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20. 11. 2017
Taubert, Wolfgang - Maler, Mineralien- und Fossiliensammler PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
01. 04. 2016
Multi-Künstler mit Sammelleidenschaft

* 22. November 1905 in Erfurt
† 1990 ebenda

Taubert mit Schwester
Selbstporträt mit Schwester. Öl um 1975 © Busse Kunsthandel Weimar

Unter den vielen Fazetten seines Künstlertums kann eine besondere Vorliebe für die Aquarellmalerei ausgemacht werden.
Er lernte im elterlichen Malergeschäft und legte seine Meisterprüfung ab. Dem begabten Sohn bewilligten die Eltern in den Wintermonaten ein akademisches Studium. Er studierte von 1925 an der Kunstgewerbeschule in Stuttgart bei Waldschmidt und Breyer, danach an der Akademie München bei Hess und Doerner. Von 1939 bis 1946 war er Soldat.

Wolfgang Taubert arbeitete ab 1946 als freischaffender Künstler in Erfurt und richtete sich im Haus der Eltern ein Atelier ein. Dort entstand in der Stille ein stattliches Werk, er schuf bevorzugt figürliche Wandmalereien. Es entstanden Entwürfe für Wandbilder, viele Tafelbilder und ca. 1000 Aquarelle.  Zahlreiche baugebundene Arbeiten in der DDR (Fresken) entstanden, u. a. in Erfurt, Bad Berka u. Tabarz. Daneben wurden seine Fähigkeiten als Restaurator hochgeschätzt. Für das Museum für Deutsche Geschichte in Berlin fertigte er Kopien an.

Er reiste viel. Ziel für den begeisterten Bergsteiger waren die Alpen, aber auch Italien, die Seen in Mecklenburg und immer wieder die heimatliche Landschaft. Als Schilderer dieser Landschaft gehört er zu den Malern Otto Paetz und Otto Knöpfer und in die Tradition der Weimarer Malerschule. Seine handwerklichen Erfahrungen befähigten ihn zu einem ausgezeichneten Restaurator. Er arbeitete auch für wissenschaftliche Publikationen im Bereich der Medizin.

Im letzten Jahrzehnt seines Schaffens zeigte er verstärktes Interesse für Mineralien und Fossilien Thüringens. Die dabei entstandene wertvolle Sammlung kam nach dem Tod des Malers als Schenkung durch dessen Erben an das seinerzeit noch im Aufbau befindliche neue Naturkundemuseum Erfurt in der Großen Arche.
Das künstlerische Gesamtwerk, ca. 2000 Bilder und Grafiken, ging entsprechend des Testaments an die Künstlergenossenschaft „Lucas Cranach“ in Weimar. In der Räumen am Markt war eine Ausstellung der Arbeiten von Wolfgang Taubert vorgesehen.

Werke (Auswahl)

- im öffentlichen Raum:
Erfurt: Wandbild in der Sparkasse am Anger,
Tabarz: Ausgestaltung FDGB-Ferienheim

Ausstellungen
  • Erfurt, Angermuseum 1948/49, 1951-53, 1958, 1961 jeweils Gemeinschaftsausstellung Thüringer Künstler;
    1958: Wolfgang Taubert - Aquarelle, Gemälde, Zeichnungen. Die erkaufsausstellung gewährte hauptsächlich einen Einblick in landschaftliche Motive.
  • Kunstausstellung „Künstler schaffen für den Frieden“ und
  • 3. Deutsche Kunstausstellung Dresden, jeweils 1953
Quelle

TA/kr um 1990

Letzte Aktualisierung ( 01. 11. 2016 )
 
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