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Geschrieben von Detlef Tonn   
26. 08. 2010
Beitragsinhalt
laufend / bevorstehend
beendet 2019
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Beendet 2019

Erfurt, Naturkundemuseum

Sonderausstellung  22. März - 25. August 2019
Fledermäuse | Geheimnisvolle Jäger der Nacht
Fotografien von Dr. Christoph Franz Robiller, anlässlich des 10jährigen Bestehens der "Stiftung Fledermaus Thüringen"


Holzhausen bei Arnstadt, Otto Knöpfer Haus

Sonderausstellung  2. Juni - 18. August 2019
Von Arnika bis Zaunrübe | Otto Knöpfers Verhältnis zur Thüringer Flora.

Sonderausstellung zu Otto Knöpfer: Von Arnika bis Zaunrübe
Otto Knöpfer: Gartenstillleben, Öl auf Hartfaser, 1988© Privatbesitz

Kurator: Kunstwissenschaftler  Dr. Rüdiger Helmboldt, Arnstadt
Die aufgeschobene, lang ersehnte und mit Spannung erwartete Schau, versammelt 30 Originale des Malers.

Begleitprogramm:
12. - 14. Juli Pleinair des Mal- und Zeichenzirkels Arnstadt, offen für Gäste.

Holzhausen bei Arnstadt, Otto Knöpfer Haus

Gera, Museum für Naturkunde

Sonderausstellung   1. Dezember 2018 - 2. Juni 2019
100 Jahre Ernst Haeckel | Meilensteine der Evolutionsforschung

Entwicklung der Evolutionstheorie in den vergangenen 300 Jahre.

Die vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné (1707-78) eingeführte binäre Nomenklatur, vereinfacht aus Gattungs- und Artnamen bestehend, bildete die Grundlage der modernen botanischen und zoologischen Taxonomie. Bis zur tatsächlichen international verbindlichen Vereinheitlichung der Namensgebung war es indes noch ein weiter Weg, an dem anfangs auch der britische Naturforscher Charles R. Darwin (1809-82) beteiligt war. Darwin legte mit seinem Hauptwerk Über die Entstehung der Arten über seine Theorie der Anpassung an den Lebensraum durch Variation und natürliche Selektion die Grundlage der modernen Evolutionsbiologie. Er hatte mit seinen umwälzenden Erkenntnissen weltweiten Einfluss auf die Forschung und gewann Anhänger seiner Lehre, die Darwinisten.

So auch in Thüringen in dem Evolutionsforscher Ernst Haeckel (1834-1919), der Darwins Abstammungslehre weiterentwickelte und auf den u.a. der heute vieldiskutierte biologische Begriff Ökologie zurückgeht. An diese führende Forscherpersönlichkeit, dessen 100. Todestag sich am 9. August 2019 jährt, soll in Ehren erinnert werden.

Haeckel habilitierte 1861 in Jena zu vergleichender Anatomie, erhielt 1865 eine Professur für Zoologie und war von 1876 an Prorektor der Universität Jena. 1882 war Haeckel am Bau der Villa Medusa, seinem Wohnhaus bis zum Tode, heute Ernst-Haeckel-Haus (→ Jena, Ernst-Haeckel-Haus mit Ernst-Haeckel-Memorialmuseum), wo sein Erbe gepflegt wird und der Einrichtung des Zoologischen Institutes der Universität Jena beteiligt. Er stiftete 1908 das bis heute bestehende Phyletische Museum (→ Jena, Phyletisches Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena) in Jena.

Weitere wesentliche deutsche Forschungsarbeiten zur Evolution und Systematik folgten. Nach Ende des 2. Weltkrieges entwickelte der Biologe und Entomologe Willi Hennig (1913-76) seine Grundzüge einer Theorie der phylogenetischen Systematik (Kladistik), der damit als deren Begründer gilt und die Sichtweise auf die natürliche Ordnung der Lebewesen revolutionierte. Er war auch auf dem Gebiet der Taxonomie umfangreich tätig.

Begleitprogramm mit fünf Fachvorträgen namhafter Wissenschaftler.
https://www.gera.de/sixcms/detail.php?id=231644&_nav_id1=146716&_nav_id2=146719&_lang=de
Gera, Museum für Naturkunde


Goldisthal, Haus der Natur

Sonderausstellungen im Foyer und historischen Treppenaufgang für jeweils zwei bis drei Monate: 19. Januar - Mai 2019
Faszination Fotografie | Fotoausstellung

Regionale Fotografen vom Saalfelder Fotostammtisch zeigen eine Auswahl ihrer Werke: Landschaft, Pflanzen-, Tier-, Personenporträts.
http://www.hausdernatur-goldisthal.de/wechselausstellungen.html
Goldisthal, Haus der Natur


Altenburg, Naturkundliches Museum Mauritianum

Sonderausstellung  23. September 2018 - 5. Mai 2019
Komplett violett - Das Ringen um die Heide im Pöllwitzer Wald

Seit 2015 beschäftigt sich die Naturforschende Gesellschaft Altenburg (NfGA) im Rahmen eines Projektes zur Entwicklung von Natur und Landschaft intensiv mit den Zwergstrauchheiden des Pöllwitzer Waldes bei Zeulenroda-Triebes, ein heute wertvolles Offenland-Areal, das durch den Betrieb eines früheren Truppenübungsplatzes entstand. Die Ergebnisse der bisherigen Bemühungen der Mitarbeiter der NfGA um neue  Pflege- und Nutzungskonzepte für die Heideflächen, über erste Erfolge, jedoch unbefriedigenden Allgemeinzustand, werden vorgestellt.


Jena, Phyletisches Museum der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Sonderausstellung  27. September 2018 - 30. April 2019
Mondvögel aus Costa Ricas Regenwald

Nach Wikipedia ist der Mondvogel, auch Mondfleck (Phalera bucephala) „ein Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner, der über ganz Europa (einschließlich Britische Inseln) bis Ostasien verbreitet ist“, der aufgrund seiner Nachtaktivität jedoch selten beobachtet wird. So entgeht uns seine Schönheit und wird als „Motte“ wenig beachtet oder gering geschätzt. Mit der Ausstellung soll ein Bogen über den Atlantik zu den artenreichen Regenwäldern Costa Ricas mit ihren farbenprächtigen Nachtfaltern gespannt und zugleich Vorurteilen und Unkenntnis hierzulande entgegengewirkt werden.


Sondershausen, Schlossmuseum

Sonderausstellung  in der Schlossgalerie  9. Februar - 28. April 2019
Exotische Früchte | Anbau, Handel und Umweltproblematik

Sonderausstellung: Exotische Früchte
Sonderausstellung: Exotische Früchte© Foto: Schlossmuseum

Wanderausstellung des Pfalzmuseums für Naturkunde aus Bad Dürkheim (RP).
Rund 1000 Exponate, täuschend echt präparierte oder nachgebildete farbenprächtige Früchte, darunter auch weniger bekannte, illustrieren die heute ständig verfügbare Vielfalt an Südfrüchten auf unseren Märkten. Sie werden ergänzt durch Infotafeln mit Angaben über Herkunft, Anbau, Inhaltsstoffe sowie Geschmack und Verwendung.

Erörtert werden die wachsenden ökologischen Probleme und Umweltschäden durch Anbau und Handel mit Südfrüchten, Stichworte wie (Brand-)Rodungen von tropischen Wäldern, Monokulturen, Umweltbelastungen durch weite Transportwege.

Mit der Ausstellung wird aber auch die Geschichte am Sondershäuser Hof beleuchtet. Erinnert wird an die hier schon im 18. und 19. Jh. mit viel Aufwand betriebene berühmte Ananaszucht am Fürstenhof von Schwarzburg-Sondershausen und damit an ein besonderes Kapitel Thüringer Gartenbaugeschichte. Es sollen etwa 150 bis 180 Pflanzen gewesen sein, die in der Orangerie am Schlossberg herangezogen wurden. Es brauchte drei Jahre bis zur ersten Reife, in denen die Pflanzen bei einer Temperatur von mindestens 20 °C gehalten werden mussten. Immerhin mehr als 1.000 Früchte sollen jährlich geerntet worden sein. Sie bereicherten nicht nur die eigene fürstliche Tafel, sondern gingen als anspruchsvolles Mitbringsel an andere Höfe oder wurden gewinnbringend verkauft. 1883 war infolge des Seehandels Schluss mit der Ananaszucht. Reste der Pflanzenhäuser sind auf dem Schlossareal noch zu finden.

Kindgerechtes, kreatives Begleitprogramm.

→ Sondershausen, Schlossmuseum
https://www.pfalzmuseum.de/


Erfurt, Naturkundemuseum

Sonderausstellung  1. Februar - 21. April 2019
365 Augenblicke | Naturdokumentationen von Meune Lehmann

Meune Lehmann: Augenblick eines Luchses I
Meune Lehmann: Augenblick eines
Luchses I aus 365 Augenblicke*© Foto: Meune-Art

Ein im Januar 2010 abgeschlossenes außergewöhnliches Projekt der in Nortorf, südwestlich von Kiel in Schleswig-Holstein lebenden freischaffenden Künstlerin wird vorgestellt: Über mehrere Jahre entstand eine Reihe von 365 gleichformatigen, quadratischen Bildern in Acryl auf Leinwand im Format 30 cm x 30 cm, also für jeden Tag des Jahres ein Einzelbild, mit jeweils einem Tierauge in realistischer, naturnaher, farbintensiver Malweise. Dabei wurden die Augenblicke in 14 Tiergruppen untergliedert mit jeweils 15, 30 oder 60 Bildern. Die Augen von unterschiedlichsten Tierarten sind in gleicher Größe bildfüllend dargestellt, ob von einem kleinen Gliederfüßer oder einer großen Wildkatze. Die jeweilige Tierart ist mit angegeben.

Tieraugen gehören für die Künstlerin „als 'Spiegel der Seele' zu den faszinierendsten Motiven“, die auch besonders eindringlich auf den Betrachter wirken können. Es kann eine „Zwiesprache“ zwischen Tier und Mensch zustande kommen, wenn man sich darauf einlässt, die sonst in freier Natur nicht oder selten möglich wird. Denn das Anliegen, das hinter dieser Reihe „schöner Augen“ steht, ist der Schutz und die Erhaltung unserer bedrohten Natur, hier speziell der Tierwelt. Es soll ins Bewusstsein gebracht werden, dass viele der gezeigten Tierarten durch Vernichtung ihrer Lebensräume im Bestand bedroht sind (Rote Listen!) oder bereits für immer verschwunden sind. Diese alarmierende Entwicklung, die allgegenwärtig ist und sich noch weiter beschleunigt, muss aufgehalten werden!

* Zur Abbildung: Unser heimischer Luchs, genauer Eurasischer Luchs oder Nordluchs (Lynx lynx), nicht in 365 Augenblicke dargestellt, gilt in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz als „streng geschützt“. Nach dem Bundesamt für Naturschutz wurden im Monitoringjahr 2017/18 genau 77 selbstständige Luchse für ganz Deutschland gezählt!

http://www.meune-art.de/
Erfurt, Naturkundemuseum


Triptis, Alfred Ehrhardt Haus

Sonderausstellung  12. Januar - 18. April 2019
100 jahre bauhaus I : Alfred Ehrhardt | Malerei | Zeichnung | Grafik
Kuratorinnen: Stefanie Odenthal M.A., Dr. Christiane Stahl
Zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum 2019 werden abstrakte Kompositionen gezeigt, „die ein 'Materialempfinden' verdeutlichen, welches Ehrhardt durch ein gezieltes Studium der Erscheinungsformen und Gesetzmäßigkeiten der Natur schulte, wie es am Bauhaus gelehrt wurde.“
http://www.alfred-ehrhardt-stiftung.de/index.php?aktuelle-ausstellungen


Gotha, Museum der Natur
Jörg Stemmler: Grünspecht
Ein Glanzlicht 2018: Fakir | Junger
Grünspecht© Foto: Jörg Stemmler, Hettstedt
naturfoto-stemmler.de

Sonderausstellung  Ausstellungshalle   27. Januar - 24. März 2019. Eingang: Mitte Westflügel, Arkaden
Glanzlichter 2018 | Preisgekrönte Naturfotografien aus aller Welt

20. Internationaler Wettbewerb der Naturfotografie und zum 14. Mal auf Schloss Friedenstein in Gotha. 87 Einzelbilder in acht Wettbewerbs- und zwei Zusatzkategorien von malerischen Landschaftsbildern bis hin zu exotischen Säugetier-Arten, ausgewählt von einer dreiköpfigen Jury aus über 18.000 Bildeinsendungen von 934 Fotografen/Fotografinnen aus 39 Ländern.
Die Wanderausstellung Glanzlichter 2018 macht außer in Gotha sonst in Thüringen nur noch im Nationalparkzentrum Thiemsburg Station: 5. Juli – 27. September 2019.
https://www.nationalpark-hainich.de/

Wettbewerbs-Kategorien der "Glanzlichter 2018":

  • magnificent wilderness - Prächtige Wildnis
  • the beauty of plants - Die Schönheit der Pflanzen
  • nature as art - Natur als Kunst
  • artists on wings - Künstler auf Flügeln
  • the world of mammals - Die Welt der Säugetiere
  • diversity of all other animals - Vielfältigkeit aller anderen Tiere
  • black and White – Schwarz und Weiß
  • moments in nature – Momente in der Natur

Zusatzkategorien (Sonderpreise):

  • junior award - Jugend-Preis | Glanzlichter-Nachwuchs-Naturfotograf 2018:
    Lasse Kurkela (14, FIN). Sein Bild Scheue Begegnung, zur Wirkungserhöhung in SW gewandelt, zeigt einen Wolf am Waldrand nach Sonnenuntergang.
  • fritz pölking-award (zum 11. Mal, würdigt den bekannten deutschen Naturfotografen) für ein herausragendes Bild aus einer der Tierkategorien:
    Bettina Zeller (D). Das Bild Auge in Auge zeigt einen Steppenadler, auf den eine Wespe zufliegt.

Sieger 2018:
Manuel Enrique González Carmona (E). Sein Bild Meteorit | Spiegelungen im Rio Tinto, Huelva, Andalusía (E): Ein "glühender Meteorit mit Schweif" an einem Morgenhimmel über einer Reihe von Bäumen am unteren Bildrand, faszinierend und auf den ersten Blick irritierend zugleich, erschließt sich in seinem Sinngehalt nicht sofort.

Eintrittskarte an der Museumskasse im Nordflügel des Schlosses am Durchgang zur Stadt, berechtigt auch zum Besuch der Naturkunde-Ausstellung Tiere im Turm.
Katalog Glanzlichter 2018 (136 Seiten, 20 Euro).

https://www.glanzlichter.com/Foto-Ausstellungen.cfm
http://www.stiftungfriedenstein.de/aktuell/neue-sonderausstellung-glanzlichter-2018-preisgekronte-naturfotografien-aus-aller-welt
→ Gotha, Museum der Natur


Gera, Museum für Naturkunde

Kabinettausstellung  2. Januar - 17. März 2019
Spuren im Wald

Breite Auswahl auffälliger und unauffälliger Spuren verschiedenster einheimischer Tierarten, deren Anwesenheit in einem Gebiet oft nur daran zu erkennen ist, da sie selbst eher selten oder nicht zu sehen sind. Oft geht der Naturbesucher aus Unkenntnis achtlos an ihnen vorbei.

Vorgestellt werden u.a.

  • Fraßspuren, also Überbleibsel vom Fressen, wie Nadelbaumzapfen, an denen man ablesen kann, ob sich Specht, Fichtenkreuzschnabel oder Eichhörnchen daran gütlich taten
  • Federrupfungen, also die durch den Jäger herausgerissenen oder abgebissenen Federn eines erbeuteten Vogels
  • Losungen, d.h. Ausscheidungen wie Kot, die einen wichtigen Hinweis über die konkrete Anwesenheit einer Tierart an einem Ort geben, da sie meist dauerhafter sind als andere Spuren.
  • Tierbehausungen, wie Ameisenbau, (Gelege-)Nest, Kokon von Insekten und Spinnen, Spinnennetz, Wochenstube der Fledermäuse, Wurfkessel der Wildschweine
  • Fährten wichtiger Tierarten im Überblick

Im Weiteren sind auch Tierkadaver und -skelette aufschlussreich.

https://www.gera.de/sixcms/detail.php?id=231918&_nav_id1=146716&_nav_id2=146719&_lang=de
Gera, Museum für Naturkunde


Erfurt, Angermuseum | Kunstmuseum der Landeshauptstadt

Sonderausstellung 2. OG   18. November 2018 - 17. Februar 2019
Michael Triegel - Discordia Concors | Malerei | Zeichnungen | Druckgrafik
Kurator: Thomas von Taschitzki

Michael Triegel, Stilleben mit Iris, 2015, Mischtechnik
Michael Triegel, Stilleben mit Iris, 2015,
Mischtechnik© Foto: Galerie Schwind

In der ersten großen Werkschau des Künstlers in seiner Geburtsstadt Erfurt sind 76 Gemälde, Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafik versammelt, die sein bisheriges Schaffen repräsentativ abbilden. Sie entstand in enger Zusammenarbeit zwischen Kurator, dem Künstler und „seinem“ Leipziger Galeristen Schwind. Triegel konnte entscheidend bei der Auswahl seiner Bilder, die er für die Ausstellung für wichtig hielt, mitsprechen, eine Leihgabe vorausgesetzt. Auch bei der Farbwahl der Wandflächen, einem Weinrot, wurde man sich zufriedenstellend einig.

Der Titel der Ausstellung 'Discordia Concors' (einige Uneinigkeit) deutet auf eine wesentliche Besonderheit der Kunst Michael Triegels: Im Spannungsfeld zwischen christlicher Ikonographie, antiker Mythologie, Philosophemen, Legenden und eigenen Erfahrungen zeigen sich seine Bilder tief in der europäischen Kultur- und Kunstgeschichte verankert und zugleich aktuell und zukunftsweisend.
Angermuseum, Ausstellungsflyer 2018

Im Mittelpunkt stehen zweifellos seine in der für ihn typischen Feinmalerei und Bildsprache ausgeführten Gemälde. Sein Gemälde "Verwandlung der Götter", 2010, Mischtechnik, im Besitz des Angermuseums, erhielt selbstverständlich den zentralen Ehrenplatz, im Blick der Zuhörerschaft bei Vorträgen.
Bereits 2011 erwarb der Förderverein "Freunde des Angermuseums" das großformatige Bild, das als ein Hauptwerk von Michael Triegel gilt, und vieles von dem in sich vereint, was den Maler heute ausmacht. Überaus prächtig wirkt es durch den altarbildgleichen, goldfarbenen Rahmen im Stil der Hochrenaissance, der tatsächlich jedoch aus dem 19. Jh. und - das ist das Besondere - aus dem Nachlass von Werner Tübke (1929-2004) stammt. Mit ihm, im Malstil und in der Bildsprache vorbildhaft verbunden, kam vor fünf Jahren sogar die gemeinsame Ausstellung „Zwei Meister aus Leipzig“ mit Hauptwerken der beiden Maler zustande, die in den Kunsthallen Aschaffenburg Jesuitenkirche und Rostock gezeigt wurden.
Der spektakuläre Erwerb von 2011 bildete schon damals den Anlass, an eine künftige Personal-Ausstellung mit Arbeiten Michael Triegels im Angermuseum Erfurt zu denken, die nun sieben Jahre später Wirklichkeit werden konnte.

Den Anlass bildete schließlich der 50. Geburtstag des Künstlers am 13. Dezember 2018, um den die Schau konzipiert wurde. Dies kann man mehr als nur eine noble Geste werten. Es kündet von der gebliebenen Verbundenheit zu seiner Geburtsstadt. Hier wo er in der DDR aufgewachsen ist, seine Kindheit verbracht hat, und im freiwilligen Mal- und Zeichenzirkel auf dem Petersberg seine Kunsterzieherin, die es sich mit über 80 nicht nehmen ließ, zu den Veranstaltungen mit dem Künstler zu kommen, mit seiner weit fortgeschrittenen künstlerischen Befähigung beeindruckte.
Seine musisch-künstlerische Begabung neigte sich zur bildenden Kunst, zur Malerei. Daran hatten auch die jährlichen Aufenthalte im Landschaftspark Tiefurt bei Weimar ihren Anteil. Der Entschluss für ein Kunststudium setzte sich durch, von 1990-95 studierte Triegel Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig bei Arno Rink (1940-2017) und Ulrich Hachulla (*1943), bei letzterem folgte ein zweijähriges Aufbaustudium und 1998 der Abschluss mit Meisterschülerdiplom. Der Maler blieb in Leipzig, bis heute.

Seinen künstlerischen Bestimmungspunkt erfuhr Triegel in den 1990ern in Rom, wohin es ihn auch zu seinem 50. zog. Auf der Reise hatte er aber auch den Blick für den Menschen auf der Straße, der vom Leben gezeichnet ist, so wie in den beiden neapolitanischen Altenporträts der Ausstellung. Nur was ihn fesselt und künstlerisch reizt, kommt in den Skizzenblock. Er wolle sich dem Porträt künftig stärker zuwenden.
In Malweise und Bildsprache der Renaissance, dem italienischen und spanischen Manierismus verbunden, werden kompositorisch verschiedenste Bildzitate in Triegels Werken eingefügt und durch eigene, teils provokante Verfremdung und Abwandlung mit einer neuen Sichtweise versehen. Dafür brauchte es anfangs viel Mut und Selbstvertrauen.

An den Beginn des Rundgangs ist neben der Vita von Micheal Triegel das Selbstbildnis mit Fliege von 2016 gehängt. Die Gemälde (Mischtechnik, Eitempera) im Saal zeigen neben den großen thematischen Arbeiten auch sensible Porträts von bekannten und unbekannten Persönlichkeiten, darunter

  • Studie Riccardo Chailly (ehemaliger Chefdirigent des Gewandhauses Leipzig), 2017
  • Alter in Neapel, 2016. Die Begegnung rief bei Triebel sofort das berührende Bild Großvater [Alter] mit Enkel, 1488, Paris, Louvre, des Renaissance-Malers Domenico Ghirlandaio (1448-94) wach. Das seltene Motiv mit der Knollennase (Rhinophym [Rosazea]) fand über 500 Jahre nach ihrem mutmaßlichen Ersterscheinen in der Kunstwelt, nun eine korrespondierende Neubearbeitung.
  • Neapolitanerin, 2018.

In einigen seiner Stillleben mit Blumen, Fundstücken, u.ä. findet auch das Gegensätzliche Platz, tote Tierkörper oder -schädel als Zeichen des Vergänglichen, die neben der Schönheit des Moments der vitalen, lebenden Natur einen starken Gegenpol bilden, der zunächst schwer zu akzeptieren ist. 
Von der technischen Vielseitigkeit, worin sich auch der Meister zeigt und die zu Unrecht etwas in den Hintergrund tritt, kann sich der Besucher in den beiden Seitenkabinetten überzeugen:

Michael Triegel, Toskana Abend, 2012, Aquarell
Michael Triegel, Toskana Abend, 2012, Aquarell© Foto: Galerie Schwind
  • Aquarelle: Landschaften Schweizer Alpen, Italien (Toskana), Südengland
  • Zeichnungen (Gaphit-/Bleistift, kombinierte Techniken): Porträt-, Akt-, Landschafts-/Natur-, Architekturstudien, Skizzen, Entwürfe
  • Grafik: Zink(hoch)-, Strichätzung; Aquatinta; Zink-, Schablithografie (Mezzotinto).

Begleitprogramm: Vorträge  | Künstlergespräch | „Künstlerrundgang“ | Kuratorenführungen
Hinweis:
Der für den 22. Januar 2019, 18:30 Uhr ursprünglich geplante Rundgang mit Michael Triegel durch die Ausstellung, wird aufgrund des sich abzeichnenden großen Besucherinteresses, es gingen bereits ca. 120 diesbezügliche Anfragen im Angermuseum ein, in abgewandelter virtueller Form mit Diaprojektion der Werke und dem Künstler in der Eingangshalle stattfinden. Eine Variante, die sich bereits zur Vernissage und beim Künstlergespräch bewährt hatte, trotz nicht ausreichender Sitzplätze.

Ein Ausstellungskatalog ist im Hirmer Verlag erschienen.
→ https://kunstmuseen.erfurt.de/km/de/service/aktuelles/ausstellungen/2018/129813.html
Erfurt, Angermuseum - Kunstmuseum der Landeshauptstadt


Altenburg, Lindenau-Museum

Sonderausstellung  4. November 2018 - 3. Februar 2019
Die Welt von gestern | Malerei und Grafik des 19. Jahrhunderts
Kuratorin: Sabine Hofmann

Dietrich: Italienische Ideallandschaft
Erdmann Julius Dietrich: Italienische
Ideallandschaft, o.J., Öl auf Leinwand© Foto: Lindenau-Museum Altenburg

Die Sonderschau präsentiert 49 Gemälde, 28 Zeichnungen sowie etwas Druckgrafik und Plastik. Ihr Titel ist dem gleichlautenden Buch „Die Welt von gestern“ (1942) von Stefan Zweig (1881-1942) entlehnt, in dem er das eigene Erleben der Zeit vor dem 1. Weltkrieg beschreibt.

So ist die Ausstellung einem Zeitabschnitt in der bildenden Kunst gewidmet, für den sich ein eigener Begriff etabliert hat, der über das 19. Jh. hinausgeht. Das lange 19. Jh. schließt mehr als ein Jahrzehnt davor und danach ein, beginnend etwa mit der Französischen Revolution 1789 und endend mit dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914. In diesen 125 Jahren vollzogen sich grundlegende gesellschaftliche Entwicklungen, die den Verlauf des 20. Jh. wesentlich bestimmen sollten und bis in unsere Zeit wirken. Die Malerei wurde von einer mediterranen Sehnsucht erfasst, die Entdeckung der Freiluftmalerei, zu nennen sei hier die Schule von Barbizon, benannt nach einem Dorf am Wald von Fontainebleau bei Paris, fand schnelle Verbreitung und wurde bahnbrechend, bis hin zur Auflösung der klassischen Bildsprache.

In den Werken der Ausstellung indes sind die klassische Romantik, Biedermeier, Realismus noch allein bestimmend. Der aufziehende Impressionismus wird nur berührt. In der durch die vorhandene Räumlichkeit Grenzen gesetzten Auswahl wird dem Kunstfreund gezeigt, was dem auch gerade für diese Zeit reichen Sammlungsbestand des Hauses innewohnt und sonst nicht zu sehen ist, dieweil er im Depot „schlummert“. Einige Bilder waren sogar bisher öffentlich überhaupt nicht zu sehen. Bei einigen hervorgeholten Bildern kam dabei, nicht unerwartet, zum Vorschein, dass sie stark restaurierungsbedürftig sind. Sie bekamen dennoch ihren Platz in der Schau. Und so verbanden die Ausstellungsmacher die sicherlich zu erwartende Begeisterung bei der Betrachtung der Bild-Schönheiten mit dem Wunsch, Restaurierungspaten für die aufwendigen Arbeiten zu finden. Eine heute, bedingt durch die akute Finanznot der Museen, zunehmend aufdrängende Initiative. 

Ein Schwerpunkt der Auswahl bilden die in Altenburg gewirkten bzw. mit der Stadt in Verbindung gestandenen Maler. Auch hier zeigt sich eine lokale Besonderheit, der durch Residenz und Mäzenatentum befördert wurde, allen voran Bernhard August von Lindenau (1779-1854).

Neben Porträts und Genrebildern, sind es vor allem die Landschaften und Panoramen, die uns begeistern und beeindrucken in der hohen Qualität ja Meisterschaft ihrer Ausführung. Als Beispiel sei das großformatige Bild von Friedrich Otto Georgi (1819-74) „Panorama Kairo“, 1874, genannt, dessen 200. Geburtstag wir am 2. Februar, dem vorletzten Ausstellungstag begehen!! Mit einem unglaublichen Detailreichtum gibt uns der Maler eine dokumentarisch wertvolle, historisch authentisch und topografisch genau erscheinende Ansicht der ägyptischen Metropole.

Begleitprogramm: Führungen | Lesung.

https://www.lindenau-museum.de/index.php/austellungen-details/die-welt-von-gestern-malerei-und-grafik-des-19-jahrhunderts-453.html
Altenburg, Lindenau-Museum


Goldisthal, Haus der Natur

Sonderausstellungen im Foyer und historischen Treppenaufgang für jeweils zwei bis drei Monate: Ab Samstag, 22. September 2018
"Oh, wie so herrlich leuchtet mir die Natur"

Aquarelle von Baldur Schönfelder aus Neuhaus.
http://www.hausdernatur-goldisthal.de/wechselausstellungen.html
Goldisthal, Haus der Natur



Letzte Aktualisierung ( 04. 09. 2019 )
 
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