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26. 05. 2017
Settegast, Hans - Lehrer für Gartenbau und Landwirtschaft PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
13. 01. 2010
Begründer der Höheren Gartenbauausbildung in Thüringen

* 4.7.1852 Oszkarten (Ostpreußen)
† 4.7.1936 Bad Köstritz

Prof. Dr. Hans Settegast, 1927
Prof. Dr. Hans Settegast, 1927.
In diesem Jahre ging er nach über 40 Jahren Leitung seines Instituts
in den Ruhestand und wurde Ehrenbürger von Bad Köstritz.

Hans Ewald Settegast wurde 1852 als ältester Sohn eines Gutsbesitzers in Oszkarten/Oßkarten (Forsthaus), Kreis Heydekrug, Memelland in Ostpreußen (heute: Ožkarciai, Landkreis Šilute, Litauen) geboren.

Die Revierförsterei Oszkarten, in der Nähe der Bahnhaltestelle Szameitkehmen, bewirtschaftete die Waldbestände im Forstamt Norkaiten.

Er hatte einen Bruder, Franz Eduard Carl, der am 09.12.1853 am gleichen Ort zur Welt kam und später Kaufmann wurde.

Hans besuchte das Gymnasium in Memel (heute: Klaipeda, Litauen), studierte Landwirtschaft in Königsberg, Berlin und Tübingen und promovierte am 18. 7. 1878 an der Uni Tübingen zum Dr. phil.

1879 trat er seine erste Stelle als Lehrer an der landwirtschaftlichen Schule Brandis bei Leipzig an und wurde bereits im 2. Semester ihr Leiter!

Bald darauf eröffnete er 1881 in Ronneburg eine private landwirtschaftliche Lehranstalt. Auf Veranlassung von Rudolf Zersch, der wesentlichen Anteil an der Entwicklung der Landwirtschaft in Köstritz und Umgebung hatte, verlegte er diese Schule 1886 nach Köstritz, und begann ab 10. März 1886 mit dem ersten Semester, um als Lehrender neben jungen Landwirten wie bisher in Ronneburg hier auch Gärtner mit theoretischem Wissen zu ihren Fachgebieten auszurüsten. Damit begründete Settegast sein gleichnamiges Landwirtschaftsinstitut, und den ausgezeichneten Ruf, den dieses Einrichtung später weltweit genießen sollte. Die theoretische Ausbildung von Landwirten begann im hinteren Gebäude des damals Börnerschen Hauses, dem Palais, heute Sitz der Stadtverwaltung von Bad Köstritz. In Palais und umgebenden Gärten wirkte zuvor der berühmte Köstritzer Dahlienzüchter Christian Michael Deegen (28.01.1798 – 01.12.1888).
Wegen der großen Nachfrage nach Ausbildungsmöglichkeiten eröffnete Dr. Hans Settegast noch im Herbst des gleichen Jahres, am 11. November 1886, zur theoretischen Ausbildung von Gärtner-Gehilfen, Lehrlingen und Landwirten, eine „Obst- und Gartenbauschule“, die spätere erste „Höhere Gartenbau-Schule“ Thüringens.
Sie wurde am 6. September 1887 in eine Lehranstalt für Gartenbau unter dem Direktorat von Dr. Hans Settegast übergeleitet. Die zweisemestrige Ausbildung bestand in der Verbindung von Theorie und Praxis.
Mit der, besonders in den Anfangsjahren großzügig gewährten Unterstützung von Rudolf Zersch, gelang es Hans Settegast die spätere "höhere landwirtschaftliche Lehranstalt" zu einer der bedeutendsten in Deutschland zu entwickeln. Jahr für Jahr verließen gut ausgebildete Absolventen der Fachrichtungen Landwirtschaft und Gartenbau seine Schule, welche neben der hervorragenden theoretischen Ausbildung auch über Erfahrungen aus der praktischen Arbeit aus den Zersch'schen Gütern verfügten.

 

Prof. Dr. Settegast u.a. werden 1928 mit Kutsche von den POMONEN zur Fuchstaufe gezogen
Prof. Dr. Settegast u.a. werden 1928 mit Kutsche von den POMONEN
zur Fuchstaufe gezogen

Settegast bemühte sich auch um die Organisation seiner Studenten. Aufgrund seiner Initiative wurde 1886 die burschenschaftliche Vereinigung der landwirtschaftlichen Schüler unter dem Namen "CERES" und 1889 die der gärtnerischen Schüler "PONOMA" gegründet.

 

Hans Settegast wurde am 5.5. 1892 in die Geraer Freimaurerloge "Archimedes zum ewigen Bunde" aufgenommen, welcher er bis zu deren Schließung im Jahre 1935 angehörte.

1895 gründete Dir. Dr. Settegast den ,,Garten- und Obstbauvereins für das Fürstentum Reuß j.L". mit Sitz in Köstritz.

„Heinrichstasse mit Gärtnerlehranstalt und Landwirtschaftl. Institut“, 1909 gelaufen
Noch auf einer 1909 gelaufenen Ansichtskarte „Heinrichstasse
mit Gärtnerlehranstalt und Landwirtschaftl. Institut“ ist die frühere
erste Ausbildungsstätte im Palais mit Bleistift markiert (Klammer)
und mit „Lehranstalt“ bezeichnet.

1898 wurden erste Techniker-Kurse für die Gärtnerausbildung angeboten. Einer der bekanntesten Studierenden war der spätere Gartenbauinspektor Paul Wallbaum, der 1897/99 hier lernte, später als Dozent wirkte.
Ebenfalls um 1898 weilte Adolf Vivell (1878 – 1959), 1936 der erste Gartenarchitekt in der Schweiz, auf seiner beruflichen „Wanderschaft“ bei Hans Settegast. Ferdinand Tutenberg (1874 – 1949) legte hier seine Garteninspektorprüfung ab. Er war später Gartengestalter und Gartendirektor. Er gestaltete u.a. 1901 die Allgemeine Deutsche Gartenbauausstellung in Mainz und bis 1920 den Altonaer Volkspark, die größte öffentliche Grünanlage in Hamburg.
Weitere bekannte Persönlichkeiten wirkten am Institut mit Theodor Lange (Dozent), Curt Meymund (der Nachfolger Settegasts als Institutsdirektor von 1927 bis 1934), Paul Gerhard de Haas (1907-76, 1938-41 Leiter der höheren Gärtnerausbildung), Ernst Moritz Hendsch.

1901 erweiterte sich die Ausbildung von 2 Semestern auf 3 Semester für die Garten-Techniker-Prüfung.
Als der Andrang von auszubildenden jungen Landwirten und Gärtnern so rasch stieg, dass die Räumlichkeiten den gewachsenen Ansprüchen im Palais nicht mehr genügten, entschloss sich Settegast, ein neues Gebäude am Rand der Gemeinde, an der Chaussee nach Caaschwitz, zu errichten (s. historisches Foto). Er ließ 1903 und 1905 zwei große Anstaltgebäude mit Nebenanlagen erbauen.
Hier fand schließlich auch die Grundsteinlegung am 6. März 1903 statt, sodass Dr. Settegast bereits im Herbst des gleichen Jahres in dem neuen Gebäude, das “Institut Settegast”, mit der weiteren Ausbildung von Landwirtschaftsschülern beginnen konnte.
Am 10. März 1904 war es aber dann so weit, dass Dr. Settegast eine feierliche Einweihung des Lehrgebäudes für die angehenden Landwirte und Gärtner vornehmen konnte. Gleichzeitig entstanden mit dem neuen Institut auch Lehrgarten und Internatsgebäude.

 

1903 erbautes Institut mit Internat und Lehrgarten
1903 erbautes Institut mit Internat und Lehrgarten
Köstritz: Gärtner Lehranstalt - Landwirtschaftliches Institut (links), Haushaltungsschule, Lehrgarten. Ansichtskarte, 1919
Köstritz: Gärtner Lehranstalt - Landwirtschaftliches Institut (links),
Haushaltungsschule, Lehrgarten. Ansichtskarte, 1919

In kürzester Zeit entwickelte sich das “Institut Settegast” ab 1904 bis um 1906 mit der Einführung eines 3. und 4. Studiensemesters und später sogar mit einem 5. zu einer “Höheren Lehranstalt”. Hans Settegast wurde damit in Köstritz zum Begründer der ersten Thüringer Höheren Lehranstalt für Gartenbau. Das Institut war fortan anderen Lehr- und Forschungsanstalten gleichgestellt.
Das Haushaltungs-Institut wurde im März 1906 als Nebengebäude des "Institut Settegast" in Betrieb genommen.

Paul Neidhardt (21.3.1873 – 26.2.1951), bedeutenden Geraer Maler, erhielt 1907 einen Lehrauftrag.

 

Illustriertes Handbuch des Gartenbaues, 1910
Settegast, H. (Hrsg.), Othmer, B. und Schneider J.:
Illustriertes Handbuch des Gartenbaues. Leipzig,
Verlag von J.J.Arnd, o.J. (ca.1910), 1. Aufl.

Prof. Dr. Settegast publizierte um 1910 ein “Illustriertes Handbuch des Gartenbaus” in dem er den an der Bildungseinrichtung in Köstritz vermittelten theoretischen Lehrstoff vorstellte. Eine 2. Auflage. erschien 1922-25.

1910 wurde die Lehranstalt für Gartenbau in Köstritz von der Reußischen Regierung zur ,,Höheren Gärtner-Lehranstalt" erhoben, die Prüfung als staatliches Abschlussexamen anerkannt. Die Technikerausbildung erweiterte sich auf 4 Semester.
1911 wurde Dr. Hans Settegast in Anbetracht seiner Verdienste um die „Höhere Lehranstalt“ von Gärtnern und Landwirten von der Reußischen Regierung in Gera aus Anlass des 25jährigen des Bestehens seines Institutes zum Professor ernannt.

1913 besuchten Studenten aus 33 deutschen Provinzen und 21 Staaten Europas, Amerikas und Asiens die Gärtner-Gehilfen-Abteilung bzw. das Gärtner-Technikum der ,,Höheren Gärtner-Lehranstalt“.
Einen besonders starken Zulauf hatte man in Köstritz damals von jungen Gärtnern, so wurden nach dem 1. Weltkrieg vorwiegend Gärtner ausgebildet. Sie konnten den 2-semestrigen Gehilfen-Kurs belegen oder durch weiteres Studium Gartenbau-, Obstbau- oder Kultur-Techniker werden, und wenn sie eine nachweisbare theoretische Ausbildung und langjährige Erfahrungen in ihrem Fach besaßen, auch Obergärtner und Gartenmeister, nach einem 5. Semester sogar die Garteninspektor-Prüfung (entsprach dem späteren Gartenbau-Ingenieur) hier ablegen. Sie arbeiteten dann als Obergärtner, Garten-Meister, Garten-Techniker oder Garten-Inspektoren im mittleren Staatsdienst in vielen Großstädten des Deutschen Reiches.

Das grundlegend Neue an Settegasts Lehranstalten war, dass er Landwirte und Gärtner, die bereits mehrjährige praktische Erfahrung auf ihrem Gebiet hatten, zusätzlich mit wissenschaftlichen (theoretischen) Erkenntnissen ausrüstete, damit sie die optimalen Wachstumsbedingungen ihrer landwirtschaftlichen Produkte in der Natur besser verstehen und beeinflussen konnten. Settegast beklagte die allgemein vorhandene mangelnde Fachkenntnis und die Mißachtung des Zusammenwirkens von Theorie und Praxis für eine erfolgreiche Produktion durch die “Prinzipale” in der bisherigen Lehrausbildung auf Rittergütern, bei Großbauern oder auf dem väterlichen Hof, die nur der Praxis “Recht” gaben. Er war überzeugt, dass “andere Zeiten kommen”, die ein solch kombiniertes Wissen unabdingbar machen, um ökonomischer Landwirtschaftsprodukte erzeugen zu können. Dieser vorausschauende Weitblick sollte sich voll bewahrheiten.

Prof. Settegast mit Studenten 1909 vor seinem Institut am Gedenkstein für Chr. Deegen und E. Herger
Prof. Settegast mit Studenten 1909 vor seinem Institut am Gedenkstein für Chr. Deegen und E. Herger

An seiner Landwirtschaftlichen Lehranstalt in Ronneburg und seinen Instituten in Köstritz wurden über 4.500 junge Gärtner und mehr als 3.000 junge Landwirte theoretisch und teils auch in der Praxis ausgebildet. Die große Zahl von Landwirten und Gärtnern mit der niedrigen und der höheren Semesterausbildung - aus einer Vielzahl unterschiedlicher Staaten kommend - trugen den geachteten und anerkannten Namen der Köstritzer Bildungseinrichtung und jenen der einstigen Gartenstadt Köstritz (ab 1926 Bad Köstritz) weit über Deutschlands Grenzen hinaus in die ganze Welt.

Mit seinen Lehranstalten schuf Dr. Settegast wesentliche Voraussetzungen zur Entwicklung von Handwerk und Gewerbe in Köstritz. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Pensions- und Gaststättenwesen. Die aus allen Himmelsrichtungen nach Köstritz kommenden Studenten trugen schon damals in ihren Heimatorten nicht unwesentlich für die Propagierung des süffigen Köstritzer Schwarzbieres bei.
Er war Vorsitzender oder Mitglied in vielen Vereinen des Ortes und beflügelte durch aktive Einflussnahme wesentlich die Entwicklung von Köstritz. In mehreren auswärtigen Vereinen ernannte man Prof. Settegast zum Ehrenmitglied.

1923 ging das gesamte privat geleitete ,,Institut Settegast" mit der ,,Höheren Gärtner-Lehranstalt" in Folge der negativen ökonomischen Auswirkungen des 1. Weltkrieges in den Besitz der Gemeinde Köstritz über.
1927 - nach über 40 Jahren gab Prof. Dr. Settegast die Leitung der Ausbildungsstätte ab und ging in den verdienten Ruhestand. Nachfolger im Amt wurde Obstbauinspektor Curt Meymund.
Hans Settegast wurde zu Ehrenbürger der Stadt Bad Köstritz ernannt.

1934 wurde die Lehranstalt neu profiliert und von der ,,Landbauernschaft Thüringens" übernommen. Damit wurde sie erstmalig staatliche Ausbildungsstätte.

Hans Settegast starb am 4. Juli 1936, an seinem 84. Geburtstag. Er wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Bad Köstritzer Friedhof beigesetzt. Es war nicht zu ermitteln, ob er verheiratet war oder Kinder hinterließ.

Die Ausbildung musste in Bad Köstritz kriegsbedingt Ende der 30er Jahre geschlossen werden.
Paul Wallbaum war von 1941 letzter Leiter der höheren Gärtnerausbildung.

1942 erfolgte die Einstellung der Ausbildung, und Umwandlung in ein Reservelazarett. Das Lehrgebäude in Bad Köstritz wurde in den letzten Kriegsjahren von der Wehrmacht und später zeitweilig von der Roten Armee als Lazarett genutzt. Nach der Auslagerung 1943, der ,,Höhere Lehrgang" mit Gartenbauinspektor Wallbaum ging nach Posen, wird die Lehranstalt 1945 geschlossen.

Nach Kriegsende 1945 wird die Ausbildung von Gärtnern in Bad Köstritz nicht wieder aufgenommen. Es bedeutet das Ende für die 1886 gegründete Lehranstalt.
Indes lebt die Ausbildungstradition von Bad Köstritz seit 1946 fort in der neu gegründeten “Ingenieurschule für Gartenbau” in Erfurt, ab 1990 die “Fachhochschule für Gartenbau”, wo die Ausbildung nach Grundsätzen des Erfurter Gärtners, Chronisten und Ratsmeisters Christian Reichart (1685-1775) in den Fachrichtungen Obst- und Gemüsebau sowie Garten- und Landschaftsgestaltung erfolgt.

Die heutige Fachrichtung Gartenbau der Fachhochschule Erfurt, in der nach 1945 die Köstritzer Settegast´sche Lehranstalt aufgegangen ist, bewahrt von Prof. Dr. Settegast seit 1949 ein erst 2006 restauriertes Bildnis des Malers Alfred Hanf (1890-1974) und erinnert damit an den Begründer dieser gärtnerischen Lehranstalt. Das Tafelbild befindet sich im Konferenzraum der Fachhochschule für Gartenbau.

Prof. Dr. Settegast, Ölgemälde des Erfurter Malers Alfred Hanf (1890 – 1974) von 1949 nach einer Fotovorlage
Prof. Dr. Settegast, Ölgemälde des Erfurter Malers
Alfred Hanf (1890 – 1974) von 1949 nach einer
Fotovorlage (siehe rechts), Ende November 2006
nach Restaurierung an den Fachbereich Gartenbau
der FH Erfurt übergeben
Fotovorlage für das von Alfred Hanf ausgeführte postume Settegast-Porträt
Fotovorlage für das von Alfred Hanf ausgeführte postume Settegast-Porträt

Die 1903/05 errichteten Baulichkeiten, existieren stark verändert noch heute und werden genutzt. Das einstige “Haushaltungs-Institut” (das spätere Internatsgebäude) diente zu Zeiten der DDR als Wohngebäude, als Schulhort, Kindergarten und Krippe. Seit 1998 wird es - modernisiert - als Haus des “Betreuten Wohnen” für ältere Bürger genutzt.
Die ehemalige “Anstalt-Gärtnerei” mit den Gewächshäusern (1903/04 erbaut) wird auf modernem Niveau heute noch betrieben. Dipl. Gärtner Heiko Viehweg, der seit wenigen Jahren hier einen Neuanfang wagte, ist der neue Besitzer.

Ursprungsbau Settegast-Institut von 1903
Ursprungsbau des Settegast-Instituts
heute: Staatliche Regelschule Bad Köstritz-Kraftsdorf "Dr. Settegast"
Regelschule „Dr. Settegast“ - darin ist der Ursprungsbau kaum wiederzufinden

Das Settegast-Institutsgebäude wurde Zentralschule für die umliegenden Ortschaften, 1965/66 erweiternd umgebaut, später die Polytechnische Oberschule “Hans Beimler” und nach der Wiedervereinigung die Staatliche Regelschule Bad Köstritz / Kraftsdorf, die den Ehrentitel “Dr. Hans Settegast” erhielt.

Ungeklärt bleiben muß, ob es verwandschaftliche Verbindungen gibt zu den ebenfalls aus Ostpreußen stammenden Agrarwissenschaftler Hermann Settegast (1819-1908), wie Hans aktiver Freimaurer, sowie dessen Neffen, Pflanzenbauwissenschaftler Henry Settegast (1853-1901 in Jena).

 

Schriften

Settegast, H. (Hrsg.), Othmer, B. und Schneider J.: Illustriertes Handbuch des Gartenbaues. Ein Hand-, Lehr- und Nachschlagebuch aus der Praxis für die Praxis. Herausgegeben von Dr. H. Settegast, Direktor der Gärtnerlehranstalt zu Köstritz unter Mitwirkung von B. Othmer, J. Schneider und anderen Fachleuten. Leipzig, Verlag von J.J.Arnd, o.J. (ca.1910), 1. Aufl.
Aus dem Inhalt:
Allgemeine, spezielle und angewandte Botanik (Aufbau der Pflanze und ihrer Organe, Die äussere Gestalt der Pflanze und ihrer Organe, Lehre von den Lebenserscheinungen der Pflanze und der Aufgabe ihrer Organe, Geographische Verbreitung der Pflanzen, Pflanzenwelt von einst, Übersicht des Pflanzenreichs, Die Pflanzenwelt in ihren Beziehungen zum Menschen), Bodenkunde, Düngerlehre, Witterungskunde, Pflanzenkulturen, Die Landschaftsgärtnerei, Dekoration und Binderei, Der Gemüsebau, Der Obstbau (Obstbaumzucht, Pomologie, Das Beerenobst und seine Kultur, Die Obstverwertung, Der Weinbau).

Anmerkung:
Unter gleichem Titel erschienen weitere Ausgaben und Auflagen (2./3. 1922/23/25) , auch 2-bändig.
Nicht auszuschließen ist bei verkürzter Autorenangabe des Vornamens „H.“ eine Verwechslungsmöglichkeit mit „Henry“ oder „Hermann“ Settegast.

Straßenbenennungen

Gera-Debschwitz: Prof.-Settegast-Weg

Quellen

Böhme, Bernd: “Institut Settegast” wurde vor 100 Jahren am 10. März feierlich eingeweiht. In: DER ELSTERTAL BOTE Amtsblatt, Nachrichten und Informationen für Bad Köstritz. Jahrgang 15, Nr. 02, Freitag, den 13.02.2004, S. 3

ds.: Prof. Dr. Hans Settegast - Begründer der ersten Thüringer Höheren Lehranstalt für Gartenbau in Köstritz - In: DER ELSTERTAL BOTE Amtsblatt, Nachrichten und Informationen für Bad Köstritz. Jahrgang 19, Nr. 02, Freitag, 15.02.2008, S. 11

Johannisloge "Heinrich zur Treue", Gera
http://www.freimaurerloge-gera.de/freimaurerei/geraer/settegast.htm

Höhere Gärtner-Lehranstalt Bad Köstritz i. Thür. [Erste "Höhere Gärtner-Lehranstalt" Thüringens, 1886 – 1945], Garten-Technikum, Obstbau- und Kultur-Technikum
http://www.berndboehme.privat.t-online.de/bakos02.htm

Letzte Aktualisierung ( 02. 11. 2016 )
 
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