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25. 03. 2017
Thüringer Wald und Südthüringen
 

Der Thüringer Wald und Südthüringen ist ein NW-SO-gestrecktes Horstgebirge, ein in der Kreidezeit und im Tertiär emporgehobener Span zwischen zwei Verwerfungen.
Im Oberkarbon wurden Sättel und Mulden SW-NO-ausgerichtet aufgefaltet: von SO nach NW der Schwarzburger Sattel, die Oberhöfer Mulde, der Ruhlaer Sattel und die Eisenacher Mulde. Die Sättel bildeten damals Bergzüge, die im Oberkarbon/Perm abgetragen, und die Mulden damit aufgefüllt wurden. Der Verwitterungsschutt und vulkanische Lavagesteine und Tuffe bilden eine mehrere hundert Meter mächtige Schichtfolge. Nach Abtragung des Varistischen Gebirges am Ende des Rotliegenden, Absenkung und Überflutung, begann eine neue Sedimentation mit einer wie vom beidseitigen Vorland bekannten Schichtenfolge.
Während der Kreidezeit und des Tertiärs wurde der heutige Thüringer Wald als Horstscholle zwischen den Verwerfungszonen an seinen Grenzen in NO und SW um einige hundert Meter herausgehoben, auf ihm die jüngeren Schichten abgetragen und damit das varistisch gefaltete Grundgebirge mit seinen Sätteln und Mulden wieder freigelegt. Erst in geologisch jüngster Zeit, dennoch seit mehreren Millionen Jahren, modellieren Bäche und Flüsse die landschaftsprägenden Täler in die gehobene Scholle ein.

 

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