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24. 07. 2016
Der Feldstein ("Teufelsstein") bei Lengfeld PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Klaus Fischer   
15. 08. 2006

Der Feldstein ("Teufelsstein") bei Lengfeld - Basaltgang im Muschelkalk


Im „Kleinen Thüringer Wald“, fast im Zentrum des Dreiecks Suhl – Hildburghausen - Meiningen, liegt Lengfeld (von Suhl von der B 247 über Bischofrod und von Meiningen oder Hildburghausen von der B 98 über Themar erreichbar), in dessen Nähe dieses Geotop liegt, das eindrucksvoll einen Abschnitt unserer Erdgeschichte wiederspiegelt und das zu jeder Jahreszeit durch seine Flora und Fauna seine Faszination auf den Besucher ausstrahlt.

Basaltgang im Muschelkalk 


Von Lengfeld („am Stein“) sind es nur ca.20 Minuten in einem stetigen Anstieg durch Feld und Wald bis zur Wiese am bewaldeten Plateau auf 557m ü.NN, an dessen Rand sich der ehemalige Steinbruch befindet.

Basaltkuppenland


Durch den Steinbruchbetrieb wurde hier ein 12m hoher Basaltfelsen mit säulenförmiger Absonderung freigelegt (im Jahr 1957 von der DDR- Regierung unter Naturschutz gestellt), der in der Geologie als klassisches Beispiel für die Fieder-oder Meilerstellung von Basaltsäulen gilt.


Basaltkuppenland Basaltkuppenland

   

Das Basaltvorkommen vom Felstein gehört vermutlich zu einer langen Gangspalte vom großen Gleichberg, bei Römhild, bis zur Suhler Steinsburg, die sich im Jung-Tertiär (Mittleres Miozän) als Basaltlavagang durch die Muschelkakschichten gebildet haben.
Erdzeitgeschichtlich gesehen haben sie das gleiche Alter wie der Vogelsberg und der Kaiserstuhl.

Die hier sichtbare fünf-oder sechseckige Säulenstruktur des Basalt gestattet den geologisch interessierten Besuchern nicht nur einen eindrucksvollen Blick in die Erdgeschichte, sondern zeigt auch ein anschauliches Bild von den Ergebnissen der Vorgänge die sich auch heute noch unter unseren Füßen im Erdmantelbereich abspielen.


Basaltkuppenland Basaltkuppenland

 

Definitionen

 

Basalt:
Dunkles, oft schwarzes Erdgußgestein, häufig fünf-oder sechseckig, säulenförmig.
Basalte entstanden vor allem während des Tertiärs. Das Gestein ist sehr wiederständig und bildet in fast allen klimageolomorpologischen Zonen der Erde mehr oder weniger große Massive oder Plateaus.

 

Quellennachweis

 

  • Dr.R.Werneburg, Naturhist.Museum Schloß Bertholsburg, Schleusingen.
  • DIERKE, Wörterbuch der Allgemeinen Geographie, DTV Westermann,1993.

 

 

Fotos: K.-W.Fischer

Letzte Aktualisierung ( 17. 09. 2008 )
 
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