www.mamboteam.com
Startseite arrow Aktuelles arrow Erfurt, Haus Dacheröden: Ausstellung Brehm Renthendorf
20. 04. 2018
Erfurt, Haus Dacheröden: Ausstellung Brehm Renthendorf PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
13. 04. 2018
Erfurt, Kultur Haus Dacheröden

Sonderausstellung  12. April - 18. Mai 2018
Von mutigen Schlangen und feigen Wölfen | Wiederentdeckung des Brehmschen Erbes in Renthendorf

Ausstellungsaufmacher: historische Lithografie auf Brehm-Silhouette
Ausstellungsaufmacher:
historische Lithografie
auf Brehm-Silhouette© Brehm-Gedenkstätte

Kurator: Stefan Kurth, Volontär in Renthendorf 2016-18.
Die Brehm-Gedenkstätte Renthendorf (seit 1946) ist in die Landeshauptstadt gekommen, um die Fortschritte  beim Aufbau eines modernen interaktiv-medialen Museums zu Leben und Wirken von „Vogelpastor“ Christian Ludwig Brehm (1787-1864) und seines Sohnes Alfred Edmund Brehm (1829-84), dem weltbekannten Verfasser des „Tierleben“ zu präsentieren. Vater Christian versah über 50 Jahre seinen Dienst als Seelsorger in der kleinen ostthüringer Gemeinde unweit des heutigen Hermsdorfer Kreuzes und galt als sehr beliebt. Von ihm hat Sohn Alfred seit frühester Kindheit das Rüstzeug eines Naturforschers übernommen.
In den vergangenen sechs Jahren seit der 2012 notwendig gewordenen kurzzeitigen Schließung der Gedenkstätte wurde unter der Federführung von Museumsleiter Prof. Jochen Süss ein umfassendes Gesamtprojekt in dem Standort vorangetrieben, das nur die größte Hochachtung verdient. Davon kann sich der Besucher in den zwei Ausstellungsräumen im 1. OG überzeugen:

  • Raum 1: Inventarstücke aus dem Wohnhaus der Brehms
    „Frisch“ restauriertes Mobiliar zwei Sessel, die bereits verloren schienen, aber durch die Kunst der Restauratoren gerettet werden und in altem Glanz neu erstrahlen, wie auch das Nähschränkchen der Familie mit Perlmuttintarsien oder der Lüster | Fotos und Befundstücke lassen den Vorzustand erkennen |  Erstaunlich Befunde auch vom Dachboden in einer Vitrine.
    Zu den baulichen Maßnahmen, die ein Weimarer Architekturbüro ausführt, sind Entwürfe und Modelle zu sehen. Nach dem Abriss eines Sanitäranbaus am Wohnhaus für Besucher, entstand die Idee, ein Funktionsgebäude neu zu errichtet. Auf historischen Aufnahmen fand sich dazu sogar der Vorgängerbau, der aber nicht mehr vorhanden war. Der längliche Neubau wird eine unterirdische Ebene erhalten, die u.a. das Archiv aufnehmen wird. Außerdem erhält die Natura2000-Station hier ihren Sitz.
    Gegenüberstellungen von historischen und heutigen Ansichten dokumentieren anschaulich die Veränderungen in den Jahrzehnten
  • Raum 2: Zum schriftstellerischen und illustratorischen Werk bei Alfred Brehm
    Originalausgaben und spätere Faksimiles | Illustrationen aus „Brehms Tierleben“ überwiegend von Gustav Mützel | Tierpräparate

Eröffnet wurde die Ausstellung am 12. April durch Olaf Möller, Staatssekretär für Umwelt, Energie und Naturschutz (Laudatio) und den Leiter der Brehm-Gedenkstätte, Prof. Jochen Süss (Einführungsvortrag). Zur musikalischen Umrahmung brachte ein junger Pianist Motive aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saëns zu Gehör.

Begleitprogramm:

  • Mittwoch, 18. April, 19.00 Uhr, Eintritt: € 5,-
    Filmvorführung „Alfred Brehm – Die Gefühle der Tiere“ (Doku-Drama von Kai Christiansen)
  • Samstag, 21. April, 15.00 Uhr, Eintritt: € 5,-/erm. € 3,-
    Bühnenprogramm „Fräulein Brehms Tierleben - Der Wolf" (ab 8 Jahre)
  • Freitag, 18. Mai, 19.00 Uhr, Eintritt: € 7,-/erm. € 5,-
    Finissage mit Lesung aus Alfred Brehms „Tierleben“
Letzte Aktualisierung ( 17. 04. 2018 )
 
< zurück   weiter >
Nach oben
Nach oben