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23. 09. 2021
Pflanzen im und am Erfurter Steigerwald PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
24. 01. 2008
Beitragsinhalt
Einleitung
Balsaminengewächse
Dickblattgewächse
Doldenblütler
Enziangewächse
Farne
Glockenblumengewächse
Hahnenfußgewächse
Hülsenfrüchtler
Korbblütler
Kreuzblütler
Liliengewächse
Lippenblütengewächse
Malvengewächse
Mohngewächse
Nachtkerzengewächse
Narzissengewächse
Nelkengewächse
Orchideen
Pilze
Primelgewächse
Raublattgewächse
Rosengewächse
Sommerwurzgewächse
Spargelgewächse
Storchschnabelgewächse
Veilchengewächse
Wegerichgewächse
Windengewächse
Wolfsmilchgewächse
Sonstige
Quellen

Farne

 

Farne - die grünen Wedel

Farne gehören mit Bärlappen und Schachtelhalmen zur Gruppe der Gefäßsporenpflanzen. 11 000 Arten leben davon auf der Erde. Die Gruppe der rezenten Farnpflanzen ist Rest einer "archaischen Pflanzenwelt", Relikt einer vergangenen geologischen Epoche. Das allein macht sie so interessant.

Verglichen mit dem Farn-Reichtum mancher Thüringer Täler muten die wenigen Plätzchen im Steiger bescheiden an. Folgende Farne gab Reinecke 1914 in der "Flora von Erfurt" an: Wurmfarn, Dornfarn, Eichenfarn, Frauenfarn. Im benachbarten Rockhäuser und Bechstedter Forst gab (und gibt) es Fundorte weiterer Arten: Buchen-, Kamm-, Lappiger Schild-, Gemeiner Tüpfelfarn, Mondraute und Natternzunge. Beachtenswert ist der seltene Kammfarn (Dryopteris cristata), weil er gemäß Bundesartenschutzverordnung von 1989 zu den besonders geschützten Arten zählt. Die wenigen Fundpunkte südlich der Autobahn an feuchten Stellen werden deshalb aus Naturschutzsicht sorgsam gehütet.

Von den vier lebenden Farnarten des Steigers wurde der Eichenfarn erst 1931, nach vielen Jahrzehnten des Verschollen-Seins, wieder entdeckt. Häufiger ist der Dornfarn.  Dagegen kommt der Wurmfarn im Steiger relativ sporadisch vor.

Solche Farne, die ganzen Wäldern und Forsten auf bodensaurem Untergrund den Aspekt verleihen, wie etwa der Adlerfarn, kommen im Steiger nicht vor.

An Kalksteinmauern kann man solch zierliche Farne wie Mauerraute und Braunstieliger Streifenfarn finden. Der Zerbrechliche Blasenfarn könnte auf Anpflanzungsversuche zurückgehen. Gescheiterte Versuche, die Farnwelt bei Erfurt "aufzubessern", liegen bei der Hirschzunge und dem Rippenfarn vor - so schrieb einst Reinecke. Er wußte damals nicht, dass "florenverfälschende Ansalbungen" verboten werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Farne

 

Gewöhnlicher Dornfarn auch Karthäuserfarn (Dryopteris carthusiana)

Dryopteris: Gattung der Polypodiaceae; griech. drys, dryos = Eiche; pteris = Farn. Also Farn, der auf alten Eichen wächst - Wurmfarn. carthusiana: Karthäuser-.

Er wächst einzeln oder gesellig - an feuchten, schattigen Stellen. Am Rand des Ungeheuren Sumpfes (westlich des "Hubertus") zeigen sich seine frischgrünen Wedel.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gew%C3%B6hnlicher_Dornfarn



Letzte Aktualisierung ( 18. 12. 2019 )
 
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