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22. 08. 2017
Dennewitz, Robert - Maler, Grafiker PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
29. 03. 2016
Bei ihm verschmelzen Heimatliebe und Malkunst

* 21. August 1889 in Sundhausen
† 15. Juli 1962 ebenda

Tiere, Blumen, Stillleben, Porträts und Landschaften zählten zu den Lieblingsobjekten des Sundhäuser Heimatmalers. Die Werke zeichnen sich durch Detailgenauigkeit aus und zeigen die Liebe zu seiner thüringischen Heimat.

Dennewitz wurde in der Inselbergstraße 39 in Sundhausen geboren und wuchs dort auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst als Kulissenmaler für die Bühne des Theaters im Parkpavillon tätig, arbeitete er lange Jahre als Lehrmeister im Reichsbahnausbesserungswerk (RAW). Es lässt sich daraus ableiten, dass er sich im Bewußtwerden seines Talents autodidaktisch die verschiedenen Maltechniker angeeignet und seine Kunst neben der Arbeit gepflegt hat. Das tat er allerdings mit außerordentlich großer Intensität und Lust. Er entwickelte sich zu einem Könner, der seine sehenswerten Werke auch nicht im Verborgenen hortete, sondern seinen Mitmenschen daran teilhaben ließ. In einem Artikel über ihn im Sommer 1959 in der Thüringischen Landeszeitung hieß es anerkennend: „Seine künstlerischen Ideen wirkten stets sehr anziehend.“ Der Leiter des RAW-Klubhauses äußerte sich damals über seinen künstlerischen Kollegen: „15 Prozent aller Werksangehörigen sind im Besitz eines von ihm gemalten Ölgemäldes. Im Werk selbst hat er das Klubhaus mit seinem künstlerischen Können sehr vorteilhaft ausgestaltet.“ Robert Dennewitz war sehr vielseitig in seinen Arbeiten. So hat er auch Bauernmöbeln und Kinderspielzeug bemalt. Interessant ist dabei, dass er seine Bilder vor 1945 stets auf Leinwand malte, später aber auf Hartfaser umstieg. Dennewitz war auch ein äußerst produktiver Maler. Ein Neffe des Künstlers bestätigt: „Die Gemälde sind im gesamten Landkreis Gotha und darüber hinaus verstreut.“
Robert Dennewitz hatte mit seiner Frau Emmi sechs Kinder.

Ausstellungen

1959 zum Abschied aus dem Arbeitsleben im Rahmen einer Laienkunstausstellung. Einen Teil der ausgestellten Werke wurden aus Privatbesitz von Kollegen als Leihgabe zur Verfügung gestellt
2012 in Sundhausen, zum 50. Todestag am 15. Juli. Die damals rüstige 90-jährige (!) Tochter von Robert Dennewitz, Charlotte, äußerte sich dazu: „Mit der kleinen Ausstellung wollen wir an meinen Vater erinnern,“ und rief dazu auf: „In vielen Wohnzimmern hängt heute noch ein echter Dennewitz“, damit sich viele Privatbesitzer von Bildern ihres Vaters melden.

Quelle

Allg. Anzeiger am Sonntag, 01. April 2012, S. 3

Letzte Aktualisierung ( 29. 03. 2016 )
 
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