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18. 09. 2019
Sonderausstellung Museum der Natur Gotha: Tiere des Jahres 2019 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
25. 06. 2019
Gotha, Museum der Natur

Sonderausstellung  Schlotheim-Kabinett  02. Juni - 29. Dezember 2019.
Tiere des Jahres 2018 | Von Mosaikmustern bis zu betagten Bergmolchen

Schachbrett - „Schmetterling des Jahres 2019“
Schachbrett - „Schmetterling des Jahres 2019“© Foto: D.Tonn, Erfurt, Hahnberg, 15.06.2014

Mit der alljährlichen Präsentation aus dem aktuellen Jahrgang der seit 1971 von Naturschutz- und Umweltverbänden gekürten Arten wird auf deren besondere Schutzwürdigkeit sowie auf das unverändert deutlich fortschreitende Artensterben insgesamt aufmerksam gemacht.

Der Rückgang unserer heimischen Schmetterlinge, der in den letzten Jahren registriert werden musste, ist da nur ein Beispiel. Daran ändert auch die nach 2009 erneute massenhafte Einwanderung des Distelfalters nichts grundlegend. Sie „verschönert“ höchstens unsere subjektive Wahrnehmung, das Problem abnehmender Artenvielfalt bleibt. Dabei ließen sich aus dem dafür auslösenden Ursachenkomplex einige Negativelemente ohne großen Aufwand reduzieren, wenn wir nur wirklich wollten. Als Beispiele werden seit Jahrzehnten immer wieder intensive Landwirtschaft und unser vermeintliches Anspruchsdenken einer fast monoton gepflegten Natur und Umwelt angeprangert. Streit entfacht sich in den Städten, wie oft und wie hoch die Rasen in den öffentlichen Anlagen gemäht werden sollten. An den Feldrändern wird penibel darauf geachtet, dass sich keinerlei Ackerunkräuter einmischen. Von der maximalen Flächenausnutzung bis zum letzten Zentimeter ohne einen Randstreifen zu lassen, ganz zu schweigen. Diese naturfeindlichen Prinzipien nehmen den Faltern und anderen Tierarten ihren Lebensraum und führen zu deren Rückgang. Die positiven Beispiele, z.B. städtisch die Wildblumen auf Mittelstreifen oder Verkehrsinsel, die es hier und da unbestritten gibt, sind zu wenig und müssen noch stärker popularisiert werden. Es sollten mehr Randstreifen und Flächen für eine Artenvielfalt reserviert werden, Wiesen in Mosaikmustern mähen, wie es im Ausstellungsuntertitel heißt! Eine breitere Initiative ist gefordert und ein Umdenken. Das würde auch dem Schachbrett (Melanargia galathea), „Schmetterling des Jahres 2019“, zu gute kommen, der jetzt ab Mitte Juni wieder vermehrt auf den Wiesen zu beobachten ist, und als Charakterart des Sommers angesehen werden kann. Aber auch er ist vom Rückgang betroffen.

//www.stiftungfriedenstein.de/aktuell/neue-sonderausstellung-tiere-des-jahres-2019-von-mosaikmustern-bis-zu-betagten-bergmolchen
Gotha, Museum der Natur

Letzte Aktualisierung ( 10. 07. 2019 )
 
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