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20. 11. 2017
Rhön – Rennsteig – Wanderweg PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
04. 11. 2008

Ein Wanderweg verbindet zwei Mittelgebirge in der Mitte Deutschlands.

 

Die Rhön erstreckt sich über die drei Bundesländer Bayern, Hessen und Thüringen.
In ihrem Kernbereich befindet sich das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön und im Thüringer Wald existiert das 41 ha große Biosphärenreservat Vessertal, das seit 1979 von der UNESCO anerkannt ist.
Beide Mittelgebirge sind bekannt durch ihre einzigartige Natur und ihre Wanderwege.
So verläuft zum Beispiel in der Rhön, dem Land der offenen Fernen, der 137 km lange Rhön-Höhen-Weg von Burgsinn im Landkreis Main-Spessart nach Bad Salzungen an der Werra in Thüringen.
Im Naturpark Thüringer Wald ist es der bekannte, historische, 170 km lange Grenzweg, der Rennsteig, der von Hörschel bei Eisenach, über den Kamm des Thüringer Waldes, durch Teile des Frankenwaldes in Bayern, bis Blankenstein an der Saale im Thüringer Schiefergebirge führt.

Der Rhön-Rennsteig-Wanderweg verbindet seit 1998 auf eindrucksvolle Weise die landschaftlichen Reize der beiden Mittelgebirge und führt von der Wasserkuppe in Hessen über fast 90 km nach Oberhof in Thüringen.

 

Einige markante Streckenpunkte:

km

0

 

Wasserkuppe (950 m)

 

km

1,0

 

Fuldaquelle

 

km

3,5

 

Fuchssteine

 

km

5,0

 

Rotes Moor

 

km

7,0

 

Heidelstein (926 m)

 

km

8,5

 

Ehrenmal Rhönklub

 

km

12,0

 

Stirnberg (906 m)

 

km

15,0

 

Schwarzes Moor

 

km

15,5

 

Grabenberg (796 m), ehem. innerdeutsche Grenze

 

km

18,0

 

Frankenheim

 

km

21,0

 

Wegekreuzung

 

km

22,0

 

Ellenbogen (814 m), Eisenacher Haus

 

km

32,0

 

Aschenhausen

 

km

35,5

 

Rhönblick (673 m)

 

km

37,0

 

Geba

 

km

38,0

 

Hohe Geba (751 m), Rhönkulturgarten

 

km

40,5

 

Stepfershausen

 

km

48,5

 

Walldorf

 

km

54,0

 

Utendorf

 

km

58,0

 

Dolmar (739,6 m)

 

km

60,0

 

Drosselleite

 

km

63,0

 

Christes

 

km

68,0

 

Wuhlheide

 

km

70,5

 

Hellfutsbrücke

 

km

73,0

 

Paßberg

 

km

77,5

 

Tischwiese

 

km

79,0

 

Dreiherrenstein

 

km

79,5

 

Ruppberg (866 m)

 

km

80,5

 

Parkplatz am Ruppberg

 

km

83,5

 

Gebrannter Stein (897 m)

 

km

84,5

 

Veilchenbrunnen

 

km

87,5

 

Rondel (826 m), Rennsteiggarten

 

km

89,0

 

Oberhof

 

 

Der Name des bekannten Mittelgebirges wird teilweise auf die Kelten zurückgeführt Rhön-raino = hügelig. Weite Teile der Rhön waren früher mit Buchenwäldern bedeckt und so nannte man das Land auch Buchonia – Land der Buchenwälder. Großflächige Rodungen im Mittelalter, die Buche war ein wichtiger Rohstofflieferant, machten dann die Rhön zum „Land der offenen Fernen”.
Die Wasserkuppe ist mit ihren 950 m der höchste Berg Hessens und der Rhön und auch das Herz des Biosphärenreservats Rhön.
Der Name ist nicht vom Wort Wasser abgeleitet, sondern stammt von einem ehemaligen Flurnamen Wass=Weideplatz”.

 

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde hier der
Segelflug erfunden und er hat auch heute in seiner
modernen Form noch seine Heimat. Fliegerdenkmal und Fliegermuseum künden von der langen Tradition dieses Berges.
Gleichzeitig ist hier auch das Zentrum des Biosphärenreservates-Rhön ansässig und für die gastronomische Betreuung und Übernachtung bestens gesorgt.

 

Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe

Fliegerdenkmal auf der Wasserkuppe

 

Blick von der Wasserkuppe in die Rhön

Blick von der Wasserkuppe in die Rhön

 

Blick von der Wasserkuppe in die Rhön

Blick von der Wasserkuppe in die Rhön

 

Unweit des Gipfels kann sich der Wanderer gleich einmal an der Fuldaquelle erfrischen, bevor es durch dichten Wald an den Fuchssteinen vorbei in Richtung B 284 geht.
Nach der Straßenüberquerung führt der Weg entlang des Roten Moores. Einen kurzen Abstecher auf den Moorlehrpfad und den Aussichtsturm sollte man auf keinen Fall versäumen. Schautafeln informieren über den Torfabbau, die Renaturierung des Roten Moores und seine empfindlichen Ökosysteme. Entlang des Bohlenpfades durch den verwaldeten Teil sind viele typische Pflanzen dieses Lebensraumes zu sehen.

 

Rotes Moor, ehem. Abgetorfte Fläche

Rotes Moor, ehem. Abgetorfte Fläche

 

Rotes Moor, Karpatenbirkenwald

Rotes Moor, Karpatenbirkenwald

 

Nach der Schutzhütte des Naturparks Rhön erfolgt nach einer erneuten Überquerung der B 278 der Aufstieg durch Fichtenwald zu den Rhönmatten unterhalb des Heidelsteins. Dabei ist der ca. 200 m hohe Sendeturm eine nicht zu übersehende Orientierung.

 

Weg zum Heidelstein

Weg zum Heidelstein

 

Links am Sendeturm folgen wir ein Stück auf einer
asphaltierten Straße, bevor es dann rechts zum
Ehrenmal des Rhönklubs geht.

 

Der Abstieg vom Heidelstein eröffnet dann einen weiten Blick in die Landschaft der Thüringer Rhön und nach der Überquerung einer Straße geht es durch die Schornhecke auf den Stirnberg.
Von dem 906 m hohen Berg ist auch wieder ein weiter Blick zurück zur Wasserkuppe möglich.

 

Nach dem Abstieg über eine Wiesenfläche und der
Durchquerung eines Waldstückes trifft man auf die
Straße von Wüstensachsen nach Fladungen.
Der Wanderpfad führt direkt zum Informations-
zentrum, Kiosk und Parkplatz am Schwarzen Moor.

 

Weg auf dem Stirnberg

Weg auf dem Stirnberg

 

Auch hier lohnt sich ein Abstecher auf den ca. 3,5 km langen Moorlehrpfad und ein Blick vom Aussichtsturm.
Neben natürlichen Sehenswürdigkeiten kann man sich über die unmenschliche Behandlung und Ausbeutung im ehemaligen Abeitslager Schwarzes Moor informieren.

 

Das Schwarze Moor

Das Schwarze Moor

 

Das Schwarze Moor

Das Schwarze Moor

 

Nur wenige Meter vom Informationspunkt auf dem Grabenberg findet man mit dem ehemaligen Grenzturm, einem Stück der Grenzanlagen und einer Informationstafel ein anderes Kapitel in der deutschen Geschichte.
Dort, wo bis 1989 die Grenze zwei deutsche Staaten voneinander trennte, kann man heute problemlos die Landesgrenze von Hessen nach Thüringen überqueren.
Hier liegt dem Wanderer die höchst gelegene Rhöngemeinde Frankenheim zu Füßen.
Besonders sehenswert ist in Frankenheim die neugotische Kirche Peter und Paul.

 

Ehemalige Grenzanlagen

Ehemalige Grenzanlagen

 

Frankenheim

Frankenheim

 

Nach Frankenheim geht es durch kleine Waldstücke und durch Felder in Richtung Ellenbogen.
Zuvor besteht die Möglichkeit an der Wegekreuzung einen Abstecher zum „Thüringer Rhönhaus” (ca.800 m) zu unternehmen.
Der Berg ist mit seinen 814 m der höchste Berg der Thüringer Rhön und bietet herrliche Weitblicke in die Rhön. Der Ellenbogen mit dem Eisenacher Haus eignet sich auch im Winter hervorragend für Skitouren und Rodeln mit der ganzen Familie, was natürlich auch für viele andere Gegenden der Rhön zutrifft.

 

Weg zum Ellenbogen

Weg zum Ellenbogen

 

Blick vom Ellenbogen in die Kuppelrhön

Blick vom Ellenbogen in die Kuppelrhön

 

Blick vom Grasenberg

Blick vom Grasenberg

 

Weiter führt der Weg durch einen Buchenwald zum
Plateau des Grasenberges, der einen schönen
Ausblick zur Alten Mark, zum Leichelberg oder zur
Hohen Geba bietet.

 

Durch Wiesen und Felder und nach der Überquerung der im Tal liegenden B 285 geht es in einem kleinen Anstieg zu den Ausläufern der Alten Mark. Hier kann die ungünstige Ausschilderung zu leichten Orientierungsirritationen, wie bei uns, führen.

 

Blick zur Alten Mark

Blick zur Alten Mark

 

„Genießer” der Alten Mark

„Genießer” der Alten Mark

 

Nach einem weiteren Anstieg führt der Weg unterhalb des Leichelberges (656 m) vorbei an der Leichelberg Hütte/Sitzgruppe in das malerische Rhön-Dörfchen Aschenhausen. Einen Besuch wert ist hier der jüdische Friedhof und die Synagoge.

 

Evangelische Kirche Aschenhausen

Evangelische Kirche Aschenhausen

 

Aschenhausen / Leichelberg

Aschenhausen / Leichelberg

 

Bergauf durch dichten Buchenmischwald führt der Weg über den Hang der Diesburg (Turm ca.1000 m entfernt), über Trockenrasen und Wacholderheide der Hohen Löhr, vorbei an Hütte und Bank Rhönfrieden/Rhönblick in Richtung Geba.

 

Diesburg

Diesburg

 

Hohe Löhr

Hohe Löhr

 

Durch ein Waldstück und über Felder geht es leicht bergab in das 1189 erstmals erwähnte Dorf Geba.
Die in ihrer Art wohl einmalige achteckige, liebevoll restaurierte Fachwerkkirche am Ortseingang ist Blickfang und mit der 1799 von Gabriel Rommel (Roßdorf/Rhön) erbauten Orgel sehr sehenswert.

 

Kirche zu Geba

Kirche zu Geba

 

Kirche zu Geba

Kirche zu Geba

 

Über dem Julius-Greif-Gedenkstein vereinen sich der Wanderweg und die Zufahrtsstraße hinauf zum Gipfel der Hohen Geba. Neben der Aussicht ins „Land der offenen Fernen” ist der ca.3 ha große Rhönkulturgarten eine gelungene Verbindung von Natur, Kunst und Bildung.
Die „ Meininger Hütte” lädt mit kräftigem Imbiss und freundlichem Wirt zum Verweilen ein.
In den Jahren 1960-1990 war der Gebaberg Sperrgebiet und von sowjetischen Truppen besetzt.
Im Museum neben der Meininger Hütte kann man sich genau über diesen Zeitabschnitt informieren.

 

Weg zur Hohen Geba

Weg zur Hohen Geba

 

Rhönkulturgarten, Hohe Geba

Rhönkulturgarten, Hohe Geba

 

Abwärts durch ein Waldstück, Fichtenhochflächen, durch Silberdistel- und Streuobstwiesen führt der Weg über die „Kniebreche” nach Stepfertshausen.
Neben gepflegten Fachwerkhäusern und der Kirche sind hier besonders die 13 liebevoll restaurierten Laufbrunnen mit eigenem Namen und treffenden Sprüchen sehr sehenswert.

 

„Kniebreche” nach Stepfertshausen

„Kniebreche” nach Stepfertshausen

 

Gäns - Brunnen

Gäns - Brunnen

 

Hinter dem Ortsende biegt man auf der Landstraße Stepfershausen-Rippershausen nach links auf einen nicht gerade idyllischen Feldweg entlang des Solzbaches und einer Deponie ab. Durch eine Senke in den Feldern führt der Weg rechts leicht bergauf in ein Waldstück und später vorbei an Stallanlagen nach Walldorf – wobei auch hier die Wanderwegbeschilderung nicht gerade übersichtlich gestaltet ist.

 

Im belebten Walldorf muß der Wanderer wieder auf
„Zivilisation” umschalten. Durch Straßen und
historische Gassen geht es ca. 2 km durch den
Ort. Vorbei an Europas größter von Menschen-
hand geschaffenen Sandsteinhöhle, die man seit
1957 besichtigen kann.

 

Walldorf

Walldorf

 

Walldorf kann auf eine bewegte Geschichte zurückschauen. Vermutlich schon um das Jahr 650 wurde auf dem Terrain der heutigen Kirchenburg ein Königshof gegründet. Hier an der Nordgrenze des Frankenreiches und der Handelsstraße von Thüringen nach Frankfurt entstanden Ansiedlungen und zu ihrem Schutz entsprechende Wallanlagen, eben das Walldorf. Die gut erhaltene Kirchenburg mit ihren Wehranlagen, der Kirchenschule, den ehemaligen Vorratsschuppen und Kellern ist ein anschauliches Zeugnis der Geschichte.

 

Kirchburg Walldorf

Kirchburg Walldorf

 

Blick auf Eschenberg und Heiligenberg

Blick auf Eschenberg und Heiligenberg

 

Nach Überquerung der Werra, der Bahnschienen und der B 19 führt der Weg über die Platten der ehemaligen Panzerstraße am Eschenberg entlang durch den dichten Buchenwald des Heiligen Berges, an der Höhlenruine vorbei zum Breuberg.

 

Höhlenruine

Höhlenruine

 

„Bodenbeschilderung”

„Bodenbeschilderung”

 

Auf dem weiteren Weg vom Breuberg nach
Utendorf sind die Konturen des Dolmar,
der die Verbindung zwischen der Rhön
und Thüringer Wald bildet, unverkennbar.

 

Blick zum Dolmar

Blick zum Dolmar

 

Utendorf, das 1348 erstmals urkundlich erwähnte Dorf mit seiner auf einer Anhöhe stehenden Kirche, ist malerisch in das Tal gebettet und nur über eine Straßenverbindung erreichbar. „Durchgangsverkehr” bieten nur die Wanderwege, von denen sich hier der Rhön-Rennsteig-Weg mit dem Dolmar-Rundweg und dem Kelten-Erlebnisweg verbindet.

 

Utendorf

Utendorf

 

Blick auf Utendorf

Blick auf Utendorf

 

Großes Armloch

Großes Armloch

 

Unweit des Ortes führt der Weg an den Armlöchern
vorbei, deren Name sich mit Löchern, die arm an
Wasser sind, erklären läßt. Die Klüfte und Spalten
im Kalkstein (Karstgerinne) führen nur während der
Schneeschmelze und bei Starkniederschlägen
Wasser.

 

Durch ein dichtes Waldstück, den Dolmar-
graben und und einen kurzen, steilen Anstieg
erreicht der Weg die Ausläufer des Dolmars,
führt an der Fliegerschule vorbei, um dann in
einem Zickzackkurs auf dem Plateau des
Berges zu münden.

 

Fliegerschule und Gaststätte

Fliegerschule und Gaststätte

 

Dolmar mit Charlottenhaus

Dolmar mit Charlottenhaus

 

Die aus dem Rhönvulkanismus entstandene
Basaltkuppe (739,6 m) ragt dominant aus der
Landschaft heraus und bietet einen schönen Rundblick
(besonders vom Turm des Charlottenhauses) in die
Rhön und die Thüringer Landschaft.

 

Archäologische Funde und die Gestaltung von Wallanlagen und Ackerterrassen lassen auf eine Besiedlung durch die Kelten im 5.-1. Jahrhundert vor unserer Zeit schließen.
Nach der Räumung durch die Sowjetarmee, der Gestaltung des Umfeldes und der Wiedereröffnung des Charlottenhauses (Gastronomie u. Übernachtung) erfreuen sich immer mehr Besucher an der Schönheit dieses Berges.

 

Blick in die Rhön

Blick in die Rhön

 

Höhenzüge des Thüringer Waldes

Höhenzüge des Thüringer Waldes

 

Trotz vieler Schilder, die auch sehr viel Wissenswertes über die geologische Zusammensetzung der Berge aussagen, ist es nicht leicht den richtigen Wanderweg nach Christes zu finden. Am Jungfernbrunnen vorbei - auf der Straße nach Kühndorf - zweigt der Weg scharf nach links ab, um am Westhang des Dolmar, erst parallel zum Hang, dann abwärts auf die Lichtung der Drosselleite zu führen.

 

Drosselleite

Drosselleite

 

Dolmarfeld

Dolmarfeld

 

Ein Stück weiter am Dolmarfeld erkennt man schon das Asphaltband der Straße nach Christes.
In diesem ehemaligen Wallfahrtsort führt der Weg direkt an der dreischiffigen, spätgotischen Basilika und dem historischen Christusborn entlang. Vom Ortsausgang geht es dann weiter auf den Kleinen Dolmar (566 m).

 

Basilika, Christes

Basilika, Christes

 

Christusbrunnen, Christes

Christusbrunnen, Christes

 

Nach der Durchquerung des Kleinen Dolmar Waldstückes öffnet sich die Aussicht auf das Viernauer Gebiet.
Vorbei an Waldgrundstücken führt der Weg zur Wuhlheide und dem vom RTV Viernau betriebenen Ausflugslokal, und anschließend auf den Viernauer Naturlehrpfad.

 

Am Kleinen Dolmar

Am Kleinen Dolmar

 

Wuhlheide

Wuhlheide

 

Weiter geht es durch Hochwald und oberhalb des idyllischen Griesgraben, an einer Wanderhütte vorbei hinab zur Hellfurtsbrücke, die die Schönau überspannt.

 

Am Naturlehrpfad

Am Naturlehrpfad

 

Hellfurtsbrücke

Hellfurtsbrücke

 

Nach Querung der Straße Schwarza – Viernau
geht es scharf rechts zum Paßberg (530 m)
und zur Aussicht an der Paßberghütte- wenn
man den Weg nicht verfehlt.

 

Wegweiser am Paßberg

Wegweiser am Paßberg

 

Oberhalb von Benshausen, vorbei an Waldgrundstücken, einem Hundesportplatz, durch einen kurzes Waldstück, geht es vorbei am Rothebühl (516 m) und dann bergab zur Straße Benshausen – Viernau.

 

Tischwiese

Tischwiese

 

Der nun folgende Wegeabschnitt vom Parkplatz
führt relativ steil fast 4 km auf einem festen
Schotterweg bergauf (bisher ohne Sitzmöglichkeit)
zur Tischwiese (Feuchtwiese) mit einer
Wanderhütte.

 

Nach der Tischwiese sollte der ortsunkundige Wanderer einen Blick auf die Karte werfen, denn nach Wald und Wegearbeiten taucht wieder das Problem der fehlenden Ausschilderung auf.
Der richtige Weg führt kurz danach zum Dreiherrenstein, die Steine markierten vor ca. 200 Jahren hier die Grenze zwischen Hessen, Sachsen-Gotha und Preußen.

 

Dreiherrenstein

Dreiherrenstein

 

Weg zum Rupperg

Weg zum Rupperg

 

Ein Besuch des 866 m hohen Ruppberg lohnt sich immer und der ca. 1,2 km lange Umweg auf den „Hausberg” der Zella–Mehliser belohnt auch mit einem herrlichen Rundblick.
Reste einer historischen Wallanlage von ca. 2,5 km² deuten auf die Wichtigkeit des Berges in der Vergangenheit hin. An den Wochenenden wird die Hütte auf dem Berg bewirtschaftet und wenn man Glück hat, kann man sich nach dem steilen Aufstieg mit einer zünftigen Bratwurst belohnen.

 

Rupperg mit Ruppberghütte

Rupperg mit Ruppberghütte

 

Blick vom Rupperg zum Braunkopf

Blick vom Rupperg zum Braunkopf

 

Ein kurzes Stück ist es dann von hier bergab zum Parkplatz am Rupperg der von vielen Wanderen für ihre Touren genutzt wird (an Wochenenden besteht eine Busverbindung von Zella – Mehlis nach Oberschönau).
Der Weg führt jetzt bergauf in Richtung Gebrannter Stein (897 m), dessen Felsmassive sich nur wenige Meter links des Weges erheben und von dem man nicht nur den Kanzlersgrund überblicken kann.

 

Am gebrannten Stein

Am gebrannten Stein

 

Blick vom Gebrannten Stein über Kanzlers Grund, Sprungschanze am Rennsteig

Blick vom Gebrannten Stein über Kanzlers Grund, Sprungschanze am Rennsteig

 

Vorbei an den 2 Hütten am Gebrannten Stein ist als nächstes Ziel in Kürze schon die eingefasste Quelle des Veilchenbrunnen zu erreichen. Oberhalb des Brunnens kann man einen Abstecher in das NSG Schützenbergmoor mit seinem befestigten Moorlehrpfad unternehmen (von hier aus führt ebenfalls ein Weg über den Rennsteig zum Rondell).

 

Veilchenbrunnen

Veilchenbrunnen

 

Schützenbergmoor

Schützenbergmoor

 

Weg zum Rondell

Weg zum Rondell

 

Der Rhön–Rennsteig–Wanderweg biegt unterhalb
des Veilchenbrunnens zur Berbaude Veilchenbrunnen ab
und verläuft nach links. Unterhalb des Sternberges
(840 m), weiter durch Hochwald und wechselnd offenes
Gelände, an einer Hütte und Bänken vorbei, geht es zum
Rondell bei Oberhof. Kurz vor der 2002 eingeweihten
Rennsteig-Brücke über die Straße Gotha – Suhl, trifft der
Weg am Waldarbeiterdenkmal auf den Rennsteig.

 

Der Obelisk am Rondell erinnert an die
Erbauer der wichtigen Straße über den
Rennsteig (1830-1832). Das Rondell mit

seiner zentralen Lage ist idealer Ausgangs-
punkt für Wanderungen auf und um den
Rennsteig oder zum Besuch des
Rennsteiggartens.

 

Rondell

Rondell

 

In dem botanischen Garten mit seiner Hochgebirgsflora kann man auf ca. 7 ha, rund um den Pfanntalskopf (868 m), über 4000 Pflanzen aus den verschiedensten alpinen Gegenden der Welt finden.

 

Blick vom Pfanntalskopf in die Hohe Rhön

Blick vom Pfanntalskopf in die Hohe Rhön

 

Duftsiegel (Smilacina racemosa) Nordamerika

Duftsiegel (Smilacina racemosa) Nordamerika

 

Ein kurzes Wegstück trennt den Wanderer nur noch vom Ziel des Wanderweges, Oberhof.
Der bekannte Wintersportort und staatlich anerkannte Luftkurort wurde 1470 erstmals urkundlich erwähnt und kann auf eine lange Tradition des Wintersports und Tourismus zurückblicken. Oberhof und seine Umgebung bieten für die Besucher zu jeder Jahreszeit ein breites Freizeitangebot.

 

Oberhof vom Schneekopf gesehen

Oberhof vom Schneekopf gesehen

 

Leider gibt es zur Zeit noch keine spezielle Gesamtkarte vom Verlauf des Rhön-Rennsteig-Wanderweg und man muss sich die Stecke aus mehreren Karten „zusammenstückeln”. Die Markierung, ein doppeltes blaues R auf weißen Hintergrund ist weitestgehend übersichtlich und leicht erkennbar (wenn die Schilder nicht durch chaotische Zeitgenossen zerstört, oder durch Forst- und Wegearbeiten entfernt wurden).
Nach Regenfällen ist für verschiedene Wegeabschnitte festes Schuhwerk dringend erforderlich.
Von der Wasserkuppe der Rhön bis nach Oberhof am Rennsteig bietet der Wanderweg die verschiedensten landschaftlichen Reize und links und rechts des Weges gibt es viel Interessantes und Wissenswertes zu entdecken.

So sollte es auch in der Zukunft kein Problem sein, die kleinen „Schönheitsmängel” in der Wegebeschaffenheit, der Wegeführung oder der Beschilderung zu beheben, um als Prädikatswanderweg in Deutschlands Wegegilde aufgenommen zu werden.

 

Weitere Informationen unter :

Fremdenverkehrsverband Thüringer Wald e.V.
Dolmar-Tourist-Information
Rhönklub Fulda
Tourismusgemeinschaft „Thüringer Rhön” e.V.

 

 

Quellen :

Fremdenverkehrsverband Thüringer Wald e.V.
Wanderführer Wikibooks

 

 

Text / Fotos :

Klaus Fischer

 

Letzte Aktualisierung ( 12. 11. 2008 )
 
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