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24. 04. 2017
Peterbachtal PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
24. 04. 2008

Exkursion „Thüringer Naturbrief ” - Peterbachtal – 17.April 2008

 

Büssleben mit Peterbach und St. Petri Kirche

         

Nur wenige Meter vom Autolärm der B 7 in Richtung Weimar und vom Trubel der Einkaufsmärkte am Rande der Stadt entfernt, taucht man in Büßleben in die beschauliche Ruhe des Dorfes ein.
Markante Punkte in diesem Ort sind neben den liebevoll gepflegten Häusern, Gärten und Parkanlagen, die evangelische Kirche St. Petri und der Peterbach.

 

Dorfansicht mit Turmhaube St. Petri          Peterbachbrücke beim Kirchhof

 

Peinlicherweise war in unserer kleinen Wandergruppe nur einem das Peterbachtal bereits bekannt.
Sein Interesse an der Stertzingorgel und ihre Geschichte hatten ihn schon mehrfach in das idyllische Tal geführt.

Die große Orgel war bis vor fast 200 Jahren in der Erfurter Peterskirche auf dem Petersberg beheimatet. Während der Napoleonischen Herrschaft (Erfurt war zu dieser Zeit Domäne Napoleons) wurde die Orgel am 11. August 1811 von der Gemeinde Büßleben für 900 Taler ersteigert. Aus heutiger Sicht war das ein Glücksfall, denn während der Belagerung Erfurts durch Preußische, Österreichische und Russische Truppen im Oktober 1813 wurde das Peterskloster und die Peterskirche beschossen und stark zerstört, die Peterskirche brannte völlig aus und die Orgel würde es nicht mehr geben.

 

Peterbachtal          Über dem Peterbach

 

Wegweiser

           

Der Rundwanderweg „Peterbachtal” ist cirka 9 km lang und verläuft teilweise identisch zum Rundwanderweg
„Haarberg”. Wir haben an diesem Tag in Büßleben
begonnen und auch hier wieder geendet.
Der Peterbach entspringt in Melm und Eichelborn, die
Quellbäche vereinen sich unterhalb der A4-Autobahn-
Anschlußstelle Vieselbach, um dann in den
Linderbach zu fließen, der in die Gramme mündet.
In trockenen, regenarmen Zeiten ist er aber meist schon vorher unterirdisch abgelaufen und erreicht kaum Büßleben.
Wir hatten aber Glück, der Bach führte Wasser.

 

Und so schlängelt er sich weitgehend naturbelassen durch das durch ihn geschaffene und benannte Tal an Sträuchern, Feldern, Weiden, Wiesen und Mischwäldern vorbei.

 

Kesselabbruch          Felswand

 

An diesem Tag geizte der Frühling nicht mit seinen Reizen. Im herrlichen Sonnenschein bei blauem Himmel präsentierten sich die Frühjahrsblüher ( Buschwindröschen, Veilchen, Schlüsselblumen, Lerchensporn...) und auch die ersten Kirschbäume und Schlehen standen schon in voller Blüte.

 

Anemonen          Blühende Büsche

 

Hinter den Pferdekoppeln unterhalb von Rohda mußte der Bach zwar auch mal durchwatet werden, manche Senken waren recht feucht und Waldarbeiten behinderten etwas die Wegführung, was aber mit festem Schuhwerk und der richtigen Laune kein Hindernis war.

 

Bei Rohda          Peterbachfurt

 

Noch vor dem Büsslebener Holz sind wir aus dem Tal nach Rohda abgebogen, um von dort wieder „Am Wechselholz” ins Peterbachtal zu gelangen und soweit möglich, auf der anderen Uferseite in Fließrichtung des Baches nach Büßleben zurückzukehren.
Falls der Wanderer in Büßleben oder Rohda einen Imbiss einnehmen oder seine durstige Kehle anfeuchten möchte, so sollte er sich auf seinen Rucksack verlassen, denn Gastronomie ist hier Fehlanzeige (in Büßleben existiert ein Getränkestützpunkt) - oder man läuft besser gleich weiter bis zum Haarberg.

 

Weitere Impressionen vom Peterbachtal:

 

Bachmäander          Miniwasserfall

 

Blütenzweig          Blütendolde

 

Noch kahle Bäume          zartes Grün

 

Bodenblüher          Zerfressenes Totholz

 

Weide bei Rohda          Büßleben grüßt

 

Text / Fotos : Klaus Fischer

 

Weitere Informationen:

 

www.stertzingorgel.de

 

Letzte Aktualisierung ( 15. 09. 2008 )
 
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