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28. 07. 2014
Museen in Thüringen in ihrem Beitrag zur Natur PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
20. 08. 2010
Beitragsinhalt
Museen in Thüringen in ihrem Beitrag zur Natur
Naturkundliche Museen
Volkskundliche Museen
Ur- und Frühgeschichtliche Museen
Heimatkundliche Museen
Technische Museen / Denkmale
Spezialmuseen Handwerk, Landwirtschaft
Persönlichkeiten - Nachlaß / Sammlung
Museen bei unseren Nachbarn

Museale Einrichtungen in Thüringen mit Angeboten zu Natur, Umwelt und Kulturlandschaft

Kleiner Wegweiser zu Naturkunde-, Volkskunde-, Heimatmuseen und weiteren Museumseinrichtungen, die sich Naturthemen widmen.
Bei der unter diesem Aspekt getroffenen Auswahl war von vornherein klar, dass es keine klare Trennung geben kann, zwischen den Häusern mit und denen ohne „Naturaspekt“. Man denke nur an die vielen Burg- und Schloßmuseen, die oft kulturhistorisch ausgerichtet sind, aber bereits durch ihre hervorgehobene Lage in der Landschaft, ihren Anschluß an abwechslungsreiche Wanderwege ein besonderes Naturerleben dem Besucher bereithalten (z.b. Schloß Burgk, Leuchtenburg bei Kahla).
Ebenso einleuchtend wird sich bei fast jedem Museumsprofil einen Bezug auf Naturmaterialien, wie Bodenstoffe, u.ä. herstellen lassen. So wurde in 2010 in vielfältiger Weise das Jubiläum 250 Jahre Thüringer Porzellan mit Sonderausstellungen gewürdigt. Im vorliegenden Verzeichnis werden sie aus Gründen der Auswahl fast nichts finden. Dennoch sind einige Stätten aufgenommen, an denen alte Handwerkstraditionen bewahrt und lebendig gehalten werden (z.B. Korbmachermuseum Tannroda).

In den meisten Museen finden sich mehrere Museumsgattungen unter einem Dach. Das gilt für größere Häuser mit klar abgegrenzten Ausstellungsbereichen, die oft historisch gewachsen sind, ebenso wie für die Regionalmuseen, wie den Heimatmuseen und Heimatstuben, die ehrenamtlich und durch Vereine aufgebaut und unterhalten werden. In der für den Besucher vielfach unüberschaubaren Fülle an Objekten, tritt manchmal die „Natur“ nur am Rande auf, oder nicht gleich auf den ersten Blick. An dieser Stelle soll gerade auch darauf aufmerksam gemacht, auf die lokalen, historisch wertvollen Sammlungen zu Flora, Fauna, Geologie und Archäologie. Selbst die großen, international bekannten Sammlungen, bergen noch Nachholebedarf bei dem allgemein interessierten Museumsbesucher.
Die Ursprünge naturkundlicher Museumsbestände lassen sich weit zurück verfolgen. Bürgerliche Gelehrte begannen im 17. Jh. Naturaliensammlungen aufzubauen, nachdem bereits an den großen Herrscherhäusern repräsentative, umfangreiche, den eigenen Machtanspruch demonstrierende Sammlungen entstanden waren. 1673 begründet der Apotheker und Naturforscher Heinrich Linck in Leipzig sein „Musaeum Linckianum“, das sich zu einem der bedeutendsten, nach naturwissenschaftlichen Gesichtspunkten angelegten Naturaliensammlungen der damaligen Zeit entwickeln sollte. Das Naturalien-Kabinett Linck gelangte 1840 durch Kauf nach Waldenburg/Sa. an der Mulde (nur wenige Kilometer jenseits der Landesgrenze Ostthüringen/Altenburger Land zu Sachsen), wo 1844 eigens das noch heute bestehende Museumsgebäude errichtet wurde. Teile der historischen Sammlung, z.B. Schmetterlinge, Insekten können dort z.T. restauriert bewundert werden (http://www.museum-waldenburg.de/ ).
Auch für Thüringen gibt es zahlreiche Beispiele früher Sammlungstätigkeit, die den Grundstock bedeutender Museumsbestände bildeten (z.B. Sammlungen der Naturforschenden Gesellschaft des Osterlandes zu Altenburg ab 1817).

Es liegt über 200 Jahre zurück, da sich in Weimar Goethe für die Eröffnung des „Kleinen Museums“ im sog. Fürstenhaus einsetzte. 1809 konnte erstmals zu bestimmten Zeiten und unentgeltlich jedermann die Kunstschätze betrachten. Das war die Geburtsstunde der ersten öffentlichen Kunstsammlung in Deutschland.

Thüringen besitzt neben ihrer reichhaltigen Natur und Kultur auch eine ebensolche Museumslandschaft. In einer Auswahl, die nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, soll ein Querschnitt von Museumsangeboten unter besonderer Berücksichtigung von Natur, Kulturlandschaft, Geologie kurz vorgestellt werden, der sich von den großen bekannten Häusern bis zu der kleinen Heimatstube im ländlichen Bereich spannt.
Neben den Spezialmuseen, die sich der Natur und ihren verschiedensten Fazetten voll und ganz widmen, sollen auch Einrichtungen genannt werden, bei den sich der Naturbezug nicht vordergründig einstellt.

Unbedingt empfehlenswert ist für den Naturinteressierten der Besuch einer der „Leuchttürme“ in der naturkundlichen Museumslandschaft in Thüringen,

 

Als wichtig erscheint es, Natur in Verbindung mit dem handelnden Menschen zu sehen und von daher auch die in Museen dargestellten Arbeits- und Lebensbedingungen besonders die auf dem Lande zu berücksichtigen.

Allgemeine Hinweise

Es wurde eine Einteilung in sieben Kategorien gewählt, in denen die Einrichtungen jeweils alphabetisch nach Ort sortiert, in einer einheitlichen Form aufgelistet sind.

Soweit sich ermitteln ließ bzw. vorhanden ist finden sie zum Museum jeweils

  • Adresse, Telefon-, Fax-Nr., E-Mail-Adresse
  • Eigene Internetpräsentation, optional Drittseiten, z.B. von Museums- oder Tourismusportalen
  • Öffnungszeiten
  • Über das Museum, zum Haus, zur Geschichte
  • Themen zur Natur, im erweiterten Sinne auch zu Kulturlandschaft, Handwerk und Gewerbe mit überwiegendem Bezug zu naturlichen Ressourcen, Lebensweise auf dem Land und in der Kleinstadt
  • Tipps sollen Hinweise auf Veranstaltungen, (Dauer-, Sonder-)Ausstellungen, anderen benachbarten Museen oder (Natur-)Sehenswürdigkeiten geben


Die Inhalte sind stichpunktartig, kurz und knapp gehalten.

Als ein besonderer Zugang zum Nachlaß und zu Sammlungen von Persönlichkeiten wurde eine eigene Kategorie eingerichtet. Ziel ist es dabei gewesen, neben den wenigen einer Person und ihrem Umfeld gewidmeten Häusern, wie z.B. der Brehm-Gedenkstätte in Renthendorf, auch auf die teilweise im Verborgenen schlummernden Museumsbestände hinzuweisen, die von Forschern, Laien, Sammlern oder Künstlern hinterlassen wurden. Wie man sich denken kann, berührt man damit eine vielfältige Sammlungsgeschichte. Viele Sammlungen bildeten die Grundlage für heutige Museumsprofile, sie wurden über die Zeiten verändert und erweitert, aber auch aufgeteilt und zerstreut.
Berücksichtigt wird auch das Werk bildender Künstler in Thüringen, in dem die Darstellung der heimatlichen Landschaft und der Menschen einen bedeutenden Raum gefunden hat.

Auch wenn es nicht im einzelnen angegeben wird, so gilt für fast alle Einrichtungen, besonders für die mit stark eingeschränkter Öffnungszeit, die durch Ehrenamtliche und Vereine sichergestellt werden, dass zusätzliche Termine nach Vereinbarung möglich sind. Bitte direkt erfragen.

Ebenso umfangreich und vielfältig sind die museumspädagogischen Angebote, die sich besonders auch an Kinder, Schüler, Jugendliche und (Klassen-)Gruppen richten. Und das nicht nur in den so bezeichneten Aktivmuseen und trotz der – vornehmlich aus Gründen der prekären Kassenlage - nur offiziellen 30 Museumspädagogen in Thürigen Auch hier bitte auf den angegebenen Museumsverweis gehen oder erfragen.

Alle Angaben wurden sorgfältig recherchiert. Es kann aber keine Gewähr für die Richtigkeit übernommen werden. Falls sie einen Museumsbesuch planen, bestätigen sie sich bitte, z.B. über den angegebenen Kontakt die Öffnungzeit. Dies ist umso dringender empfohlen bei auswärtiger oder längerer Anreise.

Auf Hinweise zu den Eintrittspreisen wurde verzichtet, da dort vermutlich zuerst mit Änderungen zu rechnen ist, und im Verzeichnis nicht berücksichtigt werden.

Hinweise sowohl zu den verzeichneten als auch zu noch fehlenden Einrichtungen, die unter dem erweiterten „Naturaspekt“ interessant erscheinen, sind unbedingt erwünscht und werden dankbar entgegengenommen.

Quellen / Literatur / Verweise

 



Letzte Aktualisierung ( 24. 06. 2014 )
 
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