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25. 06. 2017
Bunke, Franz Wilhelm Johann - Landschaftsmaler, Radierer PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
26. 04. 2016
Mecklenburger Heimatmaler im thüringischen Weimar

* 3. Dezember 1857 in Schwaan
† 6. Juli 1939 in Weimar

Starcke: Bildnis Franz Bunke
Richard Starcke: Bildnis Franz Bunke© Kunstmuseum Schwaan

Vertreter der „Weimarer Malerschule
Lehrer: Hagen (1878-84)

„Während seine frühen Bilder die feine Durchbildung des Gegenständlichen und Staffagefiguren die Bindung an die Holländische Malerei des 17. Jahrhunderts spürbar werden lassen, bestimmt nach 1890 eine feine Natursicht sein Schaffen.“
http://gemaeldegalerie-schwaan.de/index.php?id=42
Franz Bunke war ein Meister in der Wiedergabe von Luft und Licht. Er sah in der Natur eine erhabene Größe, sie war ihm Andacht und Lebensraum zugleich.

Er besuchte ab 1871 die Zeichenschule des Bildnismalers Paul Tischbein (1820-1874), wechselte 1878 an die Weimarer Malerschule, wo er bis 1884 Schüler von Theodor Hagen (1842-1919) war.
„Mit einer guten zeichnerischen Begabung fand er Ermutigung und Anleitung, die Eigenart seiner mecklenburgischen Heimat zu erkennen und darzustellen. Obwohl er zeit seines Lebens in Weimar ansässig blieb, hat er doch fast ausschließlich mecklenburgische Motive gemalt. Aus den Ferien brachte er schon als Studierender Nebelstimmungen von der Warnow mit, die damals Bewunderung seiner Lehrer und Mitschüler erregten. Nachdem aber Bunke Jahr für Jahr bei diesen und ähnlichen Motiven blieb, fand sich, dass er selbst seiner Heimat nur in einem recht kleinen Ausschnitt gerecht wurde.“ (Scheidig)

Anschließend erhielt er ein Lehramt für Landschaftsmalerei. Franz Bunke kam regelmäßig nach Schwaan und brachte SchülerInnen und Kollegen, wie Paul Baum  (1859-1932), aus Weimar zum Naturstudium mit. Die angewachsene Künstlerkolonie machte aus der kleinen Ackerbürgerstadt einen angesagten Künstlerort.

Bunke: Schloß Tiefurt bei Weimar
Franz Bunke: Schloß Tiefurt bei Weimar© Kunstmuseum Schwaan

Auch wenn Bunke selbst fast ausschließlich Motive seiner mecklenburgischen Heimat verwendete, so war er als Lehrer in Weimar prägend für seine Thüringen malenden Schüler. Zu ihnen gehörte auch der Ilmenauer Rudolf Bechstein (1897-1961), Sohn des Bildhauers Max Bechstein (1860–1940), der sich bevorzugt der Landschaftsmalerei widmete und zeitweilig der Künstlerkolonie Schwaan angehörte.

1910 verlieh ihm Großherzog W ilhelm Ernst von Sachsen-Weimar   (1876-1923) den Professorentitel.
Bunke hatte seit dem Beginn seiner künstlerischen Karriere anhaltenden Erfolg, hohe Wertschätzung galt ihm bis ins hohe Alter.

→ http://www.kunstmuseum-schwaan.de/der-maler-franz-bunke/

Werke (Auswahl)/ Verbleib

Zahlreiche seiner Werke wurden an große Ausstellungen in England, den USA, Dänemark, Italien, Schweden und die Niederlande verkauft.
Einige seiner weit verstreuten Werke sind in Weimar und seiner Geburtsstadt Schwaan zu sehen.

Ausstellungen
  • Weimar Dezember 1885, Jubiläumsausstellung der Kunstschule: Gewitterstimmung
  • Berlin 1891, Internationale Kunst-Ausstellung veranstaltet vom Verein Berliner Künstler anlässlich seines fünfzigjährigen Bestehens, 1841-1891. Franz Bunke mit den drei Bildern vertreten: Im Morgennebel, Septembernachmittag, Mecklenburgische Ziegelei. Katalog zur Ausstellung im Verlag des Vereins Berliner Künstler, Berlin 1891
  • Weimar, Druckgrafisches Museum Weimar: 2010, Hinaus in die Natur! Der Weimarer Radierverein. 02. Jahresmappe 1900, Blatt 2, Landschaft; 03. Jahresmappe 1904, Blatt 3, Septembertag; 04. Jahresmapppe 1904, Blatt 4, Gewitterstimmung
Preise

1896 Goldene Medaille auf der Jubiläumsausstellung zum 200-jährigen Bestehen der Königlichen Akademischen Hochschule für bildende Künste Berlin

Ehrungen

Ehrenbürger seiner Geburtsstadt Schwaan

Namensvergaben
  • Prof.-Franz-Bunke-Schule Schwaan
  • Franz Bunke Haus, das Wohnhaus des Malers in Schwaan, Wallstraße 13. Kleines privates Museum zeigt in zwei Räumen Gemälde spätromantischer mecklenburgischer Maler
  • Franz-Bunke-Allee in Schwaan
  • Franz-Bunke-Weg in Rostock
  • Franz-Bunke-Weg in Weimar
Quellen
Literatur

Brunner, Heiko und Lisa Jürß: Franz Bunke – Künstlerkolonie Schwaan. Eine Werkübersicht.

Letzte Aktualisierung ( 01. 11. 2016 )
 
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