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17. 10. 2017
Umwelt und Wohlbefinden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Martin Schoder   
13. 10. 2008

Umwelt“ - das umfaßt alle Dinge, die uns umgeben: Luft, Wasser, Pflanzen, Tiere, das Haus, in dem wir leben, Nahrung die wir essen, Müll, den wir produzieren und vieles andere mehr.

In welch vielfältiger Weise die Umwelt unser Wohlbefinden beeinflusst und wie sehr wir umgekehrt auf diese Umwelt einwirken, erfährt man leider immer häufiger in „Schreckensmeldungen“ über verseuchte Lebensmittel, sterbende Wälder oder Schadstoffe in Möbeln, Holzschutz- oder Putzmitteln. Positivmeldungen sind vergleichsweise selten.

Richtiges, umsichtiges Verhalten kann helfen, Gefahren für unsere Gesundheit und unsere Umwelt zu vermeiden. Denn viele Ursachen für Gesundheitsgefahren und Umweltbelastung finden wir in unserer nächsten Umgebung.


Schadstoffe beeinflussen das Wohnklima

In den letzten Jahren hat die Frage nach der Wohngesundheit zunehmend an Bedeutung gewonnen. Dabei sind es überwiegend die Baumaterialien, die zum Problem wurden. Formaldehyd, Holzschutzmittel oder Asbest sorgen für Schlagzeilen. Immer mehr Menschen erkranken an Allergien. Was liegt näher, als das Zusammenwirken von schädlichen Baustoffen und Umweltbelastung mitverantwortlich zu machen.

In der guten Absicht, Energie zu sparen, wurden Wohnungen und Häuser mit wärmedämmenden Schaumstoffen isoliert. Zu spät dachte man daran, dass die zum Schäumen verwendeten Fluorchlorkohlenwasserstoffe maßgeblich für die Entstehung des Ozonlochs verantwortlich sind.

Beim Bauen, Wohnen und Einrichten geht es um zweierlei: eine gesunde Wohnatmosphäre zu schaffen und die Belastung der Umwelt gering zu halten. Es gibt kaum einen Baustoff, der völlig unbedenklich ist. Einige sind aber besonders gefährlich:


Asbest

Viele Kindergärten und öffentliche Gebäude mussten in den vergangenen Jahren geschlossen werden. Der Grund: Raumluftmessungen wiesen hohe Konzentrationen von Asbestfasern auf. Dabei galt Asbest früher als idealer Werkstoff und wurde vielseitig eingesetzt.

Im Baubereich fand Asbest überwiegend als Spritzasbest Verwendung. Schon durch leichte mechanische Beanspruchung oder Erschütterungen können große Mengen Asbest in die Luft gelangen. Seit 1979 ist die verwendung von Spritzasbest in der Bundesrepublik Deutschland verboten. Aber auch Hartasbestprodukte wie Fassadenverkleidungen, Dachdeckungen oder Lüftungskanäle geben bei der mechanischen Bearbeitung Asbestfasern an die Luft ab. Und auch Umwelteinflüsse können, wie etwa bei Dacheindeckungen, zu einer Zersetzung führen. In älteren Haushaltsprodukten lauert ebenfalls die Gefahr: Haartrockner, Toaster, Durchlauferhitzer, Nachtspeicheröfen (bis 1977) und PVC-Bodenbeläge, die älter als 10 Jahre sind, enthalten häufig Asbest.

Asbest ist krebserregend und damit in höchstem Maße gesundheitsgefährdend. Es hat eine sehr feinfaserige Struktur. Die meist nicht sichtbaren Fasern können sich nach dem Einatmen in der Lunge festsetzen und eine Krebserkrankung bewirken. Und da sind sich die Fachleute einig: schon eine Faser kann zur Erkrankung führen. Die orale Aufnahme durch Trinkwasser und Lebensmittel scheint nach gegenwärtigen wissenschaftlichen Untersuchungen keine Gefahr zu sein.

Tip

Wegen der großen Gesundheitsgefahr durch Asbestfasern kann es für jeden Heimwerker nur bedeuten: Finger weg von der Be- und Verarbeitung von Asbestprodukten. Möchte man wissen, ob bei dem verwendeten Baustoff Asbest im Spiel ist, sollte nur ein Fachmann die notwendige Materialprobe nehmen. Unsachgemäßes Behandeln des Materials bedeutet unnötiges Aufwirbeln von Asbestfasern. Sind erst einmal Faserkonzentrationen in der Luft festgestellt worden, muß saniert werden.

Rat und Hilfe gibt:

  • der TÜV und Staatliche Materialprüfungsämter des jeweiligen Bundeslandes

  • bei Bau- und Umweltfragen die zuständigen Behörden.

 


PVC (Polyvinylchlorid)

Eine Vielzahl von Baumaterialien wird ganz oder teilweise aus PVC hergestellt. Dazu gehören Fenster, Kabelschächte, Abwasserrohre, Fußbodenbeläge, Profile (Treppenkanten, Handläufe), Vinyl- oder Strukturtapeten, Jalousetten, Duschvorhänge, WC-Sitze und vieles mehr. Dabei ist PVC ein Werkstoff, der im „Pro“ und „Contra“ konträrer Beurteilungen als umstritten angesehen werden muss. Sieht man sich die möglichen Umweltprobleme der Produktion und Beseitigung näher an, ist dies verständlich. Denn PVC – Produkte werden erst durch eine Vielzahl von Zusatzstoffen zu dem, was wir kaufen. Verschiedene Wissenschaftler, Aufsichtsbehörden und das Umweltbundesamt haben festgestellt, dass es bei der Produktion und der Beseitigung von PVC – Produkten zu Belastungen der Umwelt kommen kann. Beim Recycling von PVC – Produkten wurden Fortschritte gemacht. Abfälle aus PVC sind in der Regel wieder zu verwerten. Für viele PVC – Produkte gibt es jedoch Alternativen. Eine Liste darüber ist bei den Verbraucher – Zentralen erhältlich.

 

Quelle:

Umwelt,TK-Schriftenreihe

 

 

Letzte Aktualisierung ( 14. 10. 2008 )
 
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