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30. 11. 2021
Pflanzen im und am Erfurter Steigerwald PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
24. 01. 2008
Beitragsinhalt
Einleitung
Balsaminengewächse
Dickblattgewächse
Doldenblütler
Enziangewächse
Farne
Glockenblumengewächse
Hahnenfußgewächse
Hülsenfrüchtler
Korbblütler
Kreuzblütler
Liliengewächse
Lippenblütengewächse
Malvengewächse
Mohngewächse
Nachtkerzengewächse
Narzissengewächse
Nelkengewächse
Orchideen
Pilze
Primelgewächse
Raublattgewächse
Rosengewächse
Sommerwurzgewächse
Spargelgewächse
Storchschnabelgewächse
Veilchengewächse
Wegerichgewächse
Windengewächse
Wolfsmilchgewächse
Sonstige
Quellen

Rosengewächse (Rosaceae)

Kriechendes Fingerkraut (Potentilla reptans)

Potentilla: Gattung der Rosaceae; lat. potens = mächtig, d.h. kräftig; wegen der Pflanze zugeschriebener Heilkräfte; -illa = Verkleinerungssilbe - Fingerkraut (Blattform!). reptans: lat. reptare = kriechen; kriechend, wurzelnd.

  • Fotos vom 01.07.2016 aus o Randbereich des Steigers:
Kriechendes Fingerkraut mit Schneckenbesuch
Kriechendes Fingerkraut mit Schneckenbesuch
Habitus. Blüte und 5gliedriges Blatt
Habitus. Blüte und 5gliedriges Blatt
Einzelblüte halbgeöffnet
Einzelblüte halbgeöffnet
Einzelblüte weitgeöffnet
Einzelblüte weitgeöffnet, Blütenblätter zum Rand hin leicht
umgeschlagen

https://de.wikipedia.org/wiki/Kriechendes_Fingerkraut

 

Echte Nelkenwurz (Geum urbanum), auch Gemeine Nelkenwurz

Geum: Gattung der Rosaceae; röm. Pflanzenname. urbanum: urbanus = städtisch, zur Stadt gehörend.

  • Fotos vom 11.09.2016 aus Steigerwald:
Biotop mit Echte Nelkenwurz, Habitus
Biotop mit Echte Nelkenwurz, Habitus
Blütenstand mit Frucht
Blütenstand mit Frucht
Einzelblüte seitlich
Einzelblüte seitlich
Einzelblüte von oben
Einzelblüte von oben

https://de.wikipedia.org/wiki/Echte_Nelkenwurz

 

Weißdorn (Crataegus)- geschmäht und beliebt

Crataegus: Gattung der Rosaceae; griech. Pflanzenname; krataios = fest. Weißdorn hat sehr hartes Holz.

Als vor ein paar Jahren (Ende 1980er?) im Erfurter Raum der Feuerbrand grassierte, beschloß man "... Stadt und Kreis vom Weißdorn zu befreien". Und man rodete daraufhin mit sehr viel Aufwand das Gebüsch selbst an Plätzen, wo überhaupt kein Feuerbrand feststellbar war. Dabei fielen außer Weißdorn-Buschwerk auch Wildrosen, Holunder, Schlehe usw. samt Vogelnistplätzen der Feuerbrand-Hysterie zum Opfer. Zum Glück erholten sich die meisten drangsalierten Standorte schnell und die reichliche Wurzelbrut ließ das Gebüsch eher noch undruchdringlicher wachsen... (Parallelen zu bestimmten heutigen ABM-Pflegemaßnahmen in der Flur sind rein zufallig!).

Selbstverständlich ist Weißdorn eine Wirtspflanze von vielen, wo sich diese gefährliche Bakterien-Krankheit außereuropäischer Herkunft hält und auf Kulturobst mit verheerender Wirkung überspringen kann. Jedoch gehört Weißdorn, von dem es mehrere Arten gibt, zur ursprünglichen Flora Thüringens.

Während Reinecke (1914 "Flora von Erfurt") nur den Gemeinen und den Eingriffligen Weißdorn unterschied, nebst Bastardierung beider, gibt es in der Erfurter Gegend (und im Steiger) folgende botanisch "guten" Arten: Eingriffliger, Langkelch-, Krummkelch- und Zweigriffliger Weißdorn. Andere Arten der Gattung Crataegus (Weißdorn) wurden als Ziersträucher eingebürgert, wie der nordamerikanische Hahnensporn-Weißdorn oder der ebenfalls aus Nordamerika stammende Scharlachdorn.

Insgesamt sind Weißdorn-Arten sommergrüne Sträucher oder kleine Bäume mit Dornen-Bewehrung. Die von Mai bis Juni blühenden Gestalten sind z. B. an vielen lichten Stellen des Unterholzes im Steigerforst zu beobachten. Als "lebende Hecke" wurde der Gemeine (Zweigrifflige) Weißdorn vielfach zur Grundstücksbegrenzung angepflanzt. Die weißen Blüten stehen in reichen Doldentrauben. Schon Reinecke beschrieb rotblühende Formen als Straßenbaum der Stadt. Der Name "Rotdornweg" im Erfurter Norden weist darauf hin.

Der Zweigrifflige Weißdorn er zeigt im Blütenboden zwei Griffel - verbreitet allerdings zur Blütezeit einen aufdringlichen Duft. Andererseits werden die getrockneten Blüten als Droge genutzt und die dunkelroten, fäßchenförmigen Früchte (biologisch Scheinfrüchte) dank hohen Pektingehalts gesammelt und zu Gelee verkocht. Der Eingrifflige Weißdorn wächst vor allem auf warmtrockenen Hängen, so am Roten Berg.

http://de.wikipedia.org/wiki/Wei%C3%9Fdorn



Letzte Aktualisierung ( 18. 12. 2019 )
 
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