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29. 03. 2017
Geschichte Erfurts PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
26. 06. 2006
Beitragsinhalt
Überblick
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741 - 1000
1001 - 1200
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1301 - 1400
1401 - 1500
1501 - 1600
1601 - 1700
1701 - 1800
1801 - 1850
1851 - 1900
1901 - 1950
1951 - 2000
2001 - 2050
Dank, Quellen
2001 - 2050

2001

(15.Februar) Als Druckereimuseum und Schaudepot wird der vom Sparkassenverband Hessen-Thüringen sanierte „Benary-Speicher“ an die Stadt Erfurt übergeben. Unter anderem ist in dem Depot die Kunstsammlung der Familie Kämmerer, die Hans-Helmut Kämmerer 1996 der Stadt geschenkt hat, zu sehen. Auch die älteste Lithographen- und Linoldruckpresse aus dem Jahre 1869, ein Geschenk des Erfurter Kunstdruckers Ernst August Zimmermann an das Stadtmuseum, kann bewundert werden.

2001

(20.Februar) Hinter einem Fenster der Frauenklinik verbirgt sich die erste Babyklappe in den neuen Bundesländern; sie trägt den Namen „Babykorb“. Mütter in Not können dort ihr neugeborenes Kind anonym abgeben.

2001

(2.April) Übergabe des Straßennetzes im Brühl. Nun kann durch die Maximilian-Welsch-, die Bonemilch-, die Cusanus- und die Warsbergstraße gefahren, und damit der Weg zwischen Benaryplatz und Domplatz verkürzt werden.

2001

(23.Mai) Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Erfahren – verändern – beharren. Dorfleben und Dorfkultur im 19. Jahrhundert“ im Museum für Thüringer Volkskunde.

2001

Justizzentrum
Justizzentrum in der Rudolfstraße

(8.Juni) Eröffnung des neuen Justizzentrums im Brühl in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bundesarbeitsgericht durch den thüringischen Justizminister, Andreas Birkmann. In den nächsten Tagen werden die Staatsanwaltschaft, das Amtsgericht mit Grundbuchamt und Registergericht sowie das Landessozial- und das Landesarbeitsgericht in das neue Gebäude ziehen.

2001

(12.Juli) Dr. Wolfgang Bergsdorf wird für sechs Jahre zum ersten Präsidenten der Erfurter Universität gewählt. Damit ist die Gründungsphase der Universität abgeschlossen.

2001

(18.August) Inbetriebnahme der neuen 1,6 km langen Stadtbahnstrecke zur Messe Erfurt AG.

2001

(24.August) Einweihung des neuen Gebäudekomplexes des Christophoruswerkes gGmbH am Ringelberg. Hier werden 180 behinderte Menschen einen Arbeitsplatz in Produktionsbereichen wie der Holzverarbeitung und dem Möbelbau sowie in Dienstleistungsbereichen finden. Angegliedert ist auch ein Förderbereich mit 24 Betreuungsplätzen.

2001

(27.August) Das Binderslebener Knie wird offiziell dem Verkehr übergeben. Mit der Freigabe findet eine vor 25 Jahren angedachte und begonnene Lösung ihre Vollendung. Zusammen mit den Kosten zur tiefbaulichen Herstellung der Heinrichstraße belaufen sich die Kosten auf rund 16,8 Millionen DM (8,4 Mio.€). In Nord-Süd-Richtung können 78 Meter unter einer Brücke durchfahren werden.


Binderslebener KnieBinderslebener Knie

2001

(1.Oktober) Militärappell der vier Wehrbereichskommandos der Bundeswehr aus Kiel, Mainz, München und Erfurt auf dem Petersberg. Mit diesem Appell unterstellt Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping alle vier Wehrbereichskommandos (WBK) der neuen Streitkräftebasis und ist somit einer der entscheidenden Schritte der Bundeswehrreform. Das Kommando Erfurt, zuständig für die neuen Bundesländer, ist dabei die einzige wirkliche Neugründung.

2001

(5.Oktober) Den diesjährigen Kulturpreis der Stadt Erfurt erhält der Graphikdrucker Ernst August Zimmermann. Er unterhält neben seiner künstlerischen Arbeit gemeinsam mit seiner Frau die „e.a.“-Grafik-Galerie im „Haus zum grauen Böcken“. Der von ihm gegründete Verein GrafikArt hat sich dem Erhalt alter Drucktechniken verschrieben und weist bei Stadtfesten mit der „Grafik-Schöppe“ auf diese öffentlich hin.

2001

(8.November) Die Stadt Erfurt erhält den Bundespreis für das in der Stadt eingerichtete Parkleitsystem, das es insbesondere Ortsfremden leicht macht.

2001

(14.November) Das Stadtmuseum erhält von der Sparkasse Erfurt die größte Sammlung von Erfurter Münz- und Medaillenprägungen als Dauerleihgabe. Sie umfasst etwa 900 Stück und ist Ergebnis der mehr als 40 Jahre betriebenen Forschungs- und Sammlertätigkeit des im Dezember 2000 verstorbenen thüringischen Numismatikers Gerd Behr.

2001

Straßenbahnlinie zum Gothaer Platz(23.November) Für die Stadtbahn wird ein neuer Streckenabschnitt von 1,1 km in Betrieb genommen. Die Stadtbahn fährt wieder südlich am Dom vorbei und durch das Brühl. Schon 1899 war der Bahnverkehr zwischen dem Domplatz und dem Benaryplatz aufgenommen worden. 1978 wurde der Verkehr zugunsten der Verbindung zu den im Norden der Stadt liegenden neuen Wohngebieten eingestellt. Nach Inkrafttreten des neuen Fahrplans fährt die Linie 4 von der Thüringenhalle durchs Brühl zum Hauptfriedhof.

2001

(12.Dezember) Offizielle Beendigung des „Urban“-Projektes in der Krämpfervorstadt. Innerhalb von sieben Jahren sind 260 Einzelprojekte verwirklicht worden. Das Projekt, aus EU-Geldern finanziert, hat 34 Millionen DM (17 Mio.€) gekostet. Die Stadt trug 25 % der Kosten selbst.

2001

(12.Dezember) Unterzeichnung des Vetrags, aufgrund dessen die Bibliotheca Amploniana und weitere historische Bibliotheksbestände als Dauerleihgabe der Stadt Erfurt an die Universität übergeben werden.

2001

Eisschnelllaufhalle(21.Dezember) Offizielle Eröffnung der neuen Eisschnelllaufhalle. Neben dem Ministerpräsidenten Thüringens, Bernhard Vogel, nimmt auch der Bundesinnenminister teil. Bei der Eröffnung erhält die Sportstätte den Namen „Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle“.

2002

(27.Februar) Der Stadtrat beschließt mehrheitlich die Schließung der Sparten „Schauspiel“ und „Junges Theater“. Das Theater wird sich zukünftig auf das Musiktheater und das Konzertwesen konzentrieren. Die Anzahl der Mitarbeiter aus dem künstlerischen Bereich und der Verwaltung sowie der technischen Mitarbeiter wird von 380 auf 300 reduziert. Für das Publikum soll die Theatervielfalt erhalten bleiben: Schauspiel, Ballett und Tanztheater sollen „eingekauft“ werden.

2002

Offizielle Wiedereröffnung des Augustinerklosters nach umfangreichen Umbau- und Renovierungsarbeiten.

2002

(2.April) Die Michaeliskirche wird mit einem kleinen Festakt und der Enthüllung einer entsprechenden Tafel offiziell Universitätskirche. Bereits am 10. September 2001 hatte der Parochialverband als Eigentümer der Kirche nach Abstimmung mit der Universität Erfurt, der Propstei Erfurt-Nordhausen und dem Bistum Erfurt der Benennung zugestimmt.

2002

(26.April) Erfurt erlebt den schrecklichsten Tag in seiner Geschichte seit Ende des 2. Weltkrieges. Gegen elf Uhr erschießt ein ehemaliger Schüler im Gutenberg-Gymnasium 16 Menschen ( neun Lehrerinnen, vier Lehrer, eine Schülerin und einen Schüler der achten Klasse sowie einen Polizisten). Anschließend tötet er sich selbst. 16 Personen werden verletzt, viele von ihnen müssen in Krankenhäuser gebracht werden.
Viele Schüler der Schule sind Augenzeugen der schrecklichen Tat. Lehrer und Schüler flüchten aus dem Gebäude. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei sichert Raum für Raum in der Schule. Es dauert Stunden, bis die letzten 180 Schüler die Schule verlassen können. Viele Erfurter kommen zur Schule, um nach ihren Kindern und Angehörigen zu fragen. Die Kinder werden auf einen nahe gelegenen Sportplatz gebracht, wo sie psychologisch und medizinisch betreut werden.
Die Stadt steht unter Schock. In der gesamten Bundesrepublik Deutschland und auch im Ausland ist man über diese unfassbare Tat eines 19-jährigen entsetzt.
Viele Erfurter kommen am Abend zur Schule, zünden Kerzen an und legen Blumen nieder, um ihre Trauer und Anteilnahme auszudrücken. Die Stadt sagt alle Veranstaltungen für die nächsten Tage ab. Um 20 Uhr findet in der nahegelegenen Andreaskirche ein Trauergottesdienst statt. Um 21 Uhr läuten alle Kirchenglocken der Stadt. Im Rathaus werden Kondolenzbücher ausgelegt, die Flaggen werden auf Halbmast gesetzt.

2002

(26.April bis 3.Mai) Diese Woche ist geprägt von Trauer, Mitgefühl, aber auch von Ratlosigkeit und Zorn.
Das Rathaus steht am Wochenende allen – Schülern, Lehrern, den Angehörigen der Opfer und den Bürgern – offen, die das Gespräch suchen und Hilfe brauchen. Die Schlange derer, die sich ins Kondolenzbuch der Stadt eintragen wollen, reißt nicht ab. Für das Wochenende werden in der Stadt die Veranstaltungen abgesagt. Am Sonnabend versammeln sich über 4.000 Menschen zu einem ökumenischen Gottesdienst im Dom. Am Montag, dem 29. April, um 11:05 Uhr, dem Zeitpunkt des Eingangs des ersten Anrufes am Tattag bei der Erfurter Polizei, wird eine landesweite Schweigeminute abgehalten. Auch am 1. Mai gibt es anstelle der sonst üblichen Demonstrationen einen Trauermarsch zum Gedenken an die Opfer. In zahlreichen Städten der Bundesrepublik gibt es Trauergottesdienste, liegen Kondolenzbücher aus, Erschütterung und Trauer über die schreckliche Bluttat am Gutenberg-Gymnasium herrscht in vielen Teilen der Welt.
Am Freitag, dem 3. Mai, eine Woche nach der grauenvollen Tat, findet auf dem Domplatz die Trauerfeier mit anschließendem Gottesdienst für die Ermordeten statt.
Rund 100.000 Menschen, die Hinterbliebenen und Angehörigen, Schüler und Lehrer des Gymnasiums, zahlreiche Vertreter aus der Politik, auch aus dem Ausland, die Bevölkerung der Stadt Erfurt und Schüler aus vielen Schulen Thüringens nehmen Abschied von den Toten.

2002

Japanischer Garten auf der ega(5.Mai) Auf der ega wird der japanische Garten, eines der vorerst letzten großen Bauvorhaben nach dem Rosengarten, dem Aussichtsturm und dem Haupteingang, eröffnet. Auf einer Fläche von 7.000 m² können exotische Pflanzen, Fels- und Wasserspiele und vieles mehr besichtigt werden.

2002

(8.Mai) Einweihung der neuen Teile des katholischen Alten- und Pflegeheimes „Karolinenstift“ in der Pilse. In der Einrichtung können nun 60 Bewohner Aufnahme finden. Gleichzeitig sind 17 Wohnungen für ältere Menschen entstanden, die die Leistungen des Karolinenstiftes in Anspruch nehmen können. Die Umbauarbeiten und der Ersatzneubau begannen 1999.

2002

(11.Mai) Eröffnung der Landeskunstausstellung „KUNSTSTOFF“. 121 Künstler aus Thüringen sind mit insgesamt 200 Arbeiten beteiligt. Gezeigt werden die Arbeiten in der Kunsthalle am Fischmarkt, im Collegium maius, im Kulturhof Krönbacken in der Michaelisstraße und in der Barfüßerkirche. Es ist die erste Landeskunstausstellung nach 1947. Zur Ausstellung erscheint der Katalog „kunststoff“.

2002

(17.Mai) Unter 129 Städten, die sich am bundesweiten Wettbewerb „Leben in historischen Innenstädten und Ortskernen – Zukunft für urbane Zentren und Räume“ beteiligt haben, werden durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz die besten Arbeiten ausgewählt. Neben Berlin, Görlitz, Halberstadt, Luckau, Lübeck, Stralsund und Wismar konnte auch Erfurt mit Gold geehrt werden.

2002

(2.Juni) Feierliche Verabschiedung des Generalintendanten des Erfurter Theaters in den Ruhestand. 11 Jahre lang hatte der jetzt 70-jährige Dietrich Taube die Leitung des Theaters inne. 17 Inszenierungen haben in dieser Zeit seine Handschrift getragen. Zu seinen großen Verdiensten gehören die Wiederbelebung der Domstufenfestspiele, bei deren Spielplangestaltung er ganz bewusst alle Theatersparten berücksichtigt hat.

2002

(7. bis 9.Juni) 10. Thüringer Schultheatertage in der „Schotte“. 170 theaterbegeisterte Mädchen und Jungen zeigen ihre Inszenierungen. Außerdem finden elf Workshops unter professioneller Anleitung statt. Jede der zehn teilnehmenden Gruppen hat von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen einen Förderpreis in Höhe von 1.000 Euro erhalten.

2002

(23.August) Offizielle Eröffnung des Gastro-Bildungswerkes am neuen Standort Witterdaer Weg. Fünf Millionen Euro wurden in den Neubau investiert. Jährlich werden in der Einrichtung etwa 520 Fachkräfte für das Hotel- und Gaststättengewerbe ausgebildet. Hinzu kommen 1.200 Qualifikationen und Weiterbildungen.

2002

(31.August bis 8.September) Auf dem Petersberg wird mit der Übergabe des Ravelin Peter an die Öffentlichkeit feierlich die Denkmalwoche eröffnet.

2002

"Zur Hohen Lilie" am Domplatz(9.September) Wiedereröffnung der „Hohen Lilie“, eines der ältesten Gästehäuser in Europa, am Domplatz nach elf Jahren Betriebsruhe. Das Gasthaus ist erstmals 1341 erwähnt worden. In den letzten zwei Jahren wurde das Gebäude aufwendig saniert und modernisiert.

2002

(2.Oktober) Das neue Reisezentrum im Erfurter Hauptbahnhof wird in Betrieb genommen. Es ist die erste Einrichtung des neuen ICE-Verkehrsknotenpunktes. Der Hauptbahnhof soll bis zum Jahre 2006 mit Mitteln des Bundes, des Landes und der Stadt in Höhe von 90 Mio. Euro vollständig umgebaut werden. Die Stadt hat allein in diesem Jahr für die Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes einschließlich des neuen Busbahnhofs und der Sanierung der Bahnhofstraße 17 Mio. Euro ausgegeben.


HauptbahnhofBusbahnhof

2002

(29.Oktober) Die Stadt Erfurt erhält bei einem Wettbewerb der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und des Bundesbauministeriums zum zweiten Mal eine Goldplakette für lebendigen Umgang mit der Altstadt. 129 Städte aus dem gesamten Bundesgebiet hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt. Acht von ihnen erhalten eine Goldmedaille.

2002

(7./8.November) Der 1. Erfurter Wirtschaftskongress „erwicon“ findet statt. Die Stadt will damit Investoren auf ihre Standortqualitäten aufmerksam machen. 235 Teilnehmer aus Deutschland, Norwegen, Großbritannien, Litauen und Polen haben zugesagt.

2002

(19.November) Der Vertrag zur Eingliederung der Theologischen Fakultät in die Universität Erfurt wird unterzeichnet. Er wird zum 1. Januar 2003 wirksam.

2002

(21.November) Der Stadtrat stimmt dem Verkauf der städtischen Klinikanteile (49 %) an die Helios-Klinikum GmbH zu. Damit fließen 23,24 Mio. € in die Stadtkasse.

2003

(1.Januar) Die Theologische Fakultät wird nach Zustimmung durch den Thüringer Landtag in die Universität Erfurt integriert. Nach jahrelangen Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl war im November 2002 ein Staatsvetrag über die Eingliederung der einzigen katholischen Hochschule in den neuen Bundesländern geschlossen worden. Der Festakt zur Eingliederung der Katholischen Fakultät in die Erfurter Universität findet am 21. Mai 2003 statt. Vor 51 Jahren (1952) war die Theologische Fakultät als Philosophisch-Theologisches Studium gegründet worden. Es ist die einzige katholische Fakultät, die zwischen Breslau und Fulda ein Vollstudium anbietet.

2003

(30.Januar) Die Sondersammlungen der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha, Dauerleihgabe der Stadt Erfurt an die Universität, werden im Gebäude der Universitätsbibliothek feierlich eröffnet. Bereits seit Oktober 2002 ist nach Voranmeldung die Benutzung im Sonderlesesaal möglich. Den Kern der Sondersammlungen bildet die berühmte Bibliotheca Amploniana.

2003

(1.Februar) Umzug der Frauenklinik und der Kinderklinik in das neue Frau-Mutter-Kind-Zentrum in der Nordhäuser Straße.

2003

(1.März) Umzug der letzten und kleinsten Außenklinik, der Orthopädie, auf das Gelände des Klinikums in die Nordhäuser Straße. Die Klinik war 58 Jahre in dem 1878 errichteten Gebäude untergebracht. Jetzt fällt das Gebäude der Stadt Erfurt zu.

2003

(21.März) Festakademie zum Auftakt des Meister-Eckhart-Gedenkens 2003 in der Aula des Evangelischen Ratsgymnasiums, dessen Gebäude zu den Baulichkeiten des ehemaligen Predigerklosters gehört.

2003

(26.April) 1. Jahresgedenkfeier für die Opfer des Massakers am Gutenberg-Gymnasium. Um 10 Uhr findet am Gutenberg-Gymnasium eine Kranzniederlegung statt. Zu Beginn der Trauerfeier auf dem Domplatz läuten um 10:53 Uhr die Glocken aller Erfurter Kirchen. Zu diesem Zeitpunkt ein Jahr zuvor hatte ein ehemaliger Schüler der Schule seinen Amoklauf begonnen und binnen weniger Minuten 16 Menschen und anschließend sich selbst getötet. Seit dem 1. April 2003 ist im Bundesarbeitsgericht eine Ausstellung zu sehen, die eine Auswahl aus den 2003 in Erfurt eingegangenen Kondolenzschreiben und -gaben zeigt und dem Gedenken an die Opfer dienen soll.

2003

Schauspielhaus 2008(14.Juni) Letzte Vorstellung des Erfurter Schauspiels. Als Bestandteil des Erfurter Theaters verabschiedet es sich von seinem Publikum. Die Vorstellung ist restlos ausverkauft. Im Anschluss laden die Künstler das Publikum zu einer gemeinsamen Abschiedsfeier ein.

2003

(5.Juli) Erfolgreiche Premiere von „Friedenstag“ von Richard Strauss auf den Erfurter Domstufen. Mit der Inszenierung stellt sich der neue Intendant des Erfurter Theaters, Guy Montavon, den Erfurtern erstmals als Regisseur vor.

2003

(14.Juli) Grundsteinlegung zu dem umstrittenen Fünf-Sterne-Hotel im Brühl. In dem Hotel soll auch das thüringische Spielkasino seinen Platz finden.

2003

(20.Juli) Die Domstufenfestspiele und das Sommertheater in der Barfüßerruine gehen zu Ende. Die 14 umjubelten Vorstellungen der Initiative „Neues Schauspiel“ von „Was Ihr wollt“ waren ausverkauft. Zu den Domstufenfestspielen sind 20.000 Opernfreunde gekommen.

2003

Katholisches Krankenhaus(17.August) „Tag der offenen Tür“ im neuen Katholischen Krankenhaus St. Nepomuk an der Haarbergstraße. Über 28.000 Besucher nutzen die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Krankenhauses kennenzulernen. Die offizielle Einweihung findet am 22. August statt. Der Umzug der Klinik von der Puschkinstraße wird am 30. August erfolgen. Für die 460 Patienten stehen 560 Mitarbeiter zur Verfügung. Einen Wermutstropfen der dem Neubau beigemengt ist, bedeuten die Entlassungen beim klinischen Hauspersonal und bei den Handwerkern.

2003

(26.August) Im Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“, an dem 29 Städte teilgenommen haben, kann Erfurt eine Silbermedaille gewinnen.Außerdem erhält Erfurt einen der drei Sonderpreise, den vom Naturschutzbund Nabu ausgelobten Preis „Natur in der Stadt“.
Aus Geldmangel wird die Stadt im Wettbewerb des Jahres 2004 nicht antreten.

2003

Neues Theater (Oper)(12.September) Einweihung des neuen Theaterbaus, des in Europa ersten Theaterneubaus des 21. Jahrhunderts. Am 14. September findet die offizielle Premiere mit der eigens von Peter Aderhold für die Eröffnung komponierten Oper „Luther“ statt. Der große Saal bietet 800 Zuschauern Platz und die Studiobühne kann 200 Zuschauer fassen.
Die Eröffnung hat auch einen bitteren Beigeschmack, wurden doch die Sparte Schauspiel und das Kinder- und Jugendtheater abgewickelt und die Fusion mit dem Deutschen Nationaltheater in Weimar ist gescheitert.

2003

(22.September) Beginn einer schon seit längerem vorbereiteten Kampagne gegen den Schmutz in der Stadt. Nach einer vierwöchigen Anlaufzeit sollen diejenigen, die zur Verschmutzung beitragen und erwischt werden, mit Geldbußen von 20 bis 50 Euro zur Kasse gebeten werden.

2003

(27.September) 60 Jahre, nachdem es in Erfurt letztmals erklungen ist, wird ein bedeutendes Werk der Kirchenmusik, das hier entstanden ist, erstmals wieder in der Stadt aufgeführt. Prof. George Alexander Albrecht dirigiert in der Severi-Kirche das in den Jahren 1923 bis 1925 entstandene Requiem (1875-1935).

2003

(2.Oktober) Den Kulturpreis der Stadt Erfurt, der 1997 erstmals vergeben worden ist, erhält in diesem Jahr Prof. Gert Frischmuth für sein Lebenswerk als insgesamt vierter Preisträger. Der in ganz Deutschland wie in vielen anderen Ländern geschätzte Dirigent war von 1988 bis 1997 Chefdirigent des Leipziger Rundfunkorchesters bzw. des Chors des Mitteldeutschen Rundfunks. Seit vielen Jahren ist er der Leiter des Erfurter Männerchors 1890.

2003

(10.November)Die Stiftung Augustinerkloster unter der Obhut der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn wird ins Leben gerufen. Die Stiftung, die auf Dauer angelegt ist, macht sich außer dem laufenden Bauerhalt die Wiedererrichtung der 1945 zerstörten Bibliothek und der Waidhäuser auf dem Areal des Augustinerklosters zur Aufgabe.

2004

(12.Februar) Die Deutsche Post gibt eine Dauerbriefmarke, die als Motiv den Erfurter Dom zeigt, heraus (Nominalwert 5 Cent) und ist von einem Bremer Graphikerehepaar gestaltet worden.

2004

(3.März) Die thüringische Finanzministerin, Birgit Dietzel, übergibt dem Leiter des Pierre-de-Coupertin-Sportgymnasiums, Klaus Böttner, symbolisch die Schlüssel. Somit können alle Einrichtungen der Schule uneingeschränkt genutzt werden.

2004

(7.April) Bei Bauarbeiten im Brühl wird ein Massengrab entdeckt. Es birgt die sterblichen Überreste von 120 Soldaten der Armee Napoleons, die im Jahre 1813 in Erfurter Lazaretten starben. Sie werden am 16. Juni 2004 mit militärischen Ehren und in Anwesenheit des französischen Botschafters auf dem Hauptfriedhof beigesetzt.

2004

(23.April) Im Coelicum wird das Bonifatius-Gedenkjahr eröffnet.

2004

(Mitte Mai) Der Abbruch der Martinskaserne, die dem Bau von Stadtvillen weichen muss, beginnt.

2004

(3.Juni) Bindersleben beginnt die Feierlichkeiten zum 900-jährigen Bestehen. Im Rahmen der Kirmes wird am 5. Juni 2004 die Jubiläumsfeier zum 900-jährigen Bestehen von Kerspleben offiziell eröffnet. Aus Anlass des Jubiläums erscheint eine 160-seitige Ortschronik. Am 2. Juli beginnen die Feierlichkeiten zum 900-jährigen Bestehen von Linderbach, am 21. August begeht Hochstedt die 900-jährige Wiederkehr der Ersterwähnung – auch eine umfängliche Darstellung der Dorfgeschichte erscheint-, am 27. August feiert Bischleben 1130-jähriges, Stedten 810-jähriges und Gottstedt 900-jähriges, am 12. September führt Töttelstädt Veranstaltungen anlässlich des 900-jährigen Bestehens durch.

2004

Bismarck-Haus Anger 33
Das Bismarck-Haus Anger 33 (5)

(4.Juni) Das Bismarck-Haus Anger 33 erhält seinen „Namensgeber“ zurück: Eine von dem Erfurter Künstler Paschold geschaffene zwei Meter hohe und aus Bronze gegossene Bismarck-Statue wird an der Gebäudefassade montiert. Bei der Enthüllung am 5. Juni ist auch Ferdinand Fürst Bismarck, Urenkel des Reichskanzlers, anwesend.

2004

(5.Juni) Im Rathausfestsaal endet mit einer Festsitzung die Feier des 250-jährigen Jubiläums der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt.

2004

(27.Juni) Bei einer Wahlbeteiligung von nur 41,5 % (1999: 49,51 %) wird der neue Stadtrat gewählt. Die CDU verliert ihre absolute Mehrheit, bleibt aber trotz Verlusten mit 39,3 % stärkste Partei und wird im neuen Stadtrat über 20 Sitze zuzüglich der Stimme des Oberbürgermeisters verfügen. Die PDS wird mit 32,4 % zweitstärkste Partei und erhält 17 Sitze. SPD und Bündnis90/Die Grünen erhalten 16,2 % und acht Sitze bzw. 8,7 % und fünf Sitze.

2004

(8.Juli) An einem Kranhaken verlässt gegen 11 Uhr die 10,5 Tonnen schwere Gloriosa 507 Jahre nach ihrem Guss zum erstenmal die Glockenstube des Doms. In der bayerischen Stadt Nördlingen soll der Riss der Glocke, der am 13. Januar festgestellt worden war, geschweißt werden. Am 9. September kehrt die Glocke nach geglücktem Schweißen vor Tausenden auf dem Domplatz stehenden Schaulustigen in den Mittelturm des Doms zurück. Am 8. Dezember erklingt die Gloriosa erstmals wieder. Experten freuen sich vor allem über die nach der Reparatur auf 370 Sekunden verlängerte Nachhallzeit. Allerdings kann die Glocke noch nicht in ihrer gewohnten Lautstärke erklingen. Der Klöppel muss erst eine neue Anschlagstelle formen.

2004

(6.September) Die Witwe des Erfurter Graphikers, Lehrers und Sammlers Rudolf Franke übergibt dem Angermuseum der Stadt Erfurt als Schenkung eine etwa 14.000 Blätter umfassende Sammlung von Werken, unter anderem von Picasso, Chagall und Heckel, Dix und Kirchner.

2004

Alte Oper(15.September) Das seit sieben Jahren geschlossene alte Opernhaus erlebt einen Neubeginn als privat geführte Bühne. „The show must go on“ lautet die Musical-Gala, mit der die Alte Oper an ihrem 110. Geburtstag wiedereröffnet wird. Die erste Spielzeit bietet unter anderem Konzert, Comedy und Schauspiel. Am 26. Februar 2004 hatte Wolfgang Staub, Inhaber des Dasdie live und des Dasdie Brettl, die Schlüssel des alten Opernhauses mittels langfristigen Pachtvertrages übernommen. Somit bleibt die „Alte Oper“ der Erfurter Kulturlandschaft erhalten.

2004

(3.Oktober) Ganz Deutschland feiert in Erfurt: 300.000 Besucher einschließlich der kompletten politischen Führungsriege erleben im Rahmen der zentralen Feier der Bundesrepublik Deutschland bei vielen Veranstaltungen unserer Stadt den Tag der Deutschen Einheit.

2005

(26.Januar) Bürgermeister Dietrich Hagemann übernimmt in der Alten Oper Frankfurt die Unicef-Fahne als symbolischen Staffelstab. Als Nachfolgerin von Frankfurt ist nun die Stadt Erfurt Partnerstadt von Unicef. Um drei Unicef-Projekte zu unterstützen ist es erklärtes Ziel, mindestens 200.000 Euro an Spendengeldern zu sammeln.

2005

(27.April) Nach Monaten der Planung und der Vermessung beginnen Umbau und Sanierung des einstigen Prachthotels „Erfurter Hof“. Die LEG Thüringen schätzt für das 10.000 m² große Objekt die Sanierungskosten auf 14 Millionen Euro. Die eigentliche Sanierung soll im Jahr 2006 beginnen. Im Juli 2007 wollen die ersten Mieter, die Sparkasse Mittelthüringen und die Thüringer Tourismusgesellschaft, ihre Büros dort beziehen.

2005

Straßenbahnlinie zum Flughafen(20.Juni) Mit einem Fest wird die Eröffnung der 3,6 Kilometer langen Verlängerung der Stadtbahnstrecke 4, vom Hauptfriedhof bis zum Flughafen, gefeiert. Die parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium Iris Gleicke sowie Ministerpräsident Dieter Althaus starten die erste Straßenbahn, die für die Fahrt vom Hauptbahnhof zum Flughafen 19 Minuten benötigt.

2005

(22.Juni) Der Stadtrat spricht sich einstimmig für die baulich-museale Neugestaltung des Angermuseums aus und ergreift damit die einmalige Möglichkeit, das insgesamt fast 10 Millionen teure Projekt zu zwei Dritteln aus Fördermitteln der Europäischen Union zu finanzieren.

2005

(17.Juli) Im Festsaal des Rathauses unterschreiben der Oberbürgermeister Manfred Ruge und Yona Yahav, Oberbürgermeister der israelischen Stadt Haifa feierlich den Partnerschaftsvertrag. Zwischen den beiden Städten bestehen bereits seit fünf Jahren enge Beziehungen, die sich durch den Kultur-, Sport- und Jugendaustausch festigen. Bereits im Vorfeld dieser Unterzeichnung kamen die beiden Stadtoberhäupter überein, zukünftig mehr Wert auf wirtschaftliche Aspekte und den Tourismus zu legen.

2005

Gutenberggymnasium(29.August) Das Schulgebäude des Gutenberggymnasiums wird durch Bundeskanzler Gerhard Schröder an die Schulgemeinschaft übergeben.
Mit dem neuen „Treppenüberbau“ zeigt man wenig Verständnis für den Denkmalschutz!
Nach dem Massaker am 26. April 2002 war das Stammhaus des Gymnasiums am Gutenbergplatz 6 geschlossen und seitdem aufwendig umgebaut worden. Schon im Juli 2005 hat mit einer Projektwoche die vorsichtige Wiederinbesitznahme des Schulgebäudes stattgefunden.

2005

(25.September) Die Mitglieder der Friedensklasse des Ordens „Pour le mérite“, der für hervorragende wissenschaftliche und künstlerische Leistungen vergeben wird, treffen sich in Erfurt zur Jahrestagung. Zu den derzeitigen Mitgliedern der Friedensklasse des Ordens, die 1842 von König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen gestiftet worden ist, gehören die Naturwissenschaftler Manfred Eigen, Rudolf Mößbauer und Günter Blobel, die Musiker Aribert Reimann und NikolausHarnoncourt sowie die Schriftsteller Umberto Eco und Martin Walser. Frühere Mitglieder der Friedensklasse waren unter anderen Carl Friedrich Gauß, Charles Darwin, Leopold von Ranke, Wilhelm Conrad Röntgen, Johannes Brahms und Wilhelm Furtwängler. Die Militärklasse des Ordens ist nach 1918 untergegangen.

2005

(14.Oktober) Die Mitarbeiter des Helios-Klinikums werden davon in Kenntnis gesetzt, dass der Gesundheitskonzern Fresenius AG neuer Eigentümer des Klinikums sei. Die Gründer- und Eigentümerfamilie Lutz Helmig hat die von ihr gehaltenen 94 % der Gesellschaftsanteile für 1,5 Milliarden Euro veräußert. Für Mitarbeiter sowie Bewohner der Senioren- und Pflegeheime sollen sich keine Änderungen ergeben.

2005

(1.November) Das Trinkwasser in Erfurt hat eine neue Qualität. Nach monatelangen Vorbereitungen wird in das Netz Mischwasser eingespeist. Aus Erfurter Grundwasser und Fernwasser bestehend, ist das „neue Wasser“ viel kalkärmer und hat jetzt 11 bis 12 Grad deutsche Härte. In der Gegend werden nur noch 30 % des Wassers gefördert, der restliche, der weiche Teil des Mischwassers kommt aus der Ohra-Talsperre.

2005

IHK in der Arnstädter Straße(7.November) In der Arnstädter Straße 34 weiht die IHK ihr neues Domizil ein. Das in den 50er Jahren als Bezirksjugendschule der FDJ gebaute Gebäude wurde vier Jahrzehnte als Hautklinik der Medizinischen Akademie genutzt. Die Architekten betrachten das Ergebnis der 12 Millionen teuren Um- und Anbauarbeiten als gelungene Symbiose aus Geschichte und Neuem.

2005

(22.November) Die Firma Born-Senf eröffnet im Haus Wenigemarkt 11 ein Museum, in welchem viel über die mehr als 100jährige Unternehmensgeschichte zu erfahren ist. Im Erdgeschoss des Gebäudes, das ebenfalls der neue Sitz der Firma ist, sind auch Gegenstände ausgestellt, durch welche sich die Geschichte des Betriebes darstellt.

2005

(26.November) Eine Erfurter Delegation unter Führung von Bürgermeister Dietrich Hagemann unterzeichnet in Xuzhou den Partnerschaftsvertrag mit dieser 1,2 Millionen Einwohner zählenden chinesischen Stadt. Ziel ist es, die beziehungen auf den Gebieten der Wirtschaft und der Kultur zu verstärken.

2005

(26.November) Der von Papst Benedikt XVI. zum Erfurter Weihbischof ernannte bisherige Dompfarrer Dr. Reinhard Hauke wird im Erfurter Dom zum Bischof geweiht. Hauptkonsekrator ist der Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, er war von 1975 bis 1980 selbst Weihbischof von Erfurt. Die Pontifikalien hat der Silberschmied Thomas Wurm geschaffen. Dem neuen Bischof werden feierlich der Bischofsring, das Brustkreuz (Pektorale) mit Kette sowie der Bischofsstab, der eine Reliquie des Apostels Thomas birgt, übergeben.

2005

(11.Dezember) Die Nordseite des Hauptbahnhofes und das Dienstleistungszentrum werden offiziell eingeweiht und in Betrieb genommen. Anwesend sind über 200 Gäste aus Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik, aus Wirtschaft und Kultur als Maulwurf Max – stellvertretend für alle am Bau Beteiligten – der Bahnhofsmanagerin Christine Kromke den symbolischen Schlüssel übergibt. Die Reisenden erwartet nun an den Gleisen 1 und 2 ein 420 Meter langer Bahnsteig mit Wetterschutz, Sitzbänken und Serviceeinrichtungen. Der letzte Bauabschnitt am neuen ICE-Bahnhof soll Ende 2007 abgeschlossen sein.

2005

Grandhotel mit Spielcasino im Brühl(15.Dezember) Im Brühl öffnet unmittelbar neben dem Grandhotel die erste thüringische Spielbank ihre Pforten. Das Thüringer Finanzministerium wünscht sich recht viele Spielwütige, denn die Spieler sollen mit ihren verspielte Euros den Landeshaushalt entlasten sowie den Fonds der Ehrenamtsstiftung und die Töpfe anderer gemeinnütziger Einrichtungen auffüllen.

2006

(13.Februar) Der erste Spatenstich zum Bau eines neuen Gebäudes an der Stelle der 1945 zerstörten Bibliothek des Augustinerklosters. Hier entsteht bis 2008 eine neue Tagungs- und Begegnungsstätte. Gleichzeitig werden auf dem Gelände der 1945 ebenfalls zerstörten Waidhäuser neue Gästehäuser entstehen.

2006

(18.Februar) Im badischen Pfinztal wird für die Gloriosa ein neuer, 382 kg schwerer Klöppel aus Spezialstahl RSK 100 geschmiedet. Nach dem Schweißen des Haarrisses in der Gloriosa harmoniert der ursprüngliche Klöppel nicht mehr mit der Glocke. Am 22.März 2006 wird der neue Klöppel eingesetzt. Der Läutewinkel wird von 46 Grad auf schonende 44,5 Grad reduziert.

2006

(22.Februar) Der Umbau des Erfurter Hofes beginnt. Er wird voraussichtlich 14,3 Millionen Euro kosten. Elf Mieter sollen nach der Sanierung des Traditionshauses hier ihr neues Domizil finden.

2006

(6.April) Erstmals seit 40 Jahren begleitet die Ladegast-Orgel in der Tiefthaler Peter- und Paulskirche wieder einen Gottesdienst. 42.000 Euro hat die Sanierung gekostet, von denen die Tiefthaler 17.000 Euro durch Spenden zusammengetragen haben. Ein Großteil Substanz der Orgel konnte erhalten werden. Sie ist 1898 von dem Weissenfelser Orgelbauer Ladegast erbaut worden. Ihre meisterliche Klangfärbung begeistert nicht nur die Fachleute.

2006

(23.April) Im Museum für Stadtgeschichte wird das Erfurter Münzkabinett eröffnet. Es spiegelt die 800-jährige Geschichte des Erfurter Münzwesens wieder.
Zu sehen sind über 900 Münzen und Medaillen.

2006

(30.Mai) Der Umbau des Gebäudes der Erfurter Hauptpost beginnt.
40 Millionen Euro will der Frankfurter Investor Deutsche Immobilien Chancen (DIC) für rund 7000 m² Büro- und Handelsflächen sowie Fassadengestaltung investieren.

2006

(6.Juni) In einer Haushaltsbefragung zum Thema „Wie weiter mit der Baugrube am Hirschgarten?” sprechen sich mehr als zwei Drittel der Befragten für eine Grünanlage aus.

2006

(1.Juli) Andreas Bausewein (SPD) tritt seinen Dienst als Oberbürgermeister an.
Bei der Stichwahl am 21.Mai setzte er sich mit 60.2 % gegenüber dem CDU-Kandidaten durch.

2006

(21.Juli) In der Bibliothek des Augustinerklosters entdeckt Christoph Fasbender von der Universität Jena ein Fragment einer unbekannten Handschrift. Das Doppelblatt birgt die letzten Seiten eines Artusromans über den Ritter Wigalis von Dietrich von Hopfgarten aus dem Jahre 1455.

2006

(23.August) Kurz vor 19 Uhr gerät der Dachstuhl des Hauses Dacheröden in Brand. Die Sanierung des historischen Gebäudes für 1,3 Millionen Euro stand kurz vor dem Abschluß.

2006

(1.September) Die Touristenbuslinie Nummer 96 nimmt seinen Betrieb auf.
Mit der Mischung aus Zug, Bus und Straßenbahn können innerstädtische Sehenswürdigkeiten oder der EGA-Park besichtigt werden.

2006

Bürgergarten auf dem Petersberg(2.September) Auf dem Petersberg wird ein „Bürgergarten” eröffnet.
In dem 1,8 ha großen Gelände auf den Bastionen Johann und Franz, auf denen einst Garagen und Nebengebäude von Polizei und Staatssicherheit standen, sind 50 Bäume gepflanzt, Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten aufgestellt worden. Gleichzeitig wird der Zugang, der über zwei Stahltreppen von der Andreasstraße auf den Berg führt, für die Öffentlichkeit freigegeben.

2006

(2.Oktober) Eine kombinierte Restabfallbehandlungsanlage (Raba) geht in Betrieb. Die Anlage verwertet Müll aus Erfurt und Weimar. Sowohl der mechanisch-biologische Teil, als auch die Müllverbrennung werden nur zu knapp 70 % ausgelastet.

2006

(19.November) Mit einem evangelischen Gottesdienst anläßlich der Eröffnung des Elisabethjahres wird die Elisabethkapelle im Nikolaiturm wieder in geistliche Nutzung genommen. Der Sakralraum befindet sich in der Zuständigkeit des Augustinerklosters, das mit der Stadt einen langfristigen Nutzungsvertrag abgeschlossen hat.

2006

(4.Dezember) In Mittelhausen ist die Erschließung des Gewerbegebietes „Ludwigstein” abgeschlossen. Das 44 ha große Areal liegt direkt an der neuen BAB 71 – Anschlußstelle Mittelhausen.

2006

(15.Dezember) Die Bundesautobahn 71 zwischen den Anschlußstellen Bindersleben und Stotternheim wird für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

2006

(18.Dezember) Ilse Franke, Kunstsammlerin und Mäzenin, wird in einem Festakt die Ehrenbürgerwürde der Stadt verliehen. Die Witwe des Künstlers, Kunstpädagogen und Kunstsammlers Rudolf Franke schenkte der Stadt am 6. September 2004 eine 14 000 Graphikblätter umfassende Sammlung.



Letzte Aktualisierung ( 30. 10. 2014 )
 
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