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22. 05. 2017
Mittelalterliche Handelshöfe in Erfurt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
11. 06. 2009

"Ein Blick in die Geschichte des mittelalterlichen Handels und der Handelshöfe in Erfurt"

Dieser Beitrag entstand auf der Grundlage eines Projektes (859/08) in Zusammenarbeit zwischen der Gesellschaft für Ökologie und Umweltchemie mbH (ÖkoLab GmbH), der ARGE Erfurt und des Thüringer Naturbrief e.V.
Im Zeitraum von September 2008 bis zum März 2009 recherchierte eine Gruppe zum mittelalterlichen Handel in Erfurt, erstellte eine Dokumentation, sowie eine Power Point Präsentation.
Ein Anliegen war es, das Thema populärwissenschaftlich aufzuarbeiten, die Grundlagen für den Inhalt der einzelnen Gliederungspunkte aus Quellen zu recherchieren, um verschiedene Zusammenhänge und Wechselwirkungen aufzuzeigen und verständlich darzulegen.
Die Ergebnisse der Projektarbeit wurden am 6. März in einer Veranstaltung in den Räumen der ÖkoLab GmbH der Öffentlichkeit präsentiert.

 

Erfurt, Stich von 1493

Erfurt, Stich von 1493

 

Die Projektgruppe :

Klaus Fischer (Projektleiter)

 

Christina Suchsland

 

Birgit Peter

 

Klaus Häuschen

 

Schwerpunkte bildeten dabei (zugleich Gliederung der Dokumentation und Präsentation) :

 

Der Ursprung der Stadt und ihre Entwicklung bis ins Mittelalter

 

Erfurt und der Handel im Mittelalter

 

Die Handelsstraßen

 

Der Waidanbau und Waidhandel

 

Die Handwerker und Händler

 

Die Märkte der Stadt

 

Das Münzwesen

 

Die Maße und Gewichte

 

Handelshäuser und Handelschroniken

 

Inhaltliche Darstellung :

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Der Ursprung der Stadt und ihre Entwicklung bis ins Mittelalter

Ausgehend von der Entstehung des Thüringer Beckens vor ca.1,5 Mill. Jahren, den daraus resultierenden fruchtbaren Sedimentablagerungen, dem milden, gleichmäßigen Klima und den Wasserarmen der Gera entstanden schon frühe Ansiedlungen in der Erfurter Mulde.

 

Fünfkopffiebeln

Fünfkopffiebeln

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Erfurt und der Handel im Mittelalter

Hier wird die Entwicklung der Stadt im Zeitraum zwischen der Antike und der Neuzeit behandelt.
Vom Königreich der Thoringi, der fränkischen Herrschaft, über die Ersterwähnung durch Missionar Bonifatius im Jahr 742 und der Mainzer Herrschaft. Der Zusammenhang zwischen Stadtentwicklung, Handel, Handelsstraßen, der Entwicklung der kirchlichen und weltlichen Machtstrukturen und des Bürgertums der Stadt.

 

Erfurt, Karte 11.-13. Jh.

Erfurt, Karte 11.-13. Jh.

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Die Handelsstraßen

In diesem Abschnitt wird der Einfluß der beiden Großen Handelsstraßen, der Via Regia und der alten Völkerstraße, die sich in Erfurt kreuzten und der verschiedenen anderen regionalen Handelswege auf die Entwicklung der Stadt behandelt. Die damit einhergehende wirtschaftliche Entwicklung, die Entwicklung des Handwerks und der wirtschaftlichen und politischen Macht der Händler wird dabei in die Betrachtung einbezogen.

 
Karte Handelsnetz

Karte Handelsnetz

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Der Waidanbau und Waidhandel

Ein wesentlicher Faktor der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt war die Vormachtstellung des Erfurter Gebietes beim Waid, dem damals vorherrschenden Blaufärbemittel, beim Waidanbau und -handel. Die Ursachen und Auswirkungen auf die Stadtentwicklung werden hier beleuchtet.

 

Waidpflanzen

Waidpflanzen

 Waidmühle

Waidmühle

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Die Handwerker und Händler

Die untrennbare Wechselwirkung zwischen der Stadtentwicklung und Entwicklung der Handwerker, Kaufleute und Händler wird an Hand der Handwerkerzünfte und Kaufmannsgilden aufgezeigt und auch das Wirken der Biereigen, ihre Rechte und Pflichten dargestellt.

 
Mittelalterlicher Kaufmann

Mittelalterlicher Kaufmann

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Die Märkte in Erfurt

In diesem Abschnitt wird die Entwicklung des Handels und damit der Märkte in der Stadt aufgezeigt.
So wird beispielsweise an Hand der Krämerbrücke, über die die Via Regia führte, oder dem Fischmarkt, auf dem sich die beiden bedeutensten Handelsstraßen des Mittelalters begegneten aufgezeigt, welche Entwicklung sie nahmen und welche Waren hier und auf den anderen Märkten gehandelt wurden.

 
Der Fischmarkt vor dem Rathaus

Der Fischmarkt vor dem Rathaus

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Das Münzwesen

Den Schwerpunkt dieses Segmentes bildete die Entwicklung des Warenaustausches, der Zahlungsmittel, das Münzrecht und die Darstellung alter Erfurter Zahlungsmittel. So erhielt der Rat der Stadt 1352 erstmals das Recht eigene Münzen zu prägen.

 
Erfurter Münzen, 1031-1310

Erfurter Münzen, 1031-1310

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Die Maße und Gewichte

Dieser Teil befasst sich mit der Entwicklung und Darstellung der verschiedensten Bemessungsgrößen der unterschiedlichen Waren um sie vergleichbar handeln zu können. Wie beispielsweise Massemaße,
Hohl- oder Volumenmaße für Schüttgüter, oder Längen- und Flächenmaße.

 
Haus „Zur großen alten Waage”

Haus „Zur großen alten Waage”

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Handelshäuser und Hauschroniken

In diesem abschließenden Bereich wird die Entstehung von Ladengeschäften, Kleinparzellen mit Ladenbebauung bis hin zu Handels- und Stadthöfen beleuchtet. Am Beispiel des Allerheiligenquartiers wird die Geschichte von einzelnen Handelshäusern (die als Häuser heute noch existieren) auf der Grundlage ihrer Hauschroniken nachvollziebar dargelegt. Wie zum Beispiel das Haus „Zum güldenen Krönbacken”, das Haus „Zur Engelsburg” oder das Haus „Zum Goldenen Rade” in der Marktstraße.

 
Haus „Zum güldenen Könbacken” Haus „Zum güldenen Könbacken”

Haus „Zum güldenen Könbacken”

Die Dokumentation und Präsentation kann gegen einen Unkostenbeitrag bei der ÖkoLab GmbH erworben werden, ebenso kann die Arbeit im Rahmen eines Vortrages vorgestellt werden.

 

Mehr über Projekte zur Erfurter Stadtgeschichte:

Erfurter Brotgeschichte

 

Weitere Informationen unter :
 

 

Gesellschaft für Ökologie und Umweltchemie mbH
Herr Jürgen Zerull
Zittauer Straße 27, Haus 6
99091 Erfurt

 

Telefon:
Fax:
E-Mail:

0361/7 42 95 54
0361/7 42 95 52
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Text :

Klaus Fischer

Fotos :

1, Erfurt in Hartmann Schedels „liber chronicarum”, Nürnberg 1493
2,3,4,7, Geschichte der Stadt Erfurt, Weimar 1986
6,8,9, Erfurt die Stadt in der Mitte Deutschlands, Erfurt 1992
5,10,11,12, Klaus Fischer

Letzte Aktualisierung ( 14. 08. 2009 )
 
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