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16. 08. 2017
Thüringisch-Vogtländisches Schiefergebirge
 

Das Thüringisch-Vogtländische Schiefergebirge schließt sich östlich an den Thüringer Wald an, im O folgt das Erzgebirge.
Es ist eine im S stärker angehobene Tafel, die flach nach NW geneigt ist, nach S ohne geologische Grenze in den Frankenwald und das Fichtelgebirge übergeht.
Die mächtige, recht differenzierte Schichtenfolge aus Gestein und Versteinerungen sandig-toniger Sedimente mit Einlagerungen wurden besonders im Zuge der Varistischen Gebirgsbildung analog dem Thüringer Wald zu mehreren Sätteln und Mulden gefaltet: von W nach O der Schwarzburger Sattel, die Ziegenrücker Mulde, der Ostthüringer (Bergaer) Sattel und die Vogtländische Mulde.
Die Gesteine selbst wurden bei der Gebirgsbildung geschiefert, d. h. sie erhielten durch den Gebirgsdruck eine ebene Spaltbarkeit und wurden zu Tonschiefer verfestigt.
Der Gesteinsschutt des Rotliegenden aus erneuter Abtragung des Gebirges wurde weiter verfrachtet und ist im Schiefergebirge nur an wenigen Stellen zu finden. Höhenrücken wurden zu dieser Zeit bis auf geringe Felsklippen abgetragen und das ganze Gebiet eingeebnet. Das eindringende Zechsteinmeer konnte so die Schichten des Buntsandsteins (Reste bei Steinheid) und Muschelkalks (Reste bei Greiz) ablagern.
In der Kreidezeit und im Tertiär wiederholte sich der Prozess von Anhebung bis Einebnung im Ganzen. Die flache Ebene im Tertiär legte die Kerne der Sättel und Mulden des Varistischen Gebirges frei.
Die Kippung der Platte vom Südteil aus führte am Ende der Braunkohlenzeit zu tiefen Taleinschnitten durch die Flüsse. Beherrschend blieb der Gesamtcharakter einer abgeflachten Hochebene.

 

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