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29. 05. 2017
Spreewald-Wasserwandern PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
08. 06. 2009

Auf der Spree von Lübbenau nach Trebatsch am Schwielochsee im April 2009

 

Der Spreewald (Niedersorbisch Sumpf) ist im Ergebnis der letzten Eiszeit entstanden.
Mit dem Schmelzwasser wurde Sand in das Urstromtal gespült, mit den Aufschwemmungen entstanden die typische Auen- und Moorlandschaft und die Flußverzweigungen der Spree in einem 75 km langen und 16 km breiten Binnendelta.
Durch die Sorben (eine slawische Minderheit), die im Spreewald Wenden heißen, wurden weitere Kanäle angelegt und die heutige Kulturlandschaft gestaltet. 1990 wurde ein 480 km² großer Bereich als Biosphärenreservat ausgewiesen.
Mit Kanu und Faltboot führte unsere Tour in 5 Tagen fast 60 km von Lübbenau auf der Spree über den Neuendorfer See bis Trebatsch am Schwielochsee.

 

Spreewaldkahn Landschaft

Spreewaldkahn und Landschaft


Die Spreewaldtour : Lübbenau (Lehde) – Lübben / Hartmannsdorf – Schlepzig – Leibsch –
Neuendorf am See – Neuendorfer See – Alt Schadow – Werder – Kossenblatt – Briescht – Trebatsch

 

Die Besatzungen Die Besatzungen

Die Besatzungen


Vom Ausgangspunkt, dem Zeltplatz in Lübbenau, ist es unabdingbar dem Museumsdorf Lehde einen Besuch abzustatten. Der als Freilichtmuseum gestaltete Ort war ehemals eine Insel und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein lebendiges Museum. Neben dem musealen Bereich, in dem man unter anderem eine Kahnbauwerkstatt, Stallungen, Wohnstube, Schwarze Küche (hier wurde am offenen Feuer gekocht), Webstuhl und Färberpflanzengarten besichtigen kann, lebt der Ort durch seine Bewohner, die mit ihren liebevoll restaurierten Gehöften und Strohdachhäusern das Leben der Wenden nachvollziebar machen.
In Lübbenau ist das gleich neben dem Zeltplatz in einem Landschaftspark gelegene Schloß zu empfehlen. Hier befindet sich auch das Spreewaldmuseum.

 

Museumsdorf Lehde

Museumsdorf Lehde

 Schloß Lübbenau

Schloß Lübbenau


Von Lübbenau im Unterspreewald führte uns die Hauptspree nach Lübben, deren Burg 1150 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Durch seine günstige Lage zwischen Ober- und Unterspreewald entwickelte sich die Stadt rasch und ist heute mit seinen mehr als 14.000 Einwohnern ein wichtiger Verwaltungsknotenpunkt und Kreisstadt des Landkreises Dahme Spreewald.

 

Lübben Lübben

 Lübben


Vom Ortsteil Hartmansdorf geht es auf der Spree, die hier durch ein Naturschutzgebiet fließt, in den 1004 erstmals erwähnten Ort Schlepzig. Mit seinem Bauernmuseum, der historischen Mühle, der malerischen Dorfkirche und dem Weidendom in einem liebevoll gestalteten Park, ist der Ort immer einen Besuch wert.

 

Schleuse und Wehr Hartmansdorf

Schleuse und Wehr Hartmansdorf

 Mühlenschleuse Schlepzig

Mühlenschleuse Schlepzig


Im Landschaftsschutzgebiet fließt die Spree an Leipsch vorbei in Richtung Neuendorf, weiter geht es über den Neuendorfer See in den Oberspreewald Richtung Alt Schadow.

 

Beginn Neuendorfer See

Beginn Neuendorfer See

 Schleusenanlage Alt Schadow

Schleusenanlage Alt Schadow


Hier passiert der Wasserwanderer die moderne Schleusenanlage die stündlich öffnet. Auf gepflegten Rastplätzen mit Toiletten und Dusche wird die Zeit nicht lang und man kann auch das günstige Imbissangebot nutzen.

 

Adebar fühlt sich wohl
Adebar fühlt sich wohl

 Morgenstimmung an einem Nebenarm

Morgenstimmung an einem Nebenarm


Von Alt Schadow geht es weiter nach Werder mit seinem großzügig angelegten Rastplatz.
Nach Kossenblatt fließt die Spree durch Briescht, einem Ortsteil von Tauche mit einer eindrucksvollen hölzernen Zugbrücke. Gleich hinter dem Ort finden Sportboote in einem Nebenarm wieder einen idyllisch gelegenen Rastplatz.
Von hier sind es nur noch wenige Spreemeter bis Trebatsch am Schwielochsee. Der Ort und See sind gut über die B 87 zu erreichen und hier endete auch unsere Spree(wald)tour.

Auch wenn man auf so einer Tour mit Boot und Zelt nur einen Bruchteil der cirka 18.000 Tier- und Pflanzenarten wahrnehmen kann, so ist doch die Natur im Spreewald und links und rechts der Spree äußerst faszinierend. Erlen, Pappeln und Birken dominieren an den Uferbereichen und in den Auwäldern.
Neben allerlei „Wassergeflügel”, wie Graureiern, Schwänen, Gänsen, Enten und Störchen ist hier auch der Bieber wieder heimisch geworden. Gesehen haben wir ihn nicht, aber seine Spuren sind unverkennbar.

 

Frühlingsblüher im Garten

Frühlingsblüher im Garten

 Typischer Fischkasten

Typischer Fischkasten


 

Ständige Begleiter

Ständige Begleiter

 Frühlingsblüher an Uferbereichen

Frühlingsblüher an Uferbereichen

 

Spreelandschaft

Spreelandschaft

 Gurkenmuseum Lehde

Gurkenmuseum Lehde

 

Aufmerksame Wächter Aufmerksame Wächter

Aufmerksame Wächter

 

Spreemorgen

Spreemorgen

 Spreeabend

Spreeabend

 

Text/Fotos : Klaus Fischer

Letzte Aktualisierung ( 08. 06. 2009 )
 
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