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26. 05. 2020
Frühere Verordnungen über Geschützte Landschafts(bestand)teile im Raum Erfurt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
20. 04. 2008
Beitragsinhalt
Übersicht
Eintragungen in Landschaftsschutzkarte Kreis Weißensee
VO zum Schutz von Landschaftsteilen Kr.Weißensee
GLB der Stadt Erfurt [1991]
Ausweisung des GLB "Am kleinen roten Berge" [2003]
Ausweisung der GLB Gemarkung Töttelstädt [2004]
Ausweisung des GLB "Der Dreienbrunnen" [2004]

Amtsblatt der Preußischen Regierung zu Erfurt. Ausgabe B
Stück 43. Ausgegeben Erfurt, den 28. Oktober 1939. (586) S. 116

Verordnung
zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Kreises Weißensee/Thür.

Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821) sowie des § 13 der Durchführungsverordnung hierzu vom 31. Oktober 1935 (RGBl. I S. 1275) wird mit Ermächtigung der höheren Naturschutzbehörde in Erfurt für den Bereich des Kreises Weißensee/Thür. folgendes verordnet:

§ 1.

Die in der Landschaftsschutzkarte bei dem Regierungspräsidenten in Erfurt eingetragenen Landschaftsteile im Bereich der Gemeinden Egstedt, Waltersleben, Wandersleben, Mühlberg und Möbisburg und zwar:

Egstedt: Gärten mit höheren Laubbäumen, Ufergelände des Wiesenbaches,

Waltersleben: Ufergelände des Wiesenbaches, Laubholzgruppe,

Wandersleben: Graben mit Randpflanzungen bei Höhe 259,3, Gebiet um die Wanderslebener Gleiche, Röhn und Kaffberg.

Mühlberg: Gebiet um die Mühlberger Gleiche, 4 Gräben mit Kopfweiden, Höhenrücken mit Kieferwald, Gutspark Ringhofen,

Möbisburg: Burg bei Möbisburg,

werden mit dem Tage der Bekanntgabe dieser Verordnung dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt.

§ 2.

Es ist verboten, die in der Landschaftsschutzkarte eingetragenen Landschaftsbestandteile zu verändern, zu beschädigen oder zu beseitigen. Ferner ist verboten, auf den in der Landschaftsschutzkarte durch besondere Umrahmung kenntlich gemachten Flächen Veränderungen vorzunehmen, die geeignet sind, die Natur zu schädigen, den Naturgenuß zu beeinträchtigen oder das Landschaftsbild zu verunstalten. Hierunter fällt die Anlage von Bauwerken aller Art, Verkaufsbuden, Zelt- und Lagerplätzen, Müll- und Schuttplätzen sowie das Anbringen von Inschriften und dergleichen. Unberührt bleibt die wirtschaftliche Nutzung, sofern sie dem Zweck dieser Verordnung nicht widerspricht.

§ 3.

Ausnahmen von den Vorschriften dieser Verordnung können von mir in besonderen Fällen zugelassen werden.

§ 4.

Wer den Bestimmungen dieser Verordnung zuwiderhandelt, wird nach den §§ 21 und 22 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 und dem § 16 der Durchführungsverordnung hierzu vom 31. Oktober 1935 bestraft, soweit nicht schärfere Strafbestimmungen anzuwenden sind.

§ 5.

Diese Verordnung tritt mit ihrer Bekanntgabe im Amtsblatt der Regierung in Erfurt in Kraft.

Weißensee/Thür., den 1. Oktober 1939

Der Landrat.
gez. H a l f m a n n.



Letzte Aktualisierung ( 23. 10. 2014 )
 
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