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03. 09. 2014
Wappen der Thüringer Landkreise, Städte und Gemeinden PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Matthias Stier   
04. 12. 2006
Beitragsinhalt
Wappen der Thüringer Landkreise, Städte und Gemeinden
Landkreise  Altenburg - Zeulenroda
Städte und Gemeinden  Abtsbessingen - Buttstädt
Städte und Gemeinden  Camburg - Frießnitz
Städte und Gemeinden  Gahma - Grumbach
Städte und Gemeinden  Hachelbich - Kühndorf
Städte und Gemeinden  Langenorla - Mupperg
Städte und Gemeinden  Nägelstedt - Ruppersdorf
Städte und Gemeinden  Saalburg - Suhl
Städte und Gemeinden  Tambach-Dietharz - Zoppoten

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GAHMA, Gemeinde, Saale-Orla-Kreis, Alt-Landkreis Lobenstein

GAHMAOrtsteile: Gahma, Neumühle.

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GANGLOFFSÖMMERN, Gemeinde, Landkreis Sömmerda

GANGLOFFSÖMMERNDas Hauptmotiv im Wappen stellt den St. Gangolf dar. Dieser ist einerseits ein redendes Element für den Ortsnamen, andererseits ist der St. Gangolf auch der Schutzheilige der weithin bekannten Kirche. Die im linken Obereck stilisiert dargestellten Schilfkolben sind redende Elemente für den Ortsteil Schilfa. Dieses Motiv führte Schilfa auch im früheren Siegel. Die Tingierung des Wappens in Blau und Silber folgt den Farben der Wappen der Familien von Brühl und von Hagke, die in Gangloffsömmern bzw. in Schilfa ansässig waren.

Ortsteile: Gangloffsömmern, Schilfa.

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GEBESEE, Stadt, Landkreis Sömmerda, Alt-Landkreis Erfurt

GEBESEEDas Wappen von Gebesee entstammt dem SIGILLVM OPPIDI GEBESEHE 1638 und zeigt den Schutzpatron der Stadt(kirche), den heiligen Laurentius. Ein anderes Siegel, das gleichzeitig zur Anwendung kam, zeigt das Familienzeichen des einstigen Ortsherren. Beide Siegel wurden viel früher als alle anderen Ortssiegel im Kreis verwendet. Ursache ist, daß schon im 12. und im 13. Jh. die ersten Stadtsiegel entstanden und Gebesee, das 1465 als "Flecken" (Ort zwischen Dorf und Stadt, mit gewissen Rechten der Stadt) bezeichnet wurde, nicht nachstehen wollte. Das genannte Familienwappen ist das des Hugo von Herversleibin (Herbsleben). Er lebte von 1155 bis 1189 und wird in mehreren Urkunden der Landgrafen Ludwig des Eisernen und Ludwig des Milden genannt. Er gilt als der Stammvater der Familie von Herbsleben, Gebesee und Ringleben. Der halbe Adler im Wappen soll darauf hinweisen, daß Herbsleben ein Reichslehn war, während das Adelsgeschlecht ursprünglich nur die drei Sparren im Schilde führte.

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GEFELL, Stadt, Saale-Orla-Kreis, Alt-Landkreis Schleiz

GEFELLIn Abdrücken des ältesten Stadtsiegels aus der Zeit um 1500 steht der Turm im damaszierten Feld. Der Wappenturm deutet wohl auf den aus dem 12. Jh. stammenden Wehrturm der Stadtkirche hin.

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GEHLBERG, Gemeinde, Ilm-Kreis, Alt-Landkreis Suhl

GEHLBERGDie Geschichte Gehlbergs begann 1645 mit der Gründung einer Glashütte, die die Grundlage für die wirtschaftliche Entwicklung bildete. Fichte und Arnikablüte verweisen auf die Wälder rund um den Ort.

Ortsteile: Gehlberg, Gehlberger Grund.

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GEHOFEN, Gemeine Kyffhäuserkreis, Alt-Landkreis Artern

GEHOFEN

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GEHREN, Stadt, Ilm-Kreis, Alt-Landkreis Ilmenau

 

GEHREN
Wappen seit 1855

Der Wilde Mann dürfte die Abwandlung einer ursprünglich anderen Wappenfigur sein, denn das erste Siegel aus dem 16. Jh. zeigt einen von rechts nach links schreitenden Mann mit hohem Hut und langem Rock, der einen Stab, wahrscheinlich den Schulzenstab, in der Hand hält. Die Wappenänderung erfolgte offenbar, um dem schwarzburgischen Fürstenhaus, das einen Wilden Mann als Schildhalter führte, für die Stadtrechtsverleihung Dankbarkeit zu bekunden.

Ortsteile: Gehren, Jesuborn.

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GEISA, Stadt, Wartburgkreis, Alt-Landkreis Bad Salzungen

GEISAGeisa wurde 1302 erstmals urkundlich als Stadt erwähnt. Das Wappen entstand aus einem alten Siegelbild der Stadt, das sich in einem Siegel des 14. Jh. mit der Umschrift S(igillum) OP(p)IDI Geisa vorfindet. Es zeigt einen Ritter als Wappenträger; von Hupp als hl. Gangolf gedeutet - ihm war die Wallfahrtskapelle auf dem Gangolfsberg geweiht. In der rechten Hand hält er einen Schild, der mit den drei silbernen Lilien drei römische Geschwister symbolisiert. Diese wurden schon im 8. Jh. als Märtyrer von Rom nach Fulda überführt, die Ritter Simplicius und Faustinus sowie deren Schwester Beatrix. Der in der linken Hand befindliche Schild zeigt auf silbernem Grund ein schwarzes Kreuz, das Zeichen des Hochstifts Fulda.

Ortsteile: Geisa, Wiesenfeld, Borsch, Bremen, Geblar, Otzbach.

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GERA, kreisfreie Stadt
GERA
Wappen seit 1350

Das Wappentier, der Plauener Löwe, wurde von den Vögten von Weida, den einstigen Territorialherren, übernommen.

Stadt-/Ortsteile: Alt-Taubenpreskeln, Dürrenebersdorf, Ernsee, Frankenthai, Gera, Kaimberg, Langengrobsdorf, Lietzsch, Milbitz, Poris-Lengefeld, Rubitz, Scheubengrobsdorf, Thieschitz, Windischenbernsdorf, Zeulsdorf, Zschippern, Aga: Lessen, Reichenbach, Seligenstädt, Großaga, Kleinaga; Cretzschwitz; Falka: Großfalka, Kleinfalka, Niebra, Otticha; Herrnsdorf; Roben: Roben, Rusitz, Steinbrücken; Söllmnitz: Söllmnitz, Lauenhain, Wernsdorf, Hain, Röpsen, Trebnitz, Thränitz, Weißig, Herrnsdorf, Naulitz.

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GERABERG, Gemeinde, Ilm-Kreis, Alt-Landkreis Ilmenau

GERABERGDie Gemeinde Geraberg entstand und erhielt ihren Ortsnamen durch die Verbindung der ehemaligen Siedlungen Gera und Ariesberg. Als redende Elemente befinden sich ein stilisierter Berg und ein gewinkelter Wellenbalken im Wappen. Der Wellenbalken steht für den ehemaligen Ortsteil Gera sowie für die Lage der Gemeinde am gleichnamigen Wasserlauf. Die charakteristische Winkelung des Wellenbalkens veranschaulicht die etymologische Abstammung der Bezeichnung Gera von ahd. gero = der Winkel. Die beiden Fichten symbolisieren die beiden Ortsteile und verweisen auf die Lage des Ortes im waldreichen Gebiet am Nordhang des Thüringer Waldes. Das goldene Hochkreuz auf einem dreifach geteilten goldenen Sockel entstammt einem alten Siegel der Kirchgemeinde Geraberg und symbolisiert die Geraberger Kirche.

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GERNRODE (Eichsfeld), Gemeinde, Landkreis Eichsfeld, Alt-Landkreis Worbis

GERNRODEMit der Flachspflanze sollen der wirtschaftlich prägende Anbau und die Weiterverarbeitung bis hin zur Fertigung von Leinentüchern symbolisiert werden. Das Passionskreuz versinnbildlicht den tief verwurzelten Glauben der Bewohner und steht ebenso für die Kirche und die Wegkreuze inner- und außerhalb des Dorfes. Infolge der Verlegung des Verlaufes der Wipper im Mittelalter wurde die Errichtung von drei Mühlen innerhalb der Ortslage möglich. Die Aufeinanderfolge dieser Mühlen innerhalb einer relativ kurzen Flußstrecke ist für Eichsfelddörfer selten. Diese Besonderheit wird durch das Mühlrad im Wappen wiedergegeben.

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GERSTUNGEN, Gemeinde, Wartburgkreis, Alt-Landkreis Eisenach

GERSTUNGENSchon vor der Mitte des 8. Jh. wird Gerstungen als Besitz des Klosters Fulda genannt, bei dem es bis 1402 blieb. Das teilweise redende Bild ist vom 18. Jh. an in den Siegeln der Gemeinde zu finden. Das Wappentier - der Storch - horstet von Alters her in Gerstungen auf dem Schloß. Außerdem steht er für die hiesige typische Pflanzen-Tier-Gemeinschaft (Flußniederung mit Lachen). Gerste ist im Ortsnamen enthalten und wird, seitdem hier Ackerbau betrieben wird, angebaut. Stroh steht für das Storchennest auf dem Schloß; der grüne Grund symbolisiert die Werraniederung und das Wellenband die Werra - das Wellenband soll die Ortsteile Neustädt und Sallmannshausen vertreten.

Ortsteile: Gerstungen, Sallmannshausen, Neustädt.

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GERTERODE (Eichsfeld), Gemeinde, Landkreis Eichsfeld, Alt-Landkreis Worbis

GERTERODEDer Eichenzweig weist auf die nahe des Ortes liegenden Eichenwaldungen der sogenannten Schiereiche hin. Das Kelchglas erinnert an eine in Dorfnähe gelegene Glashütte, die im 16. Jh. bestanden hat. Das Mühlrad deutet auf die drei zum Dorf gehörenden ehemaligen Mühlen hin.

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GERTHAUSEN, Gemeinde, Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Alt-Landkreis Meiningen

Wappen: In Blau zwei silberne Flügel.

Die Flügel stammen aus dem Wappen der Grundherren von Gerthausen, derer von Reckrodt.

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GESCHWENDA, Gemeinde, Ilm-Kreis, Alt-Landkreis Ilmenau

GESCHWENDAGESCHWENDA

Der Name Geschwenda wurde 1302 erstmals urkundlich erwähnt. Zu dieser Zeit lautete der Name Gyswenda. Eine Deutung leitet diese Ortsbezeichnung von schwenden ab. Ein Geschwende ist ein durch Abbrennen des Gehölzes gewonnenes Stück Land; der Wald wurde damals nicht gerodet, sondern abgebrannt. Deshalb befindet sich im Wappen eine Tanne, aus deren Wurzeln Flammen schlagen.

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GIESSÜBEL, Gemeinde, seit 19. Febr. 1994 Ortsteil von Schleusegrund Landkreis Hildburghausen

GIESSÜBELDas Wappen stellt mit seinen Figuren die geographischen Bedingungen des Ortes dar, die in der Lage am Thüringer Wald begründet ist. Das Felsenmotiv ist eine realistische Gegebenheit in der Gemarkung.

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GOMPERTSHAUSEN, Gemeinde, Landkreis Hildburghausen

GOMPERTSHAUSENWährend die Darstellung des Löwen auf einer überlieferten Wappenabbildung aus dem Jahre 1840 basiert, symbolisiert der mit einem Rebenzweig bedeckte Dreiberg den in Ortsnähe liegenden Weingartenberg und weist auf den hier bis nach dem 1. Weltkrieg betriebenen Weinanbau hin.

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GÖRITZ, Gemeinde, seit 20. Febr. 1994 Ortsteil von Hirschberg Saale-Orla-Kreis, Alt-Landkreis Schleiz

Wappen: Ein Teil eines Baumes mit einem Ast, auf dem ein Vogel sitzt.

Ortsteile: Göritz, Lehesten.

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GÖSSITZ, Gemeinde, Saale-Orla-Kreis, Alt-Landkreis Pößneck

GÖSSITZEs sind nur zwei Siegel bekannt, die obiges Bild in einem Schild und darüber einen Stechhelm zeigen, der mit einer wachsenden, rechts das Schwert und links die Waage haltenden Justitia besetzt ist. Das eine ist um 1800 geschnitten, das jüngere ist dessen Nachbildung als Farbsiegel. Beide haben die Umschrift: RATHSGERICHTE ZV GOESSITZ. Die heraldische Lilie, die der Neue Siebmacher ohne Quellenangabe dem Ort als Wappen gibt, dürfte auf einer leicht möglichen irrtümlichen Auffassung der beschriebenen Schildfigur beruhen.

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GÖSSNITZ, Stadt, Landkreis Altenburger Land, Alt-Landkreis Schmölln

GÖSSNITZDas Wappen zeigt den heiligen Georg als Drachentöter, dessen Wahl als Wappenzeichen sich daraus ableitet, daß das Georgenstift Altenburg im 15.116. Jh. die Grundherrschaft über Gößnitz ausübte. Ein SIEGEL DES FLECKENS GOSNITZ aus dem 18. Jh. hat wahrscheinlich ältere Vorgänger mit dem gleichen Bild.

Ortsteile: Gößnitz, Hainichen, Naundorf, Nörditz, Pfarrsdorf, Koblenz.

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GOSSWITZ, Gemeinde, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Alt-Landkreis Saalfeld

 

GOSSWITZ
Wappen OT Goßwitz
GOSSWITZ OT BUCHA
Wappen OT Bucha

Ortsteile: Bucha, Goßwitz.

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GOTHA, Stadt, Landkreis Gotha

GOTHAGOTHA

Ein SIGILLVM CIVIVM IN GOTA mit St. Gothardus (961-1038), Abt von Hersfeld und Bischof von Hildesheim, erscheint erstmals um 1250. Die Wahl dieses Heiligen als Stadtzeichen hat wahrscheinlich seine Ursache im Gleichklang mit dem Stadtnamen. Auf einem Sekretsiegel aus dem 15. Jh. ist die Mauerkrone noch ein Zierbogen, unter dem der Heilige sitzt. Vermutlich wurde sie erst im 19.Jh. als Zeichen für Residenzstädte ausgestaltet.

Ortsteile: Gotha, Boilstädt, Uelleben.

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GRÄFENHAIN, Gemeinde, Landkreis Gotha

GRÄFENHAINWappen: Geteilt von Silber und Blau; oben ein natürlicher Hahn, beseitet von zwei wachsenden grünen Fichten, unten vier Wellenlinien.

Der Ort Gräfenhain wurde 1230 erstmals urkundlich erwähnt.

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GRÄFENRODA, Gemeinde, Ilm-Kreis, Alt-Landkreis Arnstadt

GRÄFENRODADer ehemalige Rodungsort wurde erstmals 1290 urkundlich erwähnt und gehörte zum Besitz der Grafen von Schwarzburg-Käfernburg. Krone und Stubben symbolisieren die gräfliche Rodung, der der Ort seinen Namen verdankt. Das Wellenband steht für die Wilde Gera, die den Ort durchfließt und 23 Mühlräder trieb.

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GRÄFENTHAL, Stadt, Landkreis Saalfeld-Rudolstadt, Alt-Landkreis Neuhaus

GRÄFENTHALDie Gestalt der Mohrin geht auf die Helmzier der Reichserbmarschälle von Pappenheim zurück, denen von 1438 bis 1621 die Grundherrschaft in Gräfenthal zustand. In der unteren Hälfte ist der Löwe der Grafen von Orlamünde, der vormaligen Stadtherren, dargestellt, allerdings in einem blanken, nicht mit den roten Herzen bestreuten Schild. Das Wappen verlieh Konrad von Pappenheim den Bürgern von Gräfenthal am 7. Apr. 1477.

Ortsteile: Creunitz, Gräfenthal, Buchbach, G~bersdorf, Sommersdorf, Großneundorf, Lichtenhain, Lippelsdorf.

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GRÄFENTONNA, Ortsteil von Tonna Landkreis Gotha, Alt-Landkreis Bad Langensalza

Wappen: In Blau ein rotgekrönter silberner Löwe. Es ist dies der Löwe der Grafen von Gleichen, die im 12. Jh. den sehr alten Ort Thonnaha erwarben, der darum später Gräfentonna genannt wurde. Die neuen Stempel zeigten im Siegelfeld eine Biertonne zwischen Lorbeerzweigen. In den Siegelbüchern erscheint der Löwe als Stadtwappen, der auch im tonnaischen Amtssiegel steht.

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GRÄFINAU-ANGSTEDT, Gemeinde, seit 16. März 1994 Ortsteil von Wolfsberg Ilm-Kreis, Alt-Landkreis Ilmenau

GRÄFINAU-ANGSTEDTOrtsteile: Annawerk, Gräfinau-Angstedt, Lehmannsbrück.

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GRAITSCHEN AUF DER HÖHE, Gemeinde, Saale-Holzland-Kreis, Alt-Landkreis Eisenberg

GRAITSCHEN AUF DER HÖHEGraitschen ist eine der wenigen Ortschaften, in deren Umgebung sich ein Rasenlabyrinth befindet. Anderenorts wird so ein Labyrinth auch als Trojaburg bezeichnet. Auf einer kreisförmigen Fläche ist aus einem Rasen eine fortlaufende Rille so eingegraben, daß dabei ein Grasnarbenweg übrigbleibt, der in verschiedenen Mäandern die Fläche durchzieht. Im Ortswappen ist diese lokale Besonderheit, die noch aus dem Mittelalter stammt und mit Volksbräuchen verbunden ist, genau aufgeführt.

Ortsteile: Grabsdorf, Graitschen a. d. Höhe.

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GRAITSCHEN BEI BÜRGEL, Gemeinde, Saale-Holzland-Kreis, Alt-Landkreis Eisenberg

GRAITSCHEN BEI BÜRGELDie Rauten sind ein Hinweis auf die ehemalige territoriale Zugehörigkeit der Gemeinde. Die Herren von Gleisberg waren die einstigen Grundherren, und in deren Familienwappen waren goldene Rauten enthalten. Die Weintraube zeigt an, daß hier günstige Bedingungen für den Weinanbau bestanden. Dieser wurde jedoch zur Jahrhundertwende durch eine Reblausplage vernichtet.

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GREIZ, Stadt, Landkreis Greiz

 

GREIZ
Wappen 1951-1990
GREIZ
Wappen ab 1991

Im ältesten Greizer Stadtsiegel aus dem wahrscheinlich 14. oder 15. Jh. sind bereits eine Stadtmauer mit zwei Toren, dahinter ein sicher das Rathaus kennzeichnende Gebäude und zwei Türme und zwischen den Türmen ein Schild mit dem damaligen preußischen Wappen, dem Löwen, zu sehen. Seit 1951 wurde anstelle des Löwenschildes mit dem reußischen Löwen ein Schildchen mit den Industriesymbolen Hammer und Weberschiffchen eingebracht und bis 1991 geführt.

Ortsteile: Greiz, Pohlitz, Irchwitz, Raasdorf, Schönfeld, Rothenthal, Dölau, Sachswitz, Obergochlitz, Caselwitz, Moschwitz, Untergrochlitz, Kurtschau, Gommla, Reinsdorf ).

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GREUSSEN, Stadt, Kyffhäuserkreis, Alt-Landkreis Sondershausen

GREUSSENBereits das älteste Siegel von 1369 zeigt den heiligen Martin zu Pferde und einen kleinen Schild mit dem Schwarzburger Löwen. Der heilige Martin ist der Schutzpatron der Kirche in Greußen.

Ortsteile: Greußen, Grüningen.

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GROSSBARTLOFF, Gemeinde,Landkreis Eichsfeld, Alt-Landkreis Worbis

GROSSBARTLOFFDas Bauernhoftor mit dem Sechsspeichenrad versinnbildlicht, daß die Gemeinde jahrhundertelang zum Verwaltungsbereich des Kurstaates Mainz gehörte und acht unter dem Schutz des Erzbistums stehende freie Bauernhöfe mit einem Tor nach Mainzer Vorbild besaß. Die stilisierten Wacholderbeeren verweisen auf den mundartlichen Spitznamen Wacholderknippel der Ansiedlung, welcher die reichhaltigen Wacholdervorkommen in der Umgebung und die Verwertung der Frucht durch die Ortsansässigen als Heilmittel widerspiegelt.

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GROSSBODUNGEN, Gemeinde, Landkreis Eichsfeld, Alt-Landkreis Worbis

GROSSBODUNGENDas Wappenbild geht auf das Bild des: °RAHTS : SIGELLZV : GROSSEN : BODVNGEN : 1664 zurück. Das Siegelbild wird heute nicht mehr geführt. Als heraldisches Kuriosum sei erwähnt, daß ,,* DAS ° AMPTS * SIGIL * ... GROSEN ° BODVNGEN 1662" den auf dem Regenbogen thronenden Weltenrichter zeigt, dessen Füße statt auf der üblichen Weltkugel auf dem honsteinischen Schachbrett stehen, während links neben seinem Haupte ein hundeartiges Tier (der schwarzburgische Löwe?) schwebt.

Ortsteile: Großbodungen, Wallrode.

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GROSSBREITENBACH, Stadt, Ilm-Kreis, Alt-Landkreis Ilmenau

GROSSBREITENBACHDas Wappen entstammt einem Gemeindesiegel aus dem 16. Jh. mit der Umschrift S. DER GEMEIN ZU BREIDENBACH v D.D.W. (= uff dem Doringer Walde). Das eigenartig gestaltete Mal- und Anwurfschloß wird noch heute im Rathaus aufbewahrt. Es scheint das Gesellenstück eines wandernden Schlossergesellen zu sein. In einer Jahrmarktspredigt des Pfarrers Holtzhey aus dem Jahre 1702 wird ein Hinweis zu einem ruhmwürdigen Wald-Mal-Schloß gegeben. Nach Holtzhey sei es notwendig gewesen, die Landstraße durch den Thüringer Wald zu verschließen bzw. zu verwahren, damit nicht Jedermann habe durchkommen können. Der Sage nach soll sich bei der Hohen Tanne eine Zollstation oder eine befestigte Warte zur Bewachung der Handelsstraße befunden haben. Der wilde Mann scheint wie bei Gehren, ein Hinweis auf die Fürsten von Schwarzburg zu sein, der Dreiberg deutet auf die Lage der Stadt im Thüringer Wald hin, die Blüten erinnern an das Heilkräutersammeln.

Ortsteile: Großbreitenbach, Hohe Tanne.

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GROSSENEHRICH, Stadt, Kyffhäuserkreis, Alt-Landkreis Sondershausen

GROSSENEHRICHDas Wappen entstammt dem ältesten Siegel von 1562 und zeigt Johannes den Täufer, ursprünglich in der Linken Lamm mit Doppelkreuz, in der Rechten eine Fahne haltend. Die Umschrift lautete: SIGILLVM OPPIDANORVM IN EHRICH MAIORIS. Johannes war Kirchenpatron von Großenehrich, dessen Kirchensiegel in das Wappen übernommen wurde. Der Löwenschild ist der der Grafen von Schwarzburg.

Ortsteile: Großenehrich, Wenigenehrich.

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GROSSRUDESTEDT, Gemeinde, Landkreis Sömmerda, Alt-Landkreis Erfurt

Wappen: In Blau auf grünem Boden die Justitia in weißer Kleidung und rotem Mantel, rechts das Schwert, links die Waage haltend.

Im Symbol wird die Göttin Justitia mit Schwert und Waage in den Händen und mit verbundenen Augen dargestellt. Dieses Symbol ist allgemein bekannt, doch als Wappenbild oder Siegelsymbol recht selten. Ein Siegel mit diesem Symbol wurde 1651 erstmals in Großrudestedt verwendet (GEM SIEGEL GROSSEN RVDESTEDT 1651). Da dieser Ort seit 1664 bzw. 1672 Sitz des Amtes eines Landesherren und somit Gerichtsbezirk war, ist der Zusammenhang zu erkennen.

Ortsteile: Großrudestedt, Kleinrudestedt, Kranichborn, Schwansee.

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GROSSSCHWABHAUSEN, Gemeinde, Landkreis Weimarer Land, Alt-Landkreis Weimar

GROSSSCHWABHAUSENGrundlage für das Wappen und Siegel sind alte Unterlagen aus dem 18. Jh. und die Tatsache, daß Großschwabhausen ein Lindendorf ist.

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GROSSSTÖBNITZ, Gemeinde, Landkreis Altenburger Land, Alt-Landkreis Schmölln

GROSSSTÖBNITZIm Wappen wird das historische Abbild der Holzbrücke über den Fluß Sprotte dargestellt, die sich bis zum Anfang der fünfziger Jahre in unmittelbarer Nähe der Kirche befand. Die im oberen Teil eingeordneten Sterne stellen die Gemeindeteile Großstöbnitz, Kleinmückern und Papiermühledar.

Ortsteile: Großstöbnitz, Kleinrnückern, Papiermühle.

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GROSSVARGULA, Gemeinde, Unstrut-Hainich-Kreis, Alt-Landkreis Bad Langensalza

GROSSVARGULAAls Erfurt im Jahre 1385 vom Deutschen Orden die Herrschaft Vargula kaufte, nahm sie dafür als Wappen ein schwarzes Rad im silbernen Feld und als Helmschmuck einen offenen, von Silber und Schwarz geteilten, Flug an.

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GRUMBACH, Gemeinde, Saale-Orla-Kreis, Alt-Landkreis Lobenstein

Wappen: Ein Kelch zwischen zwei Tannen.

Die zwei Tannen sind Ausdruck der vorhandenen Wälder, und der Glaskelch steht für die Glasbläserei.



Letzte Aktualisierung ( 02. 09. 2014 )
 
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