließend Sitz des Justizamtes

1879

Vermietung der Anlage

1910

Verkauf an die Familie von Dreyse

1920/30

Kauf durch den Erfurter Hotelier Georg Kossenhaschen und Einrichtung als Erholungsheim


Creuzburg, Schloß

(heute: Ausstellungsräume und Restaurant)

Dornburg, Rokokoschloß und Südliches Schloß

(15 km nordöstlich von Jena)

937

Urkundliche Ersterwähnung der Reichsburg und Kaiserpfalz

13. Jh.

Älteste Bauteile des nördlichen Alten Schlosses, einer unregelmäßigen Dreiflügelanlage

1451

Zerstörung des Alten Schlosses

1522

Beendigung des Wiederaufbaus des Alten Schlosses

1539

Bau des zweistöckigen Renaissancebaus, des Südlichen Schlosses mit Treppenturm

1600

Besitz Wolfgang Zetschings

Dornburg, Rokokoschloß und Südliches Schloß 

1736-47

Errichtung des Rokokoschlosses mit Stuckdekorationen in den Speise-, Fest- und Wohnräumen durch den Baumeister Gottfried Heinrich Krohne für Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar

1776- 1828

Über zwanzig Aufenthalte Johann Wolfgang von Goethes auf den Dornburger Schlössern
Im Verlaufe des Aufenthaltes von Goethe in der Zeit vom 7. Juli bis 11. September 1828 auf dem Südlichen Schloß entstanden die "Dornburger Gedichte".

1921

Übertragung des Rokokoschlosses und des Südlichen Schlosses durch Großherzog Wilhelm an die Goethegesellschaft

 

Dornburg, Rokokoschloß und Südliches Schloß 

(heute: Restaurierung des Alten Schlosses, Museen im Rokokoschloß und im Südlichen Schloß, hier Gedenkzimmer für Goethe)

Drei Gleichen, Burgruine Gleichen

(11 km nordwestlich von Arnstadt)

11. Jh.

Anlage im Besitz des Markgrafen von Meißen

1034

Urkundliche Ersterwähnung der Burg

1130

Burg Besitz des Erzbischofs von Mainz

1162

Lehen der Grafen von Tonna, genannt Grafen von Gleichen

1588

Errichtung des Renaissanceschlosses für Philipp Ernst Graf von Gleichen

1631

Erlöschen der Grafen von Gleichen

Drei Gleichen, Burgruine Gleichen 

1639- 1794

Gleichen Lehen der Grafen von Hatzfeld,  genannt Grafen von Hatzfeld-Gleichen

1802/03

Burg Gleichen an Preußen

1811-16

Eigentum der Universität Erfurt, nach deren Auflösung wieder preußischer Besitz

1817

Kauf durch General Karl Frhr. von Müffling

1897/98

Wiederherstellungsversuche durch den Thüringer-Wald-Verein

1932

Pacht der Burg durch den Deutschen Bund Heimatschutz

1934

Nach Verkauf der Burg durch Preußen an die Herzöge von Sachsen-Coburg-Gotha Schenkung an die Stadt Erfurt; Übergabe an den Landesverein des Deutschen Bundes Heimatschutz im Erbbaurecht auf 90 Jahre

Drei Gleichen, Burgruine Gleichen 

Torhaus und Bergfried sowie Reste des Palas der seit dem 19. Jahrhundert verfallenden Burg Gleichen sind erhalten. Die Burg liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur im Ursprung mittelalterlichen Wachsenburg und der durch Gustav Freytags "Nest der Zaunkönige" bekannten Mühlburg, der 704 urkundlich erwähnten, vielleicht ältesten Burg Thüringens.

  

Eisenach, Schloß

16.-18. Jh.

Gebäudekomplex der alten Residenz

1741

Teilweiser Abriß der Gebäude

1742-51

Errichtung des dreigeschossigen Barockbaus durch Gottfried Heinrich Krohne für Herzog Ernst August von Sachsen-Weimar


Eisenach, Schloß 

Die Hauptfassade wird von drei repräsentativen Portalen geprägt. Der Festsaal im Inneren ist mit reichen Rokoko-Stuckdekorationen und einem Deckengemälde, das den Triumph der Galatea zeigt, ausgestattet.
(heute: Im linken Flügel Museum)

  

Eisenach, Wartburg

1067

Der Sage nach Gründung der Anlage durch Graf Ludwig den Springer

1080

Urkundliche Ersterwähnung

1150

Errichtung des Torhauses und des Südturmes mit Burgverlies

1190- 1220

Errichtung der beiden unteren Stockwerke des romanischen Palas, des sogenannten Landgrafenhauses, mit zwei gewölbten Räumen, dem Rittersaal und der Elisabeth-Kemenate, sowie dem Speisesaal mit einer hölzernen Flachdecke im Erdgeschoß und dem Sängersaal, dem Landgrafenzimmer sowie der Elisabeth-Galerie im ersten Stock

1250

Aufstockung des Palas um das Obergeschoß

1320

Einrichtung der Kapelle mit Wandgemälden im ersten Stock des Palas, Ausbau eines Wohnhauses im Norden, Neuentstehungen des Südturmes und der südlichen Burgmauer

15. Jh.

Veränderungen des Torhauses

1450

Errichtung des Ritterhauses, der Vogtei und zweier Wehrgänge, des Elisabethenund des Margarethenganges, in Fachwerk

16. Jh.

Nutzung als Landesgefängnis, beginnender Verfall der Burg

 

Eisenach, Wartburg

1838-90

Auf Initiative Goethes und der Großherzogin Maria Pawlowna von SachsenWeimar-Eisenach Wiederherstellung der Anlage

19. Jh.

Errichtung der Torhalle, des Dirnitzes, eines neuromanischen Bades, des sogenannten Ritterbades, sowie des Gadems, des ehemaligen Gästehauses, als Fachwerkbau und Erneuerung des Südturmes in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts

1854-55

Ausmalung der Elisabeth-Galerie im ersten Stock des Palas durch Moritz von Schwind mit Freskenzyklen, die die Geschichte der Wartburg, den Sängerkrieg und die Elisabeth- Legende zum Thema haben

1867

Ausstattung des Festsaals im zweiten Stock des Palas

1902-06

Ausstattung des Rittersaals und der Elisabeth-Kemenate im Erdgeschoß des Palas mit Mosaiken

1923

Gründung der Wartburg-Stiftung 1953-54 Bau des Treppenhauses nördlich vom Palas

 

Eisenach, Wartburg 
 

Unter Landgraf Hermann 1. von Thüringen (11901217) hielten sich die mittelhochdeutschen Epiker Heinrich von Veldecke und Herbort von Fritzlar sowie die Dichter Walther von der Vogelweide und Wolfram von Eschenbach auf der Wartburg auf. "Der Wartburgkrieg", eine um 1260 entstandene Strophendichtung, berichtet über das Leben arn Hofe um diese Zeit. Von 1206 bis 1207 soll im Palas der Burg der legendäre Sängerwettstreit stattgefunden haben, den Richard Wagner 1845 in seiner Oper "Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg", E. T. A. Hoffmann 1811-12 in seinen Erzählungen "Die Serapionsbrüder" und Ludwig Tieck 1812-16 in seinem "Phantasus" behandelten. Die Geschichte der Wartburg ist eng verbunden mit der 1235 heiliggesprochenen Landgräfin Elisabeth (1207-31). Vom 4. Mai 1521 bis zum 1. März 1522 hielt sich Martin Luther als Junker Jörg auf der Wartburg auf und übersetzte hier das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.

(heute: Burgmuseum)

Eisenberg, Schloß Christianenburg

13. Jh.

Urkundliche Ersterwähnung einer Anlage

1677-92

Errichtung der dreistöckigen barocken Anlage nach Plänen von Johann Wilhelm Gundermann und Johann Moritz Richter d. J. für Herzog Christian von Sachsen-Gotha

1679- 1687

Bau der Schloßkirche mit barocken Stuckdekorationen, ausgeführt von den drei oberitalienischen Meistern Bartolomeo Quadri, Giovanni Caroveri und Christian Tavilli sowie Fresken und farbiger Fassung des Innenraums von Johann Oswald Harms

1681- 1707

Schloß Christianenburg Residenz des Herzogtums Sachsen-Eisenberg, danach Zugehörigkeit zu Sachsen-Altenburg

1692

Weihe der Schloßkirche

 

Eisenberg, Schloß Christianenburg 

1918

Schloß Eigentum des Thüringischen Staates

1921

Eigentum der Stadt Eisenberg

 

Eisenberg, Schloß Christianenburg 

(heute: Landratsamt)

Eisfeld, Schloß

(15 km östlich von Hildburghausen)

12. Jh.

Vermutlich erster Bau

1632

Brand der mittelalterlichen Anlage

1650

Wiederrichtung in einfacheren Formen

 

Eisfeld, Schloß 

Schloß Eisfeld ist eine unregelmäßige Baugruppe mit Bergfried und Palas, dem sogenannten Steinernen Haus.

(heute: Heimatmuseum)

Erfurt, Cyriaksburg

1480

Errichtung der Burg anstelle des Cyriaknonnenklosters mit späterer Erweiterung zu einer Zitadelle

1961-69

Nach Plänen eines Kollektivs unter der Leitung von R. Lingner Errichtung u. a.
von 13 Ausstellungshallen, Kinder- und Freilichttheater, einer Bibliothek und Gaststätten für die Internationale Gartenbauausstellung

 

Erfurt, Cyriaksburg 

(heute: In der ehemaligen Kaserne Gartenbaumuseum)

Ettersburg, Jagdschloß

(7 km nordwestlich von Weimar)

11. Jh.

Existenz eines Augustinerchorherrenstiftes

1706-22

Errichtung des barocken Jagdschlosses mit Mittelrisalit und Freitreppe zur Gartenseite für die Herzöge von Sachsen-Weimar

 

Ettersburg, Jagdschloß 

1766- 1852

Anlage des Landschaftsgartens, zuletzt  unter Mitwirkung von Fürst Hermann Pückler-Muskau und E. Petzold

1863-65

Einrichtung emer neogotischen Schloßkapelle

1919

Schloß Ettersburg Besitz des Thüringischen Staates, teilweise Nutzung als Schule

1937

Einrichtung des Konzentrationslagers Buchenwald in der Nähe des Schlosses

 

Ettersburg, Jagdschloß 

(heute: Leerstehend, Restaurierungsarbeiten)

Friedrichroda, Schloß Reinhardsbrunn

(17 km südwestlich von Gotha)

1064-89

Gründung eines Benediktinerklosters durch Graf Ludwig den Springer

1525

Zerstörung im Bauernkrieg/in der Zeit der Reformation es

 

Friedrichroda, Schloß Reinhardsbrunn 

16./ 17. Jh.

Errichtung eines Amtshaus

1827-35

Bau der heutigen Anlage durch K. A. Heideloffund G. v. Eberhard für den Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha

1857 -74

Anbau der Schloßkapelle in phantasievoller, prächtiger Neuromanik

 

Friedrichroda, Schloß Reinhardsbrunn 

Reinhardsbrunn war Hauskloster der Thüringer Landgrafen und die erste Niederlassung der Hirsauer Mönche in Mitteldeutschland. Im Inneren des viergeschossigen Hauptgebäudes mit seinen stumpfen Ecktürmen befinden sich der Ahnensaal mit Grisaillemalereien und weitere Räume mit neugotischen Dekorationen. Das Schloß wird von einem großen Landschaftspark aus der Erbauungszeit umgeben.

(heute: Hotel)

Gera, Wasserschloß Tinz

1745

Errichtung des dreigeschossigen Barockbaus mit Pilastergliederung und Mittelrisalit mit Giebeldreieck durch G. Hofmann

 

Gera, Wasserschloß Tinz 

Im Inneren befindet sich ein Treppenhaus mit Kreuzgewölben. Der Festsaal und weitere Räume zeigen Rokoko-Stuckdekorationen.

(heute: Leerstehend)

Gorsleben, Gutshaus

(5 km südwestlich von Heldrungen)

Gorsieben, Gutshaus 

18. Jh.

Errichtung des schlichten Gutshauses mit Walmdach

(heute: Wohnungen)

Gotha, Schloß Friedenstein

12. Jh.

Ursprung der später Burg Grimmenstein genannten Anlage

1217

Urkundliche Ersterwähnung der Burg

1530-41

Erweiterung und Erneuerung der Burg zur Festung

1547-48

Teilweises Schleifen der Anlage

1552-53

Wiederherstellung der Gebäude

1567

Zerstörung der Burg

 

Gotha, Schloß Friedenstein 

1641

Grimmenstein an Herzog Ernst von Sachsen-Gotha

1643-55

An Stelle der alten Burg Errichtung des ersten Barockschlosses in Thüringen durch A. Rudolphi und C. Vogel als Residenz der Herzöge von Sachsen-Gotha

1646

Einweihung der Schloßkirche

1648

Umbenennung des Schlosses In Schloß Friedenstein

1683

Bau des Schloßtheaters, des sogenannten Ekhof-Theaters

1687-97

Barocke Einrichtung des Festsaals und Umbau der Schloßkirche

 

Gotha, Schloß Friedenstein 

Der Haupttrakt der Anlage ist viergeschossig, die Seitenflügel dreigeschossig mit wiederum vierge- schossigen quadratischen Pavillons. Räume des Schlosses sind im Stil des Barock, des Rokoko und des Klassizismus ausgestattet. In der Gruft der Schloßkirche stehen die Prunksärge der gothaischen Herzöge. 1774 gründete der Schauspieler Conrad Ekhof (1720- 78) in dem nach ihm benannten Theater die erste deutsche Bühne, an der die Schauspieler fest angestellt waren. Die Bühnentechnik ist weitgehend im Originalzustand erhalten.

(heute: Museen, Theater, Historisches Staatsarchiv und Forschungsbibliothek)

Gräfentonna, Schloß

(19 km nördlich von Gotha)

16./ 17. Jh.

Bau der Vierflügelanlage unter Nutzung  älterer Teile

19. Jh.

Wiederholter Umbau

1860

Nutzung als Zuchthaus

1920

Landesstrafanstalt

 

Gräfentonna, Schloß 

Die Anlage war Stammsitz der Grafen von Tonna, die sich später nach der Burg Gleichen Grafen von Gleichen nannten.

(heute: Justizvollzugsanstalt)

Greiz, Oberes Schloß

1540

Zerstörung der Anlage durch Brand und Wiedererrichtung der unregelmäßigen Mehrflügelanlage

1547-66

Reussische Hauptresidenz eines Familienzweiges

1625

Bau des Hauptturmes über polygonalem Grundriß

1700

Ausbau des Schlosses

18. Jh.

Weiterer Ausbau

 

Greiz, Oberes Schloß 

Einige Säle des Schlosses zeigen Barock- und Rokokodekorationen.

(heute: Museum, Restaurant und Wohnungen)

Großfurra, Schloß

(4 km nordwestlich von Sondershausen)

12. Jh.

Wahrscheinlicher Ursprung der Burg

1198

Urkundliche Erwähnung der Herren von Furra

1444

Besitz der Familie von Wurmb

1600

Errichtung des Fachwerkbaus

1945

Enteignung der Familie von Wurmb

 

Großfurra, Schloß 

Von der ehemaligen Wasserburg sind noch der Rundturm und ein Anbau erhalten.

(heute: Wohnungen und Kindergarten)

Großkochberg, Schloß

(11 km nördlich von Rudolstadt)

13. Jh.

Wohnsitz der Familie von Kochberg

16./ 17. Jh.

Bau der unregelmäßigen Vierflügelanlage im Stil der Renaissance

1553

Besitzwechsel von der Familie von Kochberg an die Familie von Berlepsch

1577

Besitz der Familie von Schönfeld

 

Großkochberg, Schloß  

1730

Errichtung der barocken Wasserburg an der Stelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus

1733

Eigentum der Familie von Stein

1938

Erlöschen der Familie von Stein-Kochberg und Eigentumsübergang auf den Neffen Woldemar Graf von Schwerin

1945

Enteignung des Grafen Schwerin

 

Großkochberg, Schloß 

Im Schloßpark des 18. und 19. Jahrhunderts stehen ein Liebhabertheater von 1815 sowie Leinwand- und Badehäuschen. Als Gast des Freiherrn von Stein weilte Johann Wolfgang von Goethe häufig im Schloß.

(heute: Museum mit Goethe-Gedenkstätte und original eingerichtetes Goethe-Zimmer)

Heldburg, Veste Heldburg

(20 km südlich von Hildburghausen)

1323

Urkundliche Ersterwähnung der Anlage als castrum

1374

Nach Eigentumswechsel von den Henneberger Grafen an die Burggrafen von Nürnberg; Übergang von Heldburg, auch Fränkische Leuchte genannt, auf das Haus Wettin

1509

Fertigstellung des Heidenbaus

1561-64

Errichtung des Französischen Baus durch den weimarischen Baumeister Nicol Gromann unter Herzog Johann Friedrich

 

Heldburg, Veste Heldburg

1667

Erbauung der Schloßkirche

1826

Heldburg Eigentum des Hauses Sachsen-Meiningen

1874-95

Umfassende Erneuerung unter Herzog Georg H. von Sachsen-Meiningen

1982

Völliges Ausbrennen des Französischen Baus (Rekonstruktion geplant)

1990

Sanierung durch die Thüringisch-Bayerische Denkmalstiftung

 

Heldburg, Veste Heldburg

An der Stelle der heutigen Terrasse stand nach Norden hin der Küchenbau. Im spitzen Winkel des Kommandanten- und des Jungfernbaus befindet sich der große Treppenturm, an das Kommandantenhaus schließt sich der sogenannte Hexenturm an.

Der Französische Bau wurde als repräsentativer Wohn- und Festbau errichtet. Ihn schmücken zum Burghofhin zwei dreigeschossige mit einem Giebel über das Hauptgesims reichende Erker, die mit reicher Ornamentik überzogen sind. Die Brüstungsfelder werden dem Heldburger Bildhauer Lorentz Scharff zugeschrieben.

(heute: Ausstellungsräume, Restaurierungsarbeiten)

Heldrungen, Schloß und Festung

12. Jh.

Heldrungen Stammsitz der Familie von Heldrungen

1420

Eigentum der Grafen von Hohenstein

16. Jh.

In der ersten Hälfte des Jahrhunderts Ausbau zur Festung und zum Stützpunkt der Grafen von Mansfeld

 

Heldrungen, Schloß und Festung 
 

1645

Nach viermaliger Belagerung Einnahme durch die Schweden und Schleifen der Anlage

1664-68

Wiederaufbau nach dem Vorbild italienisch-französischer Festungsbauweise unter Herzog August von Sachsen- Weißenfels

1815

Heldrungen an Preußen

1929-32

Sicherungsarbeiten am West- und Südflügel

1974-77

Freilegen der alten Befestigungsanlage

 

Heldrungen, Schloß und Festung 

Die Gesamtanlage umfaßt über 22 ha und ist mit sternfdrmigen Bastionen und einem Erdwall befestigt. Die Festung ist ein einmaliges Beispiel einer barocken Befestigungsarchitektur in Mitteleuropa. Nach der Schlacht bei Frankenhausen 1525 wurde Thomas Müntzer hier gefangengehalten und unter Folter verhört.

(heute: Jugendherberge, Thomas-Müntzer-Gedenkstätte und Schloßcafe)

Kahla, Leuchtenburg

(16 km südlich von Jena)

12. Jh.

Besitz der Herren von Lobdeburg

1221

Urkundliche Ersterwähnung

14. Jh.

Übergang auf das Haus Wettin

1373

Zerstörung durch Brand

1552-63

Erneute Befestigung der Anlage

1699-1702

Ausbau zur starken Bergfestung

1744

Errichtung des Herrenhauses in Fachwerk am Fuße des spätromanischen Bergfrieds

1724-1871

Nutzung der Anlage als Zucht-, Armen- und Irrenhaus

19. Jh.

Starke Veränderungen an der Burg

1919Einrichtung einer Jugendherberge
 

Kahla, Leuchtenburg 

Die große rechteckige Anlage besteht aus Vor- und Hauptburg, umgeben von einer Doppelmauer. Auf der Sohle des Zwingers stehen vier geräumige runde Wehrtürme aus dem 14. Jahrhundert. Von der ältesten Burg sind der Bergfried und Reste in seiner Umgebung aus dem 12. Jahrhundert erhalten.

(heute: Gastronomie, Jugendherberge und Heimatmuseum)

Kapellendorf, Wasserburg

(7 km südwestlich von Apolda)

9. Jh.

Hölzerne Burg eines fränkischen Grafen

875

Urkundliche Ersterwähnung

1150

Errichtung der Wasserburg flir die Herren von Kapellendorf, den Burggrafen von Kirchberg bei Jena

1348

Verkauf der Burg an die Stadt Erfurt

1390

Abschluß des Ausbaus als Straßenschutzburg

16. Jh.

Umbauten der Burg

1509

Pfandweise an Sachsen

1667

Eigentum Sachsens

1691

Übergang auf Sachsen-Weimar

18./19. Jh.

Ergänzungen der Anlage

 

Kapellendorf, Wasserburg 

Die Ringmauer umschließt ein unregelmäßiges Fünfeck mit jeweils einem Turm an den Ecken davon drei als Schalentürme. Innerhalb der Ringmauer sind besonders ein flinfgeschossiger Breitwohnturm, die sogenannte Kemenate, aus dem 14. Jahrhundert und Reste der Burgküche bemerkenswert.

(heute: Burgmuseum, Gemeindeamt und Restaurant)

Kirchohmfeld, Burg Bodenstein

(4 km nördlich von Worbis)

1150

Errichtung der Anlage

1337

Verkauf der Burg durch die Familie von Hohenstein an die Familien von Wintzingerade, von Worbis und von Rusteberg

1448

Familie von Wintzingerode alleinige Besitzerin des Bodensteins

1484

Weiterer Ausbau der Burg

 

Kirchohmfeld, Burg Bodenstein
 

1688

Erneute Ergänzungen und Einrichten der Kapelle

1945

Enteignung der Familie von Wintzingerode

 

Kirchohmfeld, Burg Bodenstein 

(heute: Kirchliche Erholungs- und Begegnungsstätte)

Kromsdorf, Schloß

(4 km nordöstlich von Weimar)

1150

Urkundliche Ersterwähnung

1249

Sitz eines gleichnamigen Rittergeschlechts

1580

Anstelle einer Wasserburg Errichtung des Schlosses durch Georg Albrecht von Kromsdorf

Gegen Ende 17. Jh.

Anlegen des Gartens

1692

Besitz des Herzogs Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar

1904

Im Besitz des Kammerherrn von Conta

1945

Enteignung der Familie von Eschwege

1949

Rückgängigmachung der Enteignung

1960

Zweite Enteignung (erzwungene Kollektivierung)

 

Kromsdorf, Schloß 

Das Schloß war teilweise mit wertvollen Tapeten ausgestattet. In dem von einer Mauer eingefaßten Garten standen in Nischen ursprünglich 64 Sandsteinbüsten von Persönlichkeiten der weimarischen und der Weltgeschichte, von denen einige erhalten sind.

(heute: Gemeindeverwaltung und Bibliothek, Restaurierungsarbeiten)

Kühndorf, Johanniterburg

(21 km westlich von Suhl)

1291

Gründung der Ordenskomturei des Johanniterordens durch Graf Berthold VI. von Henneberg

1300

Errichtung der kastellartigen Burg um die Jahrhundertwende

1429

Aufgabe der Anlage als Ordenshaus

1444

Besitz der Grafen von Henneberg-Römhild

1539-1583

Umbau der Anlage als Familiensitz und Residenz

17. Jh.

Beginnender Verfall der Befestigungsanlagen

 

Kühndorf, Johanniterburg
 

1991

Eigentum der Familie von Eichborn

Die Anlage umfaßt eine Brücke und das Torhaus, eine mittelalterliche Scheune auf der ehemaligen Vorburg, fünf- bzw. sechsstöckige Wohngebäude am kleinen Burghof sowie als Wehrbaufragmente den zylindrischen Süd- und den oktogonalen Nordturm des Zwingers.

(heute: Wohnungen)

Kyffhausen, Ruine Reichsburg Kyffhäuser

(10 km nördlich von Bad Frankenhausen)

1100

Um die Jahrhundertwende Errichtung der Reichsburg, der größten deutschen Burg des Hochmittelalters, während der Sachsenkriege durch die Kaiser Heinrich IV. und Heinrich V.

1118

Zerstörung der Anlage, danach Wiederaufbau in drei durch eigene Umwehrungen und Wohnbauten selbständige Teile, die Unter-, Mittel- und Oberburg

 

Kyffhausen, Ruine Reichsburg Kyffhäuser
 

1891-96

Zerstörung des wohl wichtigsten Teils der Oberburg durch den gigantischen Bau des Kyffhäuser-Denkmals durch den Architekten Bruno Schmitz

 

Kyffhausen, Ruine Reichsburg Kyffhäuser 

Von der Unterburg sind Reste von Mauern, Toranlagen, Wohnbauten, Türmen, Kapellen und Brunnen erhalten. Das Kyffhäuser-Denkmal erstreckt sich über drei Terrassen, über denen sich ein Turm erhebt, der in 81 m Höhe die Nachbildung der Kaiserkrone trägt. Die monumentale Gestalt des erwachenden Barbarossas im Felsenhof stammt von Nikolaus Geiger. Das Reiterstandbild Kaiser Wilhelms I. schuf Emil Hundrieser.

Lauchröden, Ruine Brandenburg

(14 km nordwestlich von Eisenach)

1224

Urkundliche Ersterwähnung

12./13. Jh.

Hauptbauzeit der Anlage

 

Lauchröden, Ruine Brandenburg 

Wahrscheinlich ist die Burg in Verbindung zu bringen mit Landgraf Ludwig H. von Thüringen und der in der Nähe gelegenen Wartburg. Die Anlage war ursprünglich Sitz der Grafen von Wartberg, die sich seit 1227 von Brandenburg nannten. Von der großen, seit dem 30jährigen Krieg verfallenden Doppelburganlage, die durch Felsen und tiefe Gräben voneinander getrennt ist, sind von der westlichen Burg Mauern und ein hoher, runder Bergfried, von der östlichen ein sechseckiger, oben runder Turm und ein rechteckiger Palas oder Wohnturm erhalten.

Marksuhl, Schloß

(15 km südwestlich von Eisenach)

1587-91

Errichtung des Renaissance-Schlosses als kurzzeitige Residenz des Herzogs Johann Ernst von Sachsen-Eisenach als ursprünglich dreigeschossige Anlage mit zwei rechtwinklig aneinanderstoBenden Flügeln, an der Hofseite achteckigem Treppenturm, an der AuBenfront zwei Eckerkern

1591-96

Residenz Herzog Johann Ernsts von Sachsen

1613-16

Ausbau des Schlosses und Bau des Einfahrtstores

1714

Umbau zum Jagdschloß bei Verlust des dritten Geschosses und des Ostflügeis

1741-1744

Erneuter Ausbau durch Gottfried Heinrich Krohne für Herzog Ernst August von Sachsen- Weimar - Eisenach

1744

Abtragung des dritten Geschosses

1982-85

Rekonstruktion des abgebrochenen Turmes

 

Marksuhl, Schloß 

In den Fenstergiebeln des Erdgeschosses befinden sich Gaffköpfe. Im Inneren des Schlosses gibt es Räume mit Rokoko-Stuckdecken.

(heute: Landrats-, Gemeinde- und Forstamt und Architekturbüro)

Meiningen, Schloß Elisabethenburg

10. Jh.

Fränkisches Königsgut

1008

Wasserburg der Bischöfe von Würzburg

1432

Zerstörung der Anlage

1509-11

Wiederaufbau der Anlage im Stil der Renaissance durch Fürstbischof Lorenz von Bibra

 

Meiningen, Schloß Elisabethenburg

1682-93

Errichtung der dreistöckigen Dreiflügelanlage als barockes Schloß über E-förmigen Grundriß unter Einbeziehung des Vorgängerbaus (Nordflügei) als Residenz der Herzöge von Sachsen-Meiningen

1782-92

Anlegen des Schloßparks nach Entwürfen von C. L. Buttmann

19. Jh.

Um die Mitte des Jahrhunderts Umgestaltung des Parks nach Plänen von Peter Joseph Lenne

1983

Ausbau der Schloßkapelle zu einem Konzertsaal

 

Meiningen, Schloß Elisabethenburg 

Die Mitte des Hauptflügeis dominiert ein weit vorgezogener Mittelrisalit mit dem Treppenhaus. Die beiden Seitenflügel und der Ehrenhof sind durch einen halbkreisf6rmig ausschwingenden Rundbau miteinander verbunden. Die kunstvollen Stuckfelder der Schloßkirche im Südflügel schufen die Brüder S. und P. Rust. Mehrere Repräsentationssäle des Schlosses besitzen sehenswerte Stuckdekorationen, die u. a. von den Brüdern Lucchese geschaffen wurden.

(heute: Museen, Archiv, Musikschule, Stadtverwaltung und Restaurant)

Mihla, Graues Schloß

(13 km nördlich von Eisenach)

12. Jh.

Übergang der Lehnshoheit vom Erzbischof von Mainz auf die Thüringer Landgrafen

 

Mihla, Graues Schloß
 

13. Jh.

Belehnung der Truchsesse von Schlotheim, fortan von Mihla genannt

1399

Belehnung der Familie von Rossdorf, anschließend der Familien von Heilingen und von Wangenheim

1436

Verkauf durch Friedrich von Wangenheim an die Familie von Harstall

1536-1560

Errichtung des zweigeschossigen Baus mit je drei Giebeln an den Langseiten und einem Turm durch die Herren von Harstall

Die Herren von Harstall ließen sich in Mihla drei Herrenhäuser errichten: die beiden sogenannten Blauen Schlösser, später das Graue und das Weiße genannt, 1836 abgebrochen, sowie das Rote.

Mihla, Graues Schloß 

(heute: Wohnungen und Restaurant)

Molsdorf, Schloß

(10 km südwestlich von Erfurt)

16. Jh.

Bau eines vierflügeligen Wasserschlosses

 

Molsdorf, Schloß
 

1736

Kauf der Anlage durch Gustav Adolf Graf von Gottern

1744

Barocker Umbau unter Mitwirkung des Thüringer Baumeisters Gottfried Heinrich Krohne

1762

Verkauf des Schlosses an die Herzöge von Sachsen-Gotha

1813-14

Einrichtung eines Lazaretts

1826

Umgestaltung des Parks in einen englischen Landschaftspark

1945

Weitgehende Zerstörung der Inneneinrichtung

1963-70

Restaurierung des Schlosses

 

Molsdorf, Schloß 

Schloß Molsdorf entstand als Lustschloß für den Gothaer Hof und ist ein vollendetes Gesamtkunstwerk des Rokoko. Die Fassade des Schlosses zeigt einen reichen plastischen Schmuck. Der Mittelrisalit trägt ein Halbgeschoß und eine Attika, die Seitenrisalite Giebeldreiecke. Die Räume im Rokokostil schmücken zahlreiche Gemälde, u. a. von Antoine Pesne und lan Kupetzki. In dem 15 ha großen Park, ursprünglich im Rokokostil angelegt und Thüringisches Versailles genannt, befinden sich Teiche, Pavillons und seltene alte Bäume.

(heute: Museum und Cafe)

Ohrdruf, Schloß Ehrenstein

(14 km südlich von Gotha)

777

Weihe der Peterskirche und des Stiftes durch Lullus, Bischof von Hersfeld und Mainz

1342

Aufgabe des Stiftes durch die Augustinermönche und Übernahme der Anlage durch die Grafen von Gleichen

1463

Einzug von Karmelitermönchen in das Kloster und Einrichten einer Wohnung rur die Grafen von Gleichen

1550-90

Nach der Reformation Auflösung des Klosters und Bau der unregelmäßigen Vierflügelanlage im Stil der Renaissance durch G. und V. Kirchhof als zeitweilige Residenz der Grafen von Gleichen

1631

Nach dem Erlöschen der Grafen von Gleichen weiterer Ausbau der Anlage durch die Grafen von Hohenlohe

1870

Verkauf von Schloß Ehrenstein durch die Fürsten von Hohenlohe-Langenburg an den gothaischen Staat, fortan Nutzung als Gymnasium, Landratsamt und durch Staatsbehörden

 

Ohrdruf, Schloß Ehrenstein 

(heute: Ausbau zu einem kulturellen Zentrum mit Museum, Cafe, Gemeinschaftsräumen und Wohnungen)

Oßmannstedt, Rittergut

(6 km westlich von Apo/da)

1750

Bau des barocken Gutes

1797 bis 1803

Rittergut Eigentum von Christoph Martin Wieland, der hier an seinem vierbändigen "Aristipp" arbeitete.
Im Park des Gutes befinden sich die Gräber Wielands (gest. 1813), seiner Frau Dorothea (gest. 1801) und von Sophie Brentano (gest. 1803).

 

Oßmannstedt, Rittergut 

(heute: Gemeindeverwaltung und Gedenkstätte)

Posterstein, Burg

(23 km südwestlich von Altenburg)

1191

Urkundliche Ersterwähnung

13. Jh.

Reichslehen der Vögte von Weida 1290 Lehen des Vogtes von PIauen

 

Posterstein, Burg
 

1305

Reussisches Lehen

1442

Kauf der Burg durch die Familie Puster und weiterer Ausbau, u. a. Errichtung des Bergfrieds

16. Jh.

Um- und Neubauten der unregelmäßigen Gebäudegruppe zum Wohnschloß

1525

Verkauf der Burg durch die Familie von Ende an die Familie von Pflugk

1724

Erwerb durch die Familie von Flemming

1808

Erhöhung des Bergfrieds durch einen Kegelaufsatz

1833

Veräußerung von Posterstein an die Familie Herrmann

1945

Enteignung der Familie Herrmann

1953

Einrichtung eines Heimatmuseums

1984-91

Restaurierung der Burg

Posterstein, Burg 

(heute: Museum)

Römhild, Schloß Glücksburg

(25 km südöstlich von Meiningen)

1465

Errichtung des Schlosses

1539

Zerstörung durch Brand

1540-46

Wiederaufbau in veränderten Formen

1676-78

Barocke Erweiterung durch eh. Richter um das sogenannte Vorderschloß

 

Römhild, Schloß Glücksburg 

Die umfangreiche Anlage gruppiert sich um zwei Höfe. An der Hoffront des sogenannten Hinter-schlosses steht ein hoher Treppenturm. Einige Nebengebäude wurden in Fachwerk errichtet.

(heute: Stadtverwaltung, Bibliothek, Wohnungen und Ausstellung)

Rudolstadt, Schloß Heidecksburg

12.- 16. Jh.

Errichtung der Oberen Burg

14. Jh.

Burg Besitz der Grafen von Schwarzburg

1571

Nach der Teilung der Familie Eigentum der Linie Schwarzburg-Rudolstadt

 

Rudolstadt, Schloß Heidecksburg
 

1573

Zerstörungen der Burg durch Brand und Wiederaufbau im Renaissancestil

1735

Zerstörung durch Brand und Baubeginn der dreiflügeligen Residenz als Rokokoschloß durch J. Ch. Knöffel, fortgesetzt von Gottfried Heinrich Krohne, rur die Fürsten von Schwarzburg

1744

Bau des Südturmes mit reicher Haube und Laterne

1782-86

Weiterer Ausbau unter Leitung von P.C. Schellenschläger, vollendet durch W. Thierry

 

Aus dem Vorgängerbau wurde das festliche Spiegelkabinett übernommen. Die reichsten Prunkräume sind im Westtrakt der Festsaal und das Rote Kabinett mit Stuckarbeiten von J. P. Pedrozzi und Deckengemälden von L. Deisinger. Das Grüne Kabinett weist sehenswerte Holzskulpturen von C. A. Kändler und K. Ch. Reinthaler auf, der auch Phantasielandschaften in der Marmorgalerie schuf. Die Räume des Südtraktes wurden im 19. Jahrhundert im Stil des Rokoko, des Empire und des Biedermeier ausgestattet. Im Schloßgarten stehen ein barocker Musikpavillon aus dem 18. Jahrhundert und ein klassizistisches Tempelchen von 1798.
 

Rudolstadt, Schloß Heidecksburg 

(heute: Museen und Stadtverwaltung)

Saalfeld, Residenzschloß

1676-79

Errichtung des dreigeschossigen Barockschlosses anstelle eines Benediktiner-Klosters für Herzog Albrecht von Sachsen-Gotha

1720

Anfügung der Seitenflügel

 

Saalfeld, Residenzschloß 

Das prächtige Barockportal krönt eine wappengeschmückte Supraporte. Die Deckenfresken der Schloßkapelle schufen C. L. Castelli und die spätbarocken Stukkaturen die Brüder B. und D. Lucchese.

(heute: Landratsamt)

Schleusingen, Schloß Bertholdsburg

(12 km nördlich von Hildburghausen)

1274

Gründung der Linie der Grafen von Henneberg-Schleusingen durch Erbteilung

1286

Urkundliche Ersterwähnung der Anlage als Besitz der Grafen von Henneberg

16. Jh.

Errichtung der unregelmäßigen Vierflügelanlage im Stil der Renaissance

 

Schleusingen, Schloß Bertholdsburg
 

1583

Erlöschen der Grafen von Henneberg, Schleusingen an die Herzöge von Sachsen

 

Den Residenzbau im Süden zieren drei Ecktürme und ein Treppenturm. Neben dem Hauptturm befindet sich eine Loggia in reichen Renaissanceformen. Im Inneren befinden sich ein zweischiffiger gewölbter Raum mit Bildern aus der Herkulessage (erste Hälfte des 17. Jahrhunderts) und eine alte Küche mit Kreuzgewölben.

Schleusingen, Schloß Bertholdsburg 

(heute: Museum)

Schmalkalden, Schloß Wilhelmsburg

13. Jh.

Ursprung der hennebergischen Burg

1340

Erweiterung der Burganlage durch Graf Heinrich von Henneberg

1360-1583

Gemeinschaftliche Verwaltung der Burgdurch die Grafen von Henneberg und den Landgrafen von Hessen

16. Jh.

Beginnender Verfall der Anlage um die Mitte des Jahrhunderts

1585-90

Errichtung der rechteckigen Vierflügelanlage mit Treppentürmen in den Hofecken nach Plänen von eh. und H. Müller über den Resten der mittelalterlichen Burg für den Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Kassel

 

Schmalkalden, Schloß Wilhelmsburg
 

17. Jh.

Schwere Schäden im 30jährigen Krieg und anschließende Erneuerung

19. Jh.

Zu Beginn des Jahrhunderts teilweiser Verfall, zum Ende des Jahrhunderts Wiederherstellung in vereinfachten Formen

 

Schmalkalden, Schloß Wilhelmsburg 

Die Innenausstattung entstand unter der Leitung des Kalkarer Bildhauers Wilhelm Vernukken. Im Inneren befinden sich der riesige Bankettsaal und der kunstvoll stuckierte Weiße Saal. In der ebenfalls 1590 figürlich stuckierten Schloßkapelle mit doppelstöckigen Emporen sind erstmals Altar, Taufe, Kanzel und Orgel übereinander angeordnet. Sie gehört zu den besten Beispielen des in Deutschland nur schwach vertretenen Renaissance-Kirchenbaues.

(heute: Museum)

Schwarzburg, Schloß

(10 km südwestlich von Bad Blankenburg)

1071

Urkundliche Ersterwähnung der Residenz der Grafen von Schwarzburg als Swartinburg

15. Jh.

Aufgabe der Burg als Residenz

 

 Schwarzburg, Schloß
 

17. Jh.

Verstärkung der Anlage durch Zwinger und Wehrtürme

1699-1719

Bau des Kaisersaals

1736-44

Zerstörung durch Brand und Erneuerung als barockes Sommer- und Jagdschloß durch Fürst Friedrich Anton von Schwarzburg-Rudolstadt

1940-42

Auf Befehl der nationalsozialistischen Regierung Umbauarbeiten zu einem Reichs-Gästehof, weitgehende Zerstörung der historischen Ausstattung

 

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges glich der SchJoßkomplex durch die Umbauarbeiten von 1940 bis 1942 einer Ruine. Die Gebäude werden Zug um Zug restauriert. Der reich mit Stuckdekorationen ausgestattete Kaisersaal beherbergt eine Gemäldeserie, die ursprünglich 148 Kaiserporträts, beginnend mit Julius Cäsar, aus den Jahren 1709 bis 1719 umfaßte.

Schwarzburg, Schloß 

(heute: Kaisersaal Museum)

Schweina, Schloß Glücksbrunn

(2 km nördlich von Bad Liebenstein)

1703

Erbauung des Schlosses durch den Königlich Polnischen und Kursächsischen Hofrat Friedrich Trier

1784

Verkauf an Hermann Krause, Gotha

1794

Kauf durch Herzog Ernst II. von Gotha

1818

Übernahme durch das Sachsen-Meiningische Herzogshaus

1824

Verkauf der Anlage an Johann Christian Weiß; Einrichtung der ersten mechanischen Kammgarnspinnerei im Langen Bau

1909

Eigentum der Familie von Swaine durch Erbschaft

1945

Nutzung flir Wohnungen und öffentliche Einrichtungen

1992

Besitzübergang auf die Gemeinde Schweina, erste Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen

 

Schweina, Schloß Glücksbrunn 

(heute: Leerstehend)

Seebach, Schloß

(8 km südöstlich von Mülhausen)

11.-13. Jh.

Errichtung der Wasserburg

1501

Seebach Besitz der Familie von Berlepsch

 

Seebach, Schloß
 

19. Jh.

Aufstockung des viergeschossigen Natursteinbaus um das fünfte Geschoß in Fachwerkbauweise

1911-13

Einrichten einer Vogelschutzwarte

1945

Enteignung der Familie von Berlepsch

 

Seebach, Schloß 

(heute: Vogelschutzwarte und Wohnungen)

Sondershausen, Schloß

1533-76

Errichtung zweier Renaissancetrakte im Norden und im Osten sowie eines Turms

17./ 18. Jh.

Ausbau der Residenz des Hauses Schwarzburg-Sondershausen als prunkvolles Zeichen des barocken Absolutismus als Vierflügelanlage

 

Sondershausen, Schloß
 

1700

Bau des Südtraktes mit dem überreich stuckierten und mit hoch barocken Kolossalfiguren dekorierten Riesensaal im zweiten Obergeschoß

1770

Errichtung des Westtraktes mit dem im Stil des Rokoko stuckierten Weißen Saal

 

Die kleine Hofapotheke zwischen dem Ost- und dem Nordtrakt besitzt ein opulent stuckiertes Gewölbe von 1650. Das westlich vom Schloß gelegene sogenannte Karussell, heute als Konzertsaal genutzt, ist ein achteckiges Lustschlößchen, erbaut 1708/ 09, mit doppelten Zuschaueremporen und einem mechanisch drehbaren Erdgeschoßboden. Im Schloßpark befinden sich der Lohplatz und ein barocker Lustgarten. Am Abhang des Schloßberges stehen die klassizistische Hauptwache von 1838 und das barocke Prinzenhaus von 1724-26.

Sondershausen, Schloß 

(heute: Museum, Musikschule, Bibliothek und Restaurant)

Treffurt, Burgruine Normannstein

(24 km nordwestlich von Eisenach)

12. Jh.

Bau der Anlage

1333-36

Belagerung und Eroberung der Burg durch den Erzbischofvon Mainz, die Landgrafen von Thüringen und Hessen

1336

Besitzdrittelung

 

Treffurt, Burgruine Normannstein 

Von der Burg sind noch Reste zweier Wohntürme, des Palas und des Bergfrieds erhalten.

Waltershausen, Schloß Tenneberg

(10 km südwestlich von Gotha)

1176

Urkundliche Ersterwähnung als Burg der Thüringer Landgrafen

16. Jh.

Errichtung der vierflügeligen Renaissance-Anlage

 

Waltershausen, Schloß Tenneberg
 

An der Hofseite des Nordflügeis befindet sich ein offener Arkadengang aus dem 17 . Jahrhundert. Den Festsaal im Westflügel und die Kapelle im Südflügel entwarf vermutlich W. C. Zorn von Plobsheim um 1720. Die Deckengemälde schuf J. H. Ritter.

Waltershausen, Schloß Tenneberg 

(heute: Museum und Wohnungen, laufende Restaurierung)

Weida, Schloß Osterburg

(13 km südlich von Gera)

12. Jh.

Gründung der Burg, einer unregelmäßigen Anlage um einen eliptischen und nach Norden zu offenen Hof, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts

15. Jh.

Umgestaltung des Bergfrieds

16./ 17. Jh.

Bau des dreigeschossigen Schlosses

1717-18

Errichtung der Kapelle unter Verwendung älterer Reste und der Schloßwache

 

Weida, Schloß Osterburg 

(heute: Museum)

Weimar, Residenzschloß

975

Urkundliche Ersterwähnung der gleichnamigen Burg der Grafen von Weimar

1372

Burg und Weimar an die Wettiner und Erhebung zur Residenz

1424

Zerstörung der Burg durch Brand und Baubeginn des Schlosses an ihrer Stelle rur Herzog Wilhelm III., den Tapferen

1438

Errichtung der sogenannten Bastille

1545

Erneuerung der Bastille durch Nicol Gromann

 

Weimar, Residenzschloß
 

1618

Erneuter Brand der Anlage

1650-64

Neubau unter Leitung von J. M. Richter d. Ä.

1728-32

Barocke Bekrönung des Schloßturmes

1774

Wiederum Brandzerstörungen

1789

Wiederaufbau unter Leitung von J. A. Arens

1802

Fortsetzung der Arbeiten durch N. F. Thouret

1801-03

Klassizistische Umgestaltung des Treppenhauses, der Falkengalerie und des Großen Festsaales durch H. Gentz und Dekorierung durch F. Tieck

1832-35

Ausbau des Westflügeis unter Mitwirkung von C. W. Coudray

1834-38

Errichtung der Schloßwache zwischen Gelbem und Rotem Schloß

1913-14

Ergänzung der ursprünglichen Dreiflügelanlage um einen vierten Flügel

 

Von den Innenräumen sind weiterhin bemerkenswert das Luisenzimmer nach einem Entwurf von N. F. Thouret mit Malereien von H. Meyer und die Goethe-Galerie nach einem Entwurf von F. K. Schinkel. Im Süden des Schlosses erstreckt sich der von Johann Wolfgang von Goethe zusammen mit Gärtnern angelegte Landschaftsgarten an der Ilm. Im Park stehen Goethes Gartenhaus aus dem 17. Jahrhundert, in dem er von 1776-82 lebte und das originalgetreu eingerichtet ist, das Borkenhäuschen sowie das von Goethe entworfene Römische Haus (1791-97).

Weimar, Residenzschloß 

(heute: Museum)

Weimar, Schloß Belvedere

1724-32

Bau des Rokoko-Schlosses und der bei den symmetrischen Kavaliershäuser unter Mitwirkung von J. A. Richter und Gottfried Heinrich Krohne für die Herzöge von Sachsen-Weimar

 

Weimar, Schloß Belvedere 

Der zweigeschossige Mittelbau wird bekrönt von einem Risalit und einer Attika, darüber auf dem Dach ein Belvedere mit einer Kuppel. An den Mittelbau schließen sich zwei Verbindungsbauten mit Tordurchfahrten und zwei runde Pavillons mit kleinen Kuppeln. Der Fest- und der Speisesaal sowie die Wohnräume sind im Stil des Rokoko ausgestattet. Den ehemaligen Barockgarten von 1756 bis nach 1758 gestalteten u. a. nach 1776 Johann Wolfgang von Goethe, von 1806-30 J. K. Sckell und von 184353 Fürst Hermann von Pück1er-Muskau in einen englischen Landschaftspark um. In ihm befinden sich die Orangerie, das Heckentheater von 1823, Grotten und eine nachgebaute romantische Ruine von 1818.
 

Weimar, Schloß Belvedere 

(heute: Leerstehend, sonst Museum. Restaurierung geplant)

Weimar, Schloß Tiefurt

1781

Umgestaltung eines Pächterhauses zu einem barocken Kammergut als Sommersitz rur Herzogin Anna Amalia

 

Weimar, Schloß Tiefurt 

Die Ausstattung des Schlosses aus der Zeit zwischen 1760 und 1850 ist nahezu komplett erhalten. Der Kleine Park entlang der 11m birgt zahlreiche Bildwerke und Zeugnisse aus der Goethe-Zeit.

(heute: Museum)

Weimar, Wittumspalais

1767

Errichtung des zweigeschossigen Barockgebäudes

ab 1775

Herzogin Anna Amalia von Sachsen-Weimar bewohnt das Palais als Witwensitz

 

Mehrere Räume sind im Stil der Goethe-Zeit eingerichtet. Das Deckengemälde im Grünen Salon schuf F. A. Oeser. Gemälde von Anton Graff und der Malerfamilie Tischbein sowie Porträtplastiken erinnern an die Tafelrunde der Herzogin. 1963 wurde im Osttrakt des Palais ein Wieland-Museum eingerichtet.

Weimar, Wittumspalais 

(heute: Museum)

Weißensee, Runneburg

(7 km nordwestlich von Sömmerda)

11. Jh.

Gründung der Burganlage

1100

Erste steinerne Bauten

1168

Ausbau der Burg zu einer Residenz der Landgrafen von Thüringen durch Landgräfin Jutta Claricia, Schwester des Kaisers Barbarossa, Gemahlin Ludwigs H. Landgraf von Thüringen

1200-20

Weiterer Ausbau zu einer prachtvollen, pfalzartigen Anlage, Aufstockung des Palas, Errichtung der hofseitigen Palasanbauten, Neubau des Burghofes

1260-80

Umbauten unter den Wettinern

14. Jh.

Einwölbung des Palas

1578

Erweiterungsbau zum Witwensitz der sächsischen Kurfürsten

1600

Bau des Torhauses

1738

Errichtung des Wagenhauses ("Fürstenhauses")

1809

Abtragung des Torturmes

1815

Errichtung eines Amtsgerichts auf der Runneburg

1890

Bau des Landratsamtes auf dem Gelände der Burg

1890-1950

Sitz der Kreisverwaltung Weißensee

1952-78

Nutzung der Gebäude durch die Volksbildung

1988

Beginn archäologischer Ausgrabungen und bautlistorischer Untersuchungen

1990

Gründung des Vereins zur Rettung und Erhaltung der Runneburg in Weißensee/ Thür. e. V., Sitz der Landesgruppe Thüringen der Deutschen Burgenvereinigung e. V.

 

Weißensee, Runneburg 

(heute: Teilweise Ausstellungsräume, Historisches Archiv, laufende Restaurierungsarbeiten)

Wilhelmsthal, Schloß

(8 km südlich von Eisenach)

1712

Baubeginn der weitläufigen Schloßanlage unter Herzog Johann-Wilhelm von Sachsen-Eisenach

 

Wilhelmsthal, Schloß
 

1741

Änderung der Anlage und neue Innendekoration durch Gottfried Heinrich Krohne

1850

Erweiterung der Baugruppe

1909

Erneute Erweiterungen

 

Um eine Parkstraße gruppieren sich schlichte barocke und klassizistische Gebäude. Zwischen 1716 und 1725 fanden hier diverse Uraufführungen von Serenaden Georg Philipp Telemanns statt. Die ehemals barocke Gartenanlage wurde um 1800 in einen englischen Landschaftspark umgewandelt. Johann Wolfgang von Goethe, der auch an der Umgestaltung des Parks teil hatte, weilte wiederholt in dem Schloß und arbeitete hier an "Wilhelm Meister". Es wird vermutet, daß der Park in seinem Roman "Die Wahlverwandtschaften" vorkommt.

Wilhelmsthal, Schloß 

(heute: Überwiegend leerstehend, vereinzelt Wohnungen)

Wolkramshausen, Schloß Hue de Grais

(12 km südlich von Nordhausen)

1680

Errichtung des Barockschlosses

 

Fresken, Gobelins, Delfter Kacheln und venezianische Kronleuchter zählen zur kostbaren Barockausstattung aus der Zeit um 1720.

Wolkramshausen, Schloß Hue de Grais 

(heute: Standesamt der Verwaltungsgemeinschaft Hainleite, Rechtsanwaltskanzlei;
Park und Herrenhaus sind nach Voranmeldung zu besichtigen)

Quelle:

Sobotka, Bruno J. (Hrsg.): Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Thüringen. 1995.
(Veröffentlichung der Deutschen Burgenvereinigung e.V., Reihe C), Fotos: Jürgen Strrauss

Letzte Aktualisierung ( 02. 10. 2014 )
 
< zurück   weiter >
Nach oben
Nach oben