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24. 11. 2020
Kanoldt, Edmund - Landschaftsmaler, Zeichner, Illustrator / Zum 175. Geburtstag (13.3.2020) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Detlef Tonn   
19. 02. 2020
Gebürtiger Thüringer zweifacher Retter des Künstler-Wäldchens Serpentara östlich von Rom (1873/98)

* 13. März 1845 Großrudestedt (zwischen Erfurt und Sömmerda)
† 27. Juni 1904 (Bad) Nauheim

Wahlspruch: "Das Wahre durch das Schöne"

Früher Vertreter der „Weimarer Malerschule“ (1860-1900).

Lehrer:
Friedrich Preller d.Ä. (1804-78), Weimar
Ferdinand Keller (1842-1922), Karlsruhe

Schülerinnen an der Malerinnenschule Karlsruhe neben vielen anderen:
Luise Kurtz (1848-1930) 1887-89
Alice Dannenberg (1861-1948)
Herzogin Marie von Anhalt-Dessau (1833-1916)

„Edmund Kanoldt steht in der Tradition der Karlsruher Landschaftsmalerei, die mit Namen wie Hans Thoma oder Wilhelm Trübner verbunden ist. Seine spätromantisch-klassizistische Naturauffassung ist einerseits noch der akademischen Maltradition des 19. Jahrhunderts verpflichtet und leitet andererseits zur Malerei der Jahrhundertwende über. Seine Bilder schmückten die Villen des gehobenen Bürgertums der Gründerzeit. Thematisch setzt er sich mit der Landschaft Italiens auseinander. Immer wieder malt er den Park der Villa Tivoli unweit von Rom, der für seine üppige Vegetation, vor allem aber für seine Zypressen berühmt war.“
Landesmuseum Mainz 2020

Ihm wurde auch das Etikett Epigone seines Lehrers Friedrich Preller d.Ä. und letzter Vertreter der heroischen Landschaftsmalerei angeheftet.
Eine derartige Generalaussage bedarf der Relativierung. Von Preller unterscheidet er sich darin, dass für ihn die Stimmung der Landschaft das Maßgebende war, hingegen bei seinem Lehrer die mythologische Szene stets die Hauptsache blieb, in der die stilisierte Landschaft ihm nur als Schauplatz diente. (Lichtenberg)

 

SchlehEdmundKanoldt1872
Gemälde von Anna Schleh (1833 Berlin - 1879 Rom?): Portrait des
Edmund Kanoldt, Öl auf Lw. Rom 1872. Strenge Profilansicht des
27-jährigen vor einem neutralen Hintergrund.
Provenienz: Martha Kanoldt, Neubeuern, Großnichte Kanoldts - als
Hochzeitsgeschenk in eine bayerische Privatsammlung, seitdem
dort in Familienbesitz..
© Foto: Kunsthaus Lempertz Köln
Jena - Weimar

Edmund wuchs in Jena auf. Sein Vater Christian Friedrich war dort Apotheker, seine Mutter Johanna Friederike Gams (Gems) stammte aus Gotha.

Die 1857 auf der Kunstausstellung in Weimar präsentierten zwei Werke "Leukothea" und "Kallypso", heroische Landschaften von Friedrich Preller dem Älteren zu einem 16-teiligen Odyssee-Zyklus, berührten das empfängliche Gemüt des erst zwölfjährigen Apothekersohns Edmund Kanoldt so tief, dass er fortan nur einen Wunsch hatte, ebenso wie Preller malen zu können und Maler zu werden.
Nach dem Besuch der Gymnasialklasse der Zenker'schen Unterrichts- und Erziehungs-Anstalt in Jena (Zenker), absolvierte er jedoch zunächst, da der Beruf eines Malers gar nicht nach dem Wunsche seines Vaters war, 1862-64 eine Buchhändlerlehre in Weimar, nahm daneben Unterricht in der von Preller d.Ä. geleiteten Weimarer Zeichenschule. Nur kurz ertrug er den aufgezwungenen Beruf. Er verwirklichte sich seinen Lieblingswunsch, setzte 1864-69 seine Ausbildung in Prellers Malatelier fort und hörte zugleich Vorlesungen in Kunstgeschichte, Perspektive, Anatomie und Ästhetik an der Weimarer Kunstschule. Während der vier ein halb Jahre bei diesem von ihm auf das innigste verehrten Meister, wohnte Edmund sogar in dessen Hause.
Die Lehrzeit bei Preller, einem Vertreter der klassizistisch-heroischen Landschaftsmalerei (Staffagelandschaften), der auf exaktes Naturstudium allergrößten Wert legte, wurde für seine künstlerische Entwicklung entscheidend. (Förster)

Die künstlerischen Fertigkeiten des jungen Mannes müssen in den Augen seines Lehrers Preller bereits sehr frühzeitig ausgebildet gewesen sein. Dafür sprechen die Beteiligung an der malerischen Ausschmückung des Sockelfrieses am Weimarer Museum 1859-63 gemeinsam mit seinem Lehrer sowie verschiedene Buchprojekte, wo er sich als Illustrator und Verfasser erprobte. Er ist da erst 18 bzw. 19 Jahre alt! (siehe Eigene Druckausgaben)

„Seinen ersten großen Triumph errang Kanoldt 1872 durch das Gemälde: "Odysseus auf der Ziegenjagd", das ihm den Ehrenpreis der Goethestiftung zu Weimar verschaffte. Die größte Genugtuung wird dem jugendlichen Meister aber wohl einerseits das Lob seines früheren Lehrers Preller gewesen sein, der, als die Bilder zur Konkurrenz ankamen, auf dieses Werk deutend ausrief: Das ist das Beste", und dann die Folge davon, dass jetzt Kanoldts "Odysseus" im Museum zu Weimar zwischen jenen beiden o.g. Gemälden hängt, die in dem Knaben die Begeisterung zur Kunst entfacht hatten.“ (Lichtenberg)

Italien - Moskau

Nach seiner künstlerischen Ausbildung bei Friedrich Preller und auf diese Weise der Weimarer und der klassischen Tradition verbunden, zog Edmund Kanoldt 1869 nach Rom, wo er, von zeitweiligen München-Aufenthalten im Winter und Reisen abgesehen, bis 1875 lebte und arbeitete. (Förster).
Unter dem Einfluss Franz-Drebers (eigentlich nur Dreber, Zusatz Franz - Name seines Vormundes, wo er aufwuchs) (1822-75) regte ihn die Landschaft Latiums, insbesondere das Städtchen Olevano Romano zu bildnerischen Motiven an. Dem linearen Stil seines Lehrers Prellers, der selbst in Olevano gemalt hatte, blieb er treu.
Er lernte die aus Berlin stammende Malerin Anna Schleh kennen, die sich bereits seit 1868 in der Ewigen Stadt aufhielt. Sie schuf das 1872 datierte Gemälde des jungen Malers, im selben Jahr, in dem Kanoldt wieder Deutschland besuchte. (Kunsthaus Lempertz Köln)

 

LugoKanoldt1880
Emil Lugo: Edmund Kanoldt (rechts) und Emil Lugo, im Freien malend. Öl 1880.© Foto: Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Rettung der Serpentara

Seit der Maler Joseph Anton Koch (1768-1839) kurz nach 1800 erstmals die Landschaft im Sabinergebirge östlich von Rom erwanderte, des Dorf Olevano R. und das oberhalb davon gelegene kleine Steineichenwäldchen La Serpentara (Schlangenhain) für die internationale Künstlerschaft wegweisend als Studienort entdeckte, sollte der Zustrom von nördlich der Alpen nicht mehr abreißen. Bis heute. Im 19. Jh. entwickelte sich Olevano zum Mekka und ultimativen künstlerischen Weiheort, den der ohnehin bereits von Italien-Sehnsucht ergriffene Maler nach Möglichkeit inspirierend aufgesucht haben musste.
Es stellt sich nicht die Frage, wer war hier, sondern wer war nicht hier. Friedrich Preller, Kanoldts späterer Lehrer an der Weimarer Schule, weilte bereits 1829 in jungen Jahre hier, nach der Datierung auf der Zeichnung Die Serpentara bei Olevano. Ihm taten es die Schüler in Weimar gleich, wenn sie konnten, auch Kanoldt.

Die Eigenheit der aus Felsen „herauswachsenden“ knorrigen Eichen in mediterran eingebetteter Gebirgslandschaft wurde zum Vorbild von Kochs eigenen "heroischen" Landschaften, die er mit mythologischer oder biblischer Figurenstaffage inhaltlich aufwertete. Darin übte er wiederum maßgeblichen Einfluss auf die „Nachfolger“ Preller und Kanold.

So wie der Name des Malers Koch untrennbar mit der Entdeckung von Serpentara verbunden ist, so ist es gleichsam der Name von Edmund Kanoldt mit der Rettung des Wäldchens. Sein größter und bleibender Verdienst ist, 1873 ein Stück italienischer Natur vor dem Abholzen bewahrt und für die deutsche und internationale Künstlerschaft gerettet zu haben.
Zusammen mit anderen Künstlern kaufte er den Eichenwald La Serpentara und schenkte ihn Kaiser Wilhelm I., so daß eine seit Generationen von den Malern bevorzugte Waldlandschaft gerettet wurde. (Löhneysen)

KanoldtSerpentara1898
Edmund Kanoldt: Serpentara bei Olevano. Bleistift 1898. Bezeichnet, datiert 28. Juni 1898
u. signiert. Die Zeichnung entstand wenige Tage nach der zweiten Rettung der Serpentara.© Foto: Urheber

Ein zeitgenössischer Bericht gibt Nachricht von der Rettungsaktion:
„Im Juni 1873 sollte Serpentara geholzt und seine 98 Bäume als Eisenbahnschwellen verkauft werden, als Edmund Kanoldt aus Weimar, damals in Terracina, davon hörte. Sofort stand bei ihm der Entschluss fest, die Eichen müssten gerettet und Eigentum der deutschen Künstler werden. Nach allen Richtungen hin schrieb er Briefe an seine Bekannten und Freunde, worin er sie für seine Idee zu interessieren und zu Geldbeiträgen zu veranlassen suchte. Dieser Gedanke um die Erhaltung der Serpentaraeichen fand soviel Anklang, dass die nötige Summe für den Ankauf der Bäume rasch zusammenkam, ja es kam noch mehr und so viel, dass Kanoldt auch den Grund und Boden, auf welchem die Eichen stehen, 28,400 Quadratmeter, zum Eigenthum der deutschen Künstler machen konnte.
Am 25. September 1873 hatte Kanoldt die nötige Summe glücklich beisammen, so dass der Notar bei der deutschen Gesandtschaft in Rom den Kaufkontrakt mit den zwei früheren Eigentümern aus Civitella abschließen konnte und die Serpentara somit das unantastbare und unveräußerliche Eigenthum der deutschen Künstler und Kunstfreunde wurde. Der deutsche Botschafter, Baron v. Keudell, ließ für dessen Schutz eine Umzäunung (staggionata) machen, wie sie seinerzeit in der römischen Campagna gebräuchlich war und die dem malerischen Ansehen des Waldes durchaus nicht schmälerte. Um aber ihr Eigenthum für alle Zeiten beschützt und bewahrt zu wissen, machten die Erwerber ihre Serpentara dem Deutschen Kaiser zum Geschenk, der dasselbe annahm und nun auch für dessen Erhaltung und Ueberwachung durch einen Wächter (guardino) Sorge tragen läßt.“ (aus: Europa-Chronik - Wochenchronik der Europa 1877. - Nr. 47., S. 939/940)
An der Rettungsaktion beteiligten sich u.a. der Maler Carl Schuch (1846-1903) mit Übernahme eines Viertels der Kosten, der Maler Klose aus Karlsruhe mit 1000 Frcs, Kunstfreunde aus Leipzig mit 200 Talern sowie der Kunsthistoriker Max Jordan.

Die Umzäunung hatte indes eine verheerende ungewollte Wirkung. Als Kanoldt 1897, nach 19 Jahren, wieder zu seiner Serpentara zurückkehrte, war die Enttäuschung groß. Die Bäume waren durch Verbuschung von Bewuchs überwuchert, die malerischen Motive und Blicke unmöglich geworden, der romantische Charakter der Serpentara war nicht mehr vorhanden. Schuld daran war die Umzäunung, die das Durchziehen der Herden und damit das Kurzhalten des Bewuchses verhinderte. Erneut initiierte Kanoldt eine Rettungsaktion, diesmal nicht gegen die Axt, sondern dafür. Natürlich nur in dem Maße, wie es nötig war, die Bäume wieder frei zu legen und den Zwischenbewuchs zu entfernen um den früheren Zustand wiederherzustellen. Damit handelte Kanoldt, wenn er begriffen hatte, dass wertvolle Trocken- und Halbtrockenrasen nur pflegerisch durch Beweidung oder einschürige Maht erhalten werden können, bereits im Geiste eines heute verstandenen Naturschutzes. Die durch Kanoldt initiierte Rettung des Steineichenwaldes Serpentara und die sich später anschließenden Bemühungen um deren durch Absterben der Baumkronen und Befall durch den Großen Eichenbock (Cerambyx cerdo)  erschwerten Erhalt, kann als Vorläufer-Beispiel eines erst zu Beginn des 20. Jh.  beginnenden Naturschutzes angesehen werden. Die damalige Problemlage ist uns heute nur zu geläufig und aktueller denn je.
Wieder mussten bürokratische Hürden genommen werden. Am 15. Juni 1898 erhielt Kanoldt von der deutschen Botschaft die Vollmacht für die Entbuschung des Wäldchens in eigener Regie zum Zwecke der Wiederherstellung der ürsprünglichen künstlerischen Motive. Gemeinsam mit gleichgesinnten Malern und Freunden konnten die Motive der  Serpentara nach Bildvorlagen wieder hergestellt werden.
In seiner Vollzugsmeldung an die Botschaft vom 23. Juni 1898 ging Kanoldt noch einen Schritt weiter, indem er zur Vermeidung neuerlicher Entbuschungen, wieder den freien Zugang der Herden in des Wäldchen zwecks Landschaftspflege forderte. Er sprach sich auch gegen weitere Eingriffe in das Areal aus, ein geplantes Atelierhaus zu erreichten sowie die Felsen zu „zermeißeln“. Die deutsche Botschaft in Rom entsprach seinen Forderungen in vollem Umfang.

Nach Lichtenberg sollte dieser mit einer zweiten Rettungstat gekrönte Besuch von Serpentara der letzte geblieben sein, der Maler nicht mehr an den Ort seines nachhaltigen Wirkens zurückgekehrt sein. Förster nennt noch zwei spätere Italienreisen Kanoldts mit dem Sohn nach 1900. Eigentlich wäre kaum anzunehmen, dass sie dabei nicht auch Serpentara besucht hätten. Eine tatsächliche Rückkehr war jedoch nicht nachzuweisen.

Serpentara blieb bis heute erhalten. Es liegt n von Olevano Romano und n der heutigen Künstler-Villa Serpentara, gleich neben der historischen, durch Scheffels (1826-86 Karlsruhe) Gedicht bekannten Casa Baldi, wo Edmund Kanoldt vom 14. Juni bis zum 26. Juli 1869 wohnte; an der Straße nach Bellagra mit Bus-Haltestelle und Parkplatz in der Nähe.

OlevanoSerpentaraDenkmal
Denkmal auf Fels im Steineichenwäldchen La Serpentara bei Olevano Romano östlich von Rom© Foto: Comune di Olevano Romano (IT)

In Rom lernte Edmund 1874 die Familie Hellwig aus Moskau mit Tochter Sophie kennen, deren Zuneigung er schnell gewann. Bereits im Jahr darauf, am 11. Juli 1875 fand die Hochzeit in Moskau statt, wo Schwiegervater F. Hellwig Besitzer des "Berliner Magazins" war und das junge Paar bis Frühjahr 1876 verblieb. Von seinem dortigen Aufenthalt konnten unverständlicher Weise keine Arbeiten Kanoldts gefunden werden!?

Neben Serpentara bei Olevano zählte Rapallo an der ligurischen Reviera zu seinen Lieblingsplätzen in Italien.

Karlsruhe
KanoldtEdmundSigniert
Edmund Kanoldt Signiert. Für Bildwechsel Zeiger jeweils ins Bild führen.© Fotos: zeitgen. Publikationen

Als ihren weiteren Lebensmittelpunkt bestimmten sie, das Angebot des Großherzoges von Weimar ausschlagend, Karlsruhe. Dafür sprachen wenigstens zwei Gründe: Kanold konnte sich als Meisterschüler bei dem von ihm sehr verehrten Ferdinand Keller weiter vervollkommnen und mit einer Lehrerstelle an der damaligen Prinzenschule das Familieneinkommen sichern (Lichtenberg und Jaffé).

Von 1876 bis zu seinem Tode war Kanoldt nur mit kurzen, durch Studienreisen in Deutschland oder nach Italien bedingten Unterbrechungen immer in Karlsruhe lebend, wohnte mit Familie Amalienstraße 1.
1876-1879 folgte er regelmäßig, 1879-1883 nur gelegentlich dem Unterricht in der Malklasse Ferdinand Kellers an der Großherzoglichen Kunstschule Karlsruhe, von dem er sich eine Perfektionierung seiner Bildstrategien zur Überhöhung der Natur und eine Verbesserung seiner ausschließlich als Staffage eingesetzten Figurendarstellungen versprach. Was Farbengebung und malerische Auffassung betraf, ging Kanoldt bei seinem Freund Keller gleichsam aufs neue in die Lehre.
„Doch es blieb im Schaffen des Malers ein Zwiespalt: Einerseits war er dem italienisierenden Stil verpflichtet, der durch die Ideal-Landschaft des 17. Jahrhunderts geprägt worden war und als ein Erbe aus Goetheschen Tagen anzusehen ist, andererseits ließen sich die Tendenzen seiner Generation, die mit M. Liebermann und W. Trübner zum Impressionismus überging, nicht abweisen. Doch letztlich blieben K.s Gemälde literarisch.“ (Löhneysen)

„Ab 1877 erzielte Kanoldt mit Mythologischen Landschaften, die neben dem Einfluss Prellers auch die Auseinandersetzung mit dem Deutsch-Römer Arnold Böcklin zeigen, erste Erfolge. Im Gegensatz zu Preller und Böcklin, bei denen die Landschaft den Rahmen für die mythologischen Szenen bildete, projizierte Kanoldt den seelischen Zustand der völlig untergeordneten Figuren auf die Natur, so dass diese als Stimmungs- und Bedeutungsträger zum eigentlichen Bildthema wurde. Ebenfalls ab etwa 1877 schuf Kanoldt mit 'Canossa' und 'Kyffhäuser' die ersten Historischen Landschaften, in denen er geschichtliche oder sagenhaft umwobene Orte pathetisch überhöhte. Ab 1880 kamen noch idealisierte italienische Villen- und Parklandschaften dazu, die wie die Landschaften mit mythologischer Staffage den Geschmack des gebildeten und reichen Bürgertums bedienten.“ (Förster)

Kinder

Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, der erstgeborene Sohn Franz starb jedoch kaum ein halbes Jahr alt. Der sich 1880 und erneut im folgenden Jahr  einstellende Nachwuchs machte die Familie dann vollständig. Beiden Kindern waren künstlerische und malerische Begabung sowie Talent des Vaters mit in die Wiege gelegt. Sie traten später auch in der Malerei hervor.

Tochter Johanna Kanoldt (1880-1940) - Malerin und Schriftstellerin, die bis 1904 in der Karlsruher und zwischen 1905 und 1940 in der Münchner Kunstszene verwurzelt war, gehörte neben Gabriele Münter (1877-1962) und Marianne von Werefkin (1860-1938) zu den weiblichen Gründungsmitgliedern der ‚Neuen Künstlervereinigung München‘, ist weitgehend in Vergessenheit geraten.
Durch das Forschungsprojekt zu Leben und Werk von Johanna Kanoldt von Juli 2016 bis Juni 2020 am Zentralinstitut für Kunstgeschichte (ZI) in München soll diese Lücke geschlossen werden, da weder ihr künstlerisches noch ihr schriftstellerisches Œuvre bislang dokumentiert sind. Dabei hatte der als Maler in Karlsruhe tätige Vater Edmund Kanoldt ihr und nicht ihrem Bruder Alexander Kanoldt, der als expressionistischer Maler  Berühmtheit erlangen sollte, neben anderen Begabungen auch besondere Fähigkeiten für die Malerei bescheinigt. Und tatsächlich schlug sie dann eine künstlerische Laufbahn ein. (Aus Projektbeschreibung des ZI)

Sohn Alexander Kanoldt (1881-1939), wurde einer der Hauptvertreter der Neuen Sachlichkeit in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. (Kunsthaus Lempertz Köln)

Alexander Kanoldt, bereiste 1901 und 1902 mit seinem Vater Italien (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe). Ob auch Olevano R. zu ihren Zielen gehörte und der Vater den Sohn an die Stätten seines Wirkens vermächtnisgleich führen konnte, muss wie bereits zuvor gesagt, offen bleiben. Wie sie sich in ihrer malerischen Ausrichtung unterschieden, zeigt sich jedenfalls in ihrer dortigen Motivwahl. Edmund bevorzugte die umgebende Landschaft und Natur, während Alexander in zahlreichen Arbeiten die kompakte Häuserlandschaft des Ortes am Hang fesselte, die sich bei ihm bereits in kubische Struktur auflöste. Gut vorstellbar, dass es hier zu einem einmaligen gemeinsamen Schaffen gekommen wäre..

Ein weiteres Verbindungselement im Schaffen beider sollte es aber dennoch geben. 1903 schuf der junge Alexander, noch Student an der Großherzoglichen Kunstakademie in Karlsruhe, die großformatige Farblithographie "Eichen" nach einem der letzten Gemälde des Vaters. Im Gegensatz zu seinem Vater beherrschte der Sohn die Technik der von mehreren Steinen gedruckten Farblithographie schon meisterlich, worüber die Tocher informierte.
„Das Werk trägt lediglich die Signatur des älteren Kanoldt, doch klärte seine Tochter 1912 auf: 'Ich muß noch bemerken, dass mein sel. Vater nie lythographiert hat, die Eichen (Teubners Verlag) sind nach dem Gemälde meines Vaters von meinem Bruder s. Zt. lythographiert worden.'
Majestätisch erhebt sich eine Gruppe von knorrigen Eichen aus der ansonsten kargen italienischen Landschaft. Die abgestorbenen Äste geben, wie man es von Gemälden niederländischer Meister kennt, einen Hinweis auf die Vergänglichkeit. Das Motiv ist typisch für Edmund Kanoldt. Es lässt aber auch schon an die menschenleeren Landschaften denken, die Alexander Kanoldt in den zwanziger Jahren malen sollte und bei denen sich das Heroische ins Unheimliche verwandelt. Während der Vater die Schönheit und Erhabenheit der Natur feierte, verlieh ihr der Sohn häufig einen kristallin-harten, geheimnisvollen, frostigen Charakter. Das Blatt ist somit janusköpfig: Entstanden an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert, dokumentiert es die frühe Beschäftigung eines Künstlers der Moderne mit der um 1800 von Joseph Anton Koch begründeten deutsch-römischen Tradition. Gleichzeitig ist es ein bedeutendes Beispiel für die "Künstler-Steinzeichnungen", mit denen der Karlsruher Künstlerbund um 1900 neben kommerziellen auch kunstpädagogische Ziele verfolgte: Breiten Bevölkerungsschichten sollte ein erschwinglicher, jedoch künstlerisch anspruchsvoller 'Wandschmuck' zur Verfügung gestellt werden. So verbreitet die Blätter einst waren, so selten sind sie mitunter heute - das gilt auch für die 'Eichen'.“ (Staatliche Kunsthalle Karlsruhe)

Neben Paul Borgmann, Max Petsch und Willi Döring zählte Edmund Kanoldt 1885 zu den Begründern der Karlsruher Malerinnenschule, an der er bis 1888 das Fach Landschaft unterrichtete. (Förster)
Ende der 1880er, Anfang 1890er Jahre widmete sich Kanoldt in Karlsruher Privat- und öffentlichen Häusern verstärkt Wandbildern zu.
Mit seiner Frau Sophie konnte er 1900 das Fest der Silbernen Hochzeit feiern.

KanoldtEdmundSigniert1904
Edmund Kanold am Schreibtisch, signiert , um 1904.© Druck A. Frisch, Berlin. In: Lichtenberg und Jaffé

Am 25. April 1904 beging die Kunstwelt die Feier des 100. Geburtstages Friedrich Prellers d. Ä., und Kanoldt war dazu erwählt, als dessen jüngster Schüler die Festrede in Weimar am Grabe seines stets auf das höchste verehrten Lehrers zu halten. Wer hätte es da ahnen können, daß genau zwei Monate später seine Freunde ihn selbst zur letzten Ruhe geleiten würden. Eines Herzleidens wegen, das er aber nicht für so gefährlich hielt, war er nach Nauheim gegangen, um Heilung zu finden, statt dessen entschlief er am Nachmittage des 27. Juni für immer. (Lichtenberg und Jaffé)
Anmerkung: Reinhold von Lichtenberg (1865-1927), österreichischer Kunsthistoriker und völkischer Publizist, verfaßte 1904 einen Nachruf auf den Freund Edmund Kanoldt, und brachte 1907 gemeinsam mit Jaffé zu dessen Vermächtnis „100 Jahre ...“ heraus. Er lebte, wie auch die Großnichte Kanoldts, Martha Kanoldt (!), in dem oberbayerischen Markt Neubeuern, wo er auf Schloss Neubeuern 1927 auch verstarb.

Mit Vorliebe malte Kanoldt schroffe, drohend emporsteigende Felsen im Walde oder am Meeresufer oder alte, wetterzerzauste Baumgruppen. Darüber lagert oft ein dunkler Himmel, an dem schwere Wolken vor dem Winde dahinziehen. Seine genau studierten Landschaften zeichnet eine wunderbare Tiefe und Harmonie aus. (Lichtenberg)

Kanoldt war von rührender Bescheidenheit. Stets war er, wo man ihn brauchte, oder wo er Not zu lindern wusste, zur Hilfe bereit, alle seine Freunde wusste er durch sein heiteres und mitteilsamer Wesen zu fesseln. Ausdruck seines Wesens, mir großem sozialen Engagement wie selbstverständlich für das Allgemeinwohl tätig zu sein, war die Gründung der "Renten- und Persionsanstalt für deutsche Künstler". Zu deren Gunsten gab er 1901 die Anregung zu dem großen Künstlerfeste "Drei Tage im Morgenlande", mit dem trotz exorbitanter Unkosten dennoch ein Reingewinn von 50.000 Mark erzielt und damit ein bedeutender Beitrag zur beabsichtigten Erhöhung des Pensionsfonds geleistet werden konnte. Neben der Rettung von Serpentara hat er sich damit weiteren bleibenden Verdienst erworben.

Edmund Kanoldt war Meister (MrFDH.) und Stiftsrat des „Freien Deutschen Hochstifts (FDH) für Wissenschaft, Künste und allgemeine Bildung".
Nach: Ordentliche Sitzung 1878 in: Allgemeine Literarische Correspondenz für das gebildete Deutschland. Nr. 14. Leipzig, den 1. April 1878. II. Bd. Nr. 1., S. 16.
In

Edmund Kanoldts Briefwechsel ist erfasst mit:

Studienreisen
KanoldtKyffhaeuser1878
Edmund Kanoldt: Kyffhäuser, Öl 1878. Eine der ersten historischen (heroischen) Landschaften.© Kunsthalle Mannheim

nach den bezeichneten Orten seiner Bilder und Zeichnungen

  • Deutschland: Thüringen und angrenzend
    1864/65 (Bad) Berka
    1865 Thür. Wald: Paulinzella; Neuenburg (Schloss Neuenburg [Freyburg]): Wald
    1866 Saale, Neuenburg
    1867 Ilmenau, Eisenach, Thür. Wald
    1869/84 Rhön: Milseburg
    1877 Kyffhäuser
    1885 Kassel: Park von Schloss Wilhelmshöhe
    1894 Eisenach: Wartburg
  • anderswo in Deutschland
    1865 Hasbruch: Amalien-Eiche (zwischen Bremen und Oldenburg, Niedersachsen)
    1866 Waldeck (Hessen?, mehrdeutig)
    1867 Bayerischer Wald, Bodenmais: Silberberg
    1872 Rügen: Hühnengrab
    1886 Schauenburg (Hessen?, mehrdeutig)
    1891 Rhein: Bacharach u.a. Hoffmannsches Haus
    1894 Hohenstaufen, Hohenzollern
    1894 Hohentwiel (Hegau, am Bodensee)
    1895 Heidelberg; Burg Eltz
    um 1895 Nürnberg: Burg
    1899 Eifel: Felsen bei Gerolstein; Schwetzingen: Schloßgarten
    1900/01 Hohenstaufen: Steinbruch, Rechberg (benachbart, zwei der Drei Kaiserberge)
    1901 Burg Rheinstein/Rhein b. Bingen
    1902 (Bad) Liebenzell (n Schwarzwald)
  • Böhmen (Tschechien)
    1877 Karlsbad (Karlovy Vary); Prag: Judenfriedhof
    1882 Do(h)nitz (Tuhnice [Karlovy Vary])
  • Österreich
    1879 Traunsee: Traunkirchen
    1892 Salzburg
    1893 Tirol: Oetz
  • Schweiz
    1885 Sitten (Sion)
    1896 Locarno
  • Italien: Norditalien / Oberital. Seen (Zwischenstation)
    1872/1901/02 Lago Maggiore: Brissago
    1874 Ferrara: Castello Estense, Parma
    1875 Ruine der Burg Canossa
    1880 Lago di Como: Menaggio
    1883 Gardasee: Torbole, Salò
    1889 Lago di Como
    1896 Lago Maggiore: Stresa, Isola Bella
    1898 Nordtirol: Mendelpaß bei Bozen
    1901 Orta (vermutl. Orta San Giulio am Ortasee): Monte Sacro (Sacro Monte d’Orta, der Heilige Berg von Orta)
    um 1902 Lago Maggiore: Isola Bella
  • Ligurische Küste
    1880 Pegli (Genua)
    1883 Capolungo (Nervi) b. Genua
    1887 Rapallo, Nervi (Genua)
    1888 Nervi, Quinto al Mare (Genua), Sori (Genua)
    1892 Camogli (Genua), Rapallo, Manarolo
    1895 Sestri Ponente (Genua, zwischen Cornigliano und Pegli): Villa Piuma
    1896 Elba (Hauptinsel des Toskanischen Archipels)
    1899 ?
    1902 Albis(s)ola Superiore (sw Genua, b. Savona): Villa Gavotti della Rovere, Finalmarina (sw Genua, zwischen Savona und Albenga), Capolungo, Nervi
    1903 Recco (Genua, zwischen Sori und Camogli)
  • Latium (mit Küste am Tyrrhenischen Meer) / Südetrurien (n Rom)
    1873/96 Caprarola (zw. Rom u. Viterbo): Villa Farnese
    1878/89 Bagnaia (Viterbo): Villa Lante
    1901 Cività Castellana, Capranica, Sutri (alle zw. Rom u. Viterbo): La Madonnina, Bagnaia
  • Latium / Campagna
    1869/95/97 Tivoli: Villa d'Este
    1869 Rom: Villa Borghese, Vigna Cavaletti bei Rom, Albanergebirge: Albano Laziale (so Rom): Via Appia; Civitella u. Olevano R.: Serpentara
    1872 Rom, Porto d'Anzio (s. Rom), Olevano R.: Serpentara
    1873 Rom, NO: Ponte Nomentano (römische Brücke); Terracina (Hafenstadt zwischen Rom und Neapel); Aqua Claudia, Ponte Nomentano, Sedia del Diavolo, Subiaco; Frascati; Velletri (so Rom); Olevano R.: Serpentara; Genzano
    1874 Terracina; Arpino u. Isola del Liri (Comunità Montana Valle del Liri, o Rom): Wasserfall Cascata Grande (Lirisfall); Campi d'Annibale bei Cannae? (ehem. Krater so Rom, mit dem Ort Rocca di Papa am erhöhten Kraterrand); Casale La Crescenza (Haus aus dem 15. Jh. im Poussintal (b. Rom); Alba?
    1878 Olevano R.: Serpentara
    1882 Ninfa (mittelalterliche Ruinenstadt s Rom, Landschaftsgarten, seit 2000 ND)
    1896 Venafro (schon Region Molise)
    1897 Lunghezza (Rom Ost); Vicovaro (no Rom): Villa im Pinienwald
    1901 Tor de'Schiavi, Tor di Quinto?
  • Kampanien (mit Küste am Tyrrhenischen Meer)
    1870 Capri: Ölbaumwäldchen, Felsen am Meer; Amalfi
    1874 Benevento: Calore; Neapel
    1875 Avellino (o Neapel): Monte Vergine
    1882 Capri, Pompeji: Via Appia
  • Abruzzen (mit Küste am Adriatischen Meer)
    1874 Castel di Sangro (s Rand der Prov. Abruzzen); Avezzano und Celano: Kastell (beide am  Fuciner See, heute trockengelegt); Tagliacozzo
  • Apulien (mit Küste am Adriatischen Meer)
    1874 Monte Sant’Angelo: Monte Gargano mit Michaelsgrotte (UNESCO-Weltkulturerbe) und Manfredonia (beide Halbinsel Gargano, auch „Sporn des italienischen Stiefels“)
Ausstellungen
  • Karlsruhe 1877 und 1881: Große Badische Kunst- und Gewerbeausstellung
  • Weimar Dezember 1885: Jubiläumsausstellung der Kunstschule Weimar (25 Jahre)
    Kanoldt mit: Römische Campagna, Landschaft
  • Berlin 1889: Berliner Akademie-Ausstellung
  • Berlin 1891, Verein Berliner Künstler: Internationale Kunst-Ausstellung. Edmund Kanoldt mit: Am Meere.
  • Karlsruhe Juni-August 1891: Deutsche Fächerausstellung
  • Karlsruhe, Festhallenplatz 25. April - 15. Oktober 1902: Jubiläumskunstausstellung (50-jähriges Regierungsjubiläum von Großherzog Friedrich I. von Baden)
  • Karlsruhe 1905: Gedächtnis-Ausstellung Professor Edmund Kanoldt
  • München 1925, Galerie Paulus, Fürstenstrasse 1a: Erste oberdeutsche Ausstellung. U.a. Edmund Kanoldt
  • München, Bayerische Staatsgemäldesammlungen & Haus der Kunst 12.12.1987 - 21.02.1988: "In uns selbst liegt Italien". Die Kunst der Deutsch-Römer
  • Karlsruhe, Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais, 10.12.1994 - 19.02.1995: Edmund Kanoldt, Landschaft als Abbild der Sehnsucht
  • München, Neue Pinakothek, Studiengalerie Saal C, 2012 – 06.01.2013: M wie Mythen, Märchen, … „Märchenhaftes“ aus dem Depotbestand des 19. Jhs. Edmund Kanoldt mit: Szenen aus seinem umfangreichen Zyklus Amor und Psyche.
  • Osnabrück, Kunsthalle 27. Oktober 2013 - 30. März 2014: "Goodbye Paradise – Landschaftsbilder gestern und heute" | Landschaft nach 2000, dazu in der Einführung: Entwicklung der Landschaftsmalerei 18. - Mitte 20. Jh. mit Arbeiten u.a. von Edmund Kanoldt.
  • Leipzig, Museum der bildenden Künste: „Es drängt sich alles zur Landschaft…“, 9.3.–22.6.2014. Ausstellungskatalog.
  • Karlsruhe, Museum für Neue Kunst (MNK) 3. Oktober 2014 - 6. April 2015: Von Ackermann bis Zabotin - Die Städtische Galerie Karlsruhe zu Gast im ZKM | MNK. Edmund Kanoldt mit: Garten der Villa d'Este bei Tivoli. Öl über Bleistift, um 1897.
  • Lübeck, Museum Behnhaus Drägerhaus 02.06. - 31.10.2015: Gesucht und gefunden | Bildpaare im Museum Behnhaus Drägerhaus. U.a. von Vater und Sohn Kanoldt: Edmund Kanoldt: Am Mittelmeer, 1899 und Alexander Kanoldt: Klosterkapelle Klausen, 1911
  • Murnau Schloßmuseum vom 21. Juli - 6. November 2016: Sonderausstellung Väter & Söhne, Konfrontation und Gleichklang. Ausstellungskatalog
  • Karlsruhe, Staatliche Kunsthalle, 18. Februar - 27. August 2017: Unter freiem Himmel – Landschaft sehen, lesen, hören. Edmund Kanoldt mit: Aus der Serpentara bei Olevano. Ausstellungskatalog.
  • Mannheim, Kunsthalle,  01. Juni 2018 - 04. Oktober 2020: „(Wieder-)Entdecken – Die Kunsthalle 1933 bis 1945 und die Folgen“. Edmund Kanoldt mit: Felspartie und Felsen am Meer, beide Aquarell auf Bleistift um 1890. Ausstellungskatalog.
KircheWenigenjena
Lithografie von 1863 nach einer Zeichnung von Edmund Kanoldt: Schiller-Kirche in Wenigenjena, Traukirche von Friedrich Schiller mit
Charlotte von Lengefeld am 22.02.1790© Aus: Die Schiller-Kirche in Wenigenjena. In Wort und Bild dargestellt. Jena, 1863.
Eigene Druckausgaben von Edmund Kanoldt

Die Schiller-Kirche in Wenigenjena. In Wort und Bild dargestellt. Jena, 1863.
Mit Abb. Kirche von Wenigenjena, Traukirche von Friedrich Schiller mit Charlotte von Lengefeld am 22.02.1790, betitelt nach einer Zeichnung von Edmund Kanoldt.
Quelle: Illustrirtes Familienjournal Nr. 416. XVI. Band., S., Artikel „Die Schillerkirche zu Weinigenjena. Von Dr. Emil Karschke. S. 310-12, Abb. auf S. 312.

Mythologische Landschaften. Lichtdrucke nach Gemälden von Prof. Edmund Kanoldt. Mit begleitenden Dichtungen von Alma Leschivo. Leipzig, C.F. Amelangs Verlag 1887, 47 S.

Thüringen. Führer durch Thüringen und den Thüringer Wald, mit 40 in den Text gedruckten Abbildungen und einer Karte von Thüringen. Zeichnungen und Text (!) von E. Kanoldt. Leipzig, J. J. Weber 1864, XII, 308 S.

 

Buchillustrationen unter Beteiligung von Edmund Kanoldt

Eichendorff, Joseph Freiherr von: Aus dem Leben eine Taugenichts: Novelle (mit 39 Heliogravüren nach Originalen von Philipp Grot Johann und Prof. Edmund Kanoldt). Leipzig, C. F. Amelangs Verlag, 135 S.

Goethe, Johann Wolfgang: Goethes Werke, illustrierte Ausgabe zum 50 Todestag 1882. Mit zahlr. Illustrationen von R. Brend'amour, Edmund Kanoldt u.a. Stuttgart, Deutsche Verlagsanstalt, 1882. 5 Bde. 4°. LII, 460 S.; XI, 464 S.; XI, 470 S.; X, 472 S.; XII, 531 S.

Polko, Elise: Dichtergrüße. Neuere deutsche Lyrik ausgewählt von Elise Polko. Mit 6 Kunstbeilagen in Lichtdruck und vielen Holzschnitt-Vollbildern von F. Flinzer, Edm. Kanoldt, C. Kröner, B. Mörlins, E. Unger, Paul Thumann u. A. Leipzig, C. F. Amelangs Verlag ca. 1898

Putlitz, Gustav zu (Prolog): Geschichten und Bilder aus Baden. (20. September 1881), mit Illustrationen u.a. von Edmund Kanoldt, Karlsruhe, Verlag A. Bielefeld (Bielefeld's Hofbuchhandlung) 1881, 168 S.

Schiller, Friedrich von: Schillers Gedichte, illustrirt von ersten deutschen Künstlern, u.a. Edmund Kanoldt. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt ca. 1890, 198 S.

ds.: Schillers Werke,  Hg. von Fischer, J.G. Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt 1879, 4 Bde., wie zuvor

Shakespeare, William: Ein Sommernachtstraum. Übersetzt von August Wilhelm von Schlegel. Mit 12 Heliogravüren und 19 Holzschnitten nach Originalen von Professor Edm. Kanoldt und W. Volz. Leipzig, C.F. Amelangs Verlag 1893, 82 S.

Stieler, Karl; Paulus, Eduard; Kaden, Woldemar: Italien. Eine Wanderung von den Alpen bis zum Aetna. In Schilderungen von Karl Stieler, Eduard Paulus, Woldemar Kaden, mit fünf Holzschnitten stimmungsvoller Ansichten ital. Gegenden nach E. Kanoldt u.v.a. Stuttgart, Verlag von J. Engelhorn 1876, VII, 422 S.

Storm Theodor: Immensee. Mit 23 Heliogravüren nach W. Hasemann und Edmund Kanoldt. Eine Festgabe zu Theodor Storms siebzigstem Geburtstage. Leipzig, C. F. Amelangs Verlag 1887, 32 S.

Thumann, Paul; Kaulbach, Herm.; Kröner, Ch. et al.:
Album für Deutschlands Töchter. Lieder und Romanzen. Mit Illustrationen von Paul Thumann, Herm. Kaulbach, Ch. Kröner, Phil. Grot Johann, Edm. Kanoldt, R. Püttner, E. Unger, A. Zick u.a. nebst vier in Heliogravüre ausgeführten Kunstbeilagen.  Leipzig, C. F. Amelangs Verlag o. J.

 

Nachlass-Versteigerung 1907

Sie fand drei Jahre nach dem Tod in München in der Galerie Helbing statt. Der dazu erschienene Katalog verzeichnete die beachtliche Anzahl von 175 Nummern eigener Werken, so dass hier der Hauptursprung des heute weltweit in Museen, Galerien, Auktionshäusern und Privatbesitz bekannten Bestandes von Arbeiten Edmund Kanoldts zu sehen ist. (Helbing)

Auswahl von Titeln aus dem Katalog mit Bezug Thüringen und angrenzend:
Ölgemälde

  • Pflanzenleben bei einer Ruine. Motiv von Paulinzelle. 1865
  • Landschaft an der Saale. 1866
  • Eine Goethestätte: Der Hohlweg bei Ilmenau. 1867
  • Waldbach bei Ilmenau. 1867
  • Berglandschaft. Motiv aus der Gegend bei Eisenach. 1867
  • Felsige Landschaft bei Eisenach. o.J.
  • Felsenabhang mit Strauchvegetation. Studie aus dem Thüringer Wald. 1867
  • Rhönwald. Buchen auf und vor Felsen. Motiv von der Milseburg bei Kleinsassen in der Rhön. Auf Holz, 1884.
  • Rhönmotiv. Nackte, zerklüftete Felswand mit zackigem Kamm und vorgelagerten Felsblöcken, zwischen denen reiche Strauchvegetation. auf Holz, Okt. 84
  • Zerklüftetes Felsgestein mit spärlicher Flora. Motiv von der Milseburg. Auf Pappe, 1869
  • Eichwald in Neuenburg. Gruppe alter knorriger Eichbäume. Auf Lw., 1866
  • Eichenwald. Im Vordergrunde besonders prächtiger knorriger Eichbaum. Auf Pappe, 1867.

Handzeichnungen

  • Thüringer Waldlandschaft. Getuschte Kreide, Weimar 1865
  • Die Wartburg bei Eisenach. Bleistift, 28. Sept. 1894
  • Eichen. Motive aus Neuenburg. Sieben Zeichn., Bleistift 1865.
  • Eichen und andere Baumschlagstudien. Motive aus Hasbruch. Acht Zeichn., Bleistift 1865.
  • Deutsche Eichen und andere Waldbäume auf felsigem Terrain. Sieben Zeichn., Bleistift und eine Kohle. Motive aus dem Thüringer Wald, aus Lichtenstein, Schauenburg und Waldeck. 1866-94.
Werke / Verbleib

In der Regel signierte der Maler mit seinem vollständigen Namen Edmund Kanoldt, gab meist auch den Ort und das Datum an.

Im Mittelpunkt seines Schaffens standen fast ausschließlich Natur und Landschaften, mit und ohne (mythologischer) Staffage. Hervorzuheben sind Baum-, Fels- und sonstige Landschaftsstudien als Zeichnungen. Dem gegenüber sind Arbeiten zu Architektur und Baustrukturen äußerst selten entstanden. Wegen der auch darin erreichten Qualität hätte man sich mehr davon gewünscht, wie am Beispiel der folgenden kleinen Auswahl deutlich wird:

  • Der Dagobertsturm in Baden-Baden, Rötel über Bleistift, um 1892
    http://www.zeno.org/Kunstwerke/B/Kanoldt,+Edmund%3A+Der+Dagobertsturm+in+Baden-Baden
  • Hoffmannsches Haus in Bacharach, 1891
  • Pompeji: Via Appia, 1882
  • Castello Estense in Ferrara, 1874.
Museen
    Angermuseum Erfurt
    Gemäldesammlung
  • Buchen bei der Milseburg. Landschaft bei Kleinsassen in der Rhön. Öl auf Holz, 1884. sign., bezeichnet und datiert: EdmundKanoldt / Oct. 1884.  Gemäldesammlung, Inventar-Nr. 6443 (bildindex.de). Provenienz: aus Nachlass-Versteigerung 1907, s.o.
  • Die Serpentara, Öl, Eichenholz. Inventar-Nr. 6442. Provenienz: aus Nachlass
    Graphische Sammlung, Zeichnung (bildindex.de)
  • Baumstudie aus Kleinsaßen an der Milsenburg. Bleistift 1868, bezeichnet und datiert: Kleinsaßen / an der Milsenburg / Sept. 1868. Inventar-Nr. 6670. Provenienz: aus Nachlass
  • Das Paradies bei Jena. Bleistift, um 1866 (auch zeno.org). Inventar-Nr. 6671
  • Forsthaus Gabelbach bei Ilmenau. aquarelliert, um 1867. Inventar-Nr. 8287
  • Olevano, Serpentera. Bleistift, um 1869. sign. und bezeichnet: Edmund Ka. Olevano Serpentara. Inventar-Nr. 8434
  • Schortethal bei Ilmenau. Bleistift, 1867, bezeichnet und datiert: Schorlethal b. Ilmenau, den 13. July 1867. Inventar-Nr. 8436
  • Olevano. Bleistift, 1869, bezeichnet und datiert: Olevano 5. Oktobre 1869. Inventar-Nr. 8435
  • Lirisfall bei Isola. Tusche, 1874. sign., bezeichnet und datiert: EdmundKanoldt / Lirisfall / bei Isola, 1874. Inventar-Nr. I 319.
    Weimar, Stadtmuseum
    Gemäldesammlung
  • Canossa Öl auf Holz, um 1877 (zeno.org)
  • Odysseus auf der Ziegenjagd, Öl um 1876 (Preis der Goethe-Stiftung 1877)
    Graphische Sammlung
  • Felsenstadt Arpino. Bleistift und Kreide in Schwarz auf Papier 1874, bezeichnet und datiert: Arpino 22. August 74 (zeno.org)
  • Capri. Bleistift 1870, bezeichnet und datiert links unten: Capri 24. Juli 1870 Rheinstein (Ruine). Bleistift 1891, sign., bezeichnet und datiert links unten: EdmundKanoldt / Rheinstein / 11. Septb 1891.
    Drucke. Radierung von W. Müller nach Zeichnung von Edmund Kanoldt (bildindex.de):
  • Folge dreier Bl. Bad Berka 1864/65:
    An der Pfarrbrücke in Berka, 1864 ¦ Kurhaus und Schwefelbad zu Berka a.I. 1864 ¦ Am Stahlbad in Berka a.I. 1865. jew. sign.: Gez. v. E. Kanoldt / rad. v. W. Müller. Inventar-Nr. 16697 a-c.
  • An der Pfarrbrücke in Berka a. I. 1864. sign.: Gez. von E. Kanoldt, rad. v. W. Müller., Inventar-Nr. 2452.
    Jena, Städtische Museen
    Graphische Sammlung, Drucke. Radierung von W. Müller nach Zeichnung von Edmund Kanoldt, zwei Bl. aus der Folge Bad Berka 1864/65 (bildindex.de)
  • Kurhaus und Schwefelbad in Bad Berka an der Ilm.  sign., bezeichnet und datiert: Gez.v. E.Kanoldt / rad v. W. Müller / Kurhaus und Schwefelbad zu Berka a.I. / 1864. Inventar-Nr. 23824.
  • Die Pfarrbrücke in Bad Berka an der Ilm 1864. sign., bezeichnet und datiert: Gez.v. E.Kanoldt / rad v. W. Müller / An der Pfarrbrücke in Berka a.I. / 1864. Inventar-Nr. 23825.
    Dresden, Staatliche Kunstsammlungen
    Gemäldegalerie Neue Meister
  • Felsenlandschaft mit Raubvogel. Öl, Lw., Inventar-Nr. 3332 (bildindex.de)
    Berlin, Staatliche Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
    Nationalgalerie
  • Penelope am Meerestrand / Ideale Landschaft mit Staffage (Penelope). Öl, Lw. 1888/1889. Sign.: Edmund Kanoldt/ Karlsruhe. Inventar-Nr. A I 446. Provenienz: 1890 Ankauf vom Künstler.
    Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
    Das Werk von Edmund Kanoldt, der seine wichtigsten Schaffensjahre in Karlsruhe verbrachte, ist in der Staatlichen Kunsthalle ebenso gut vertreten wie dasjenige seines in Karlsruhe geborenen Sohnes. Von Edmund: 13 Gemälde und 25 Zeichnungen (Kupferstichkabinett), von Sohn Alexander: 10 Gemälde, 50 Zeichnungen sowie das gesamte druckgraphische Werk (darunter über 50 Lithographien).
  • Alexander Kanoldt: Eichen, Farblithographie Steindruck 1903, nach einem Gemälde seines Vaters Edmund Kanoldt. Wohl das einzige Zeugnis einer „Zusammenarbeit“ von Vater und Sohn. (H.J.-F.)
    https://www.kunsthalle-karlsruhe.de/kunstwerke/Edmund-Friedrich-Kanoldt/Eichen/57D9788C41042736753898B96BB57F91/
    Staatliche Grafische Sammlung München
    Impressionismus
  • u.a. Rapallo 16. Octb. 87, so bezeichnet und datiert. Bleistift-Zeichnung
    The J. Paul Getty Museum, Los Angeles, USA
  • Ansicht von Benevento. Zeichnung Bleistift 1874. bezeichnet und datiert: Am Calora bei Benevento / 21. October 1874 / Edmund Kanoldt_1874.

Weitere Werke befinden sich in Privatgalerien, Auktionshäusern oder in Privatbesitz.
Einige Werke erschienen auch postum als Künstler-Ansichtskarten, hervorzuheben sind Die Eichen, die vom Sohn Alexander erstmals 1903 als Steindruck herausgebracht wurden.

Wandbilder
  • Weimar, Museum: Sockelfries zum Freskenzyklus aus 16 Wandbildern seines Lehrers Friedrich Preller 1859-63
    Josef Durm (1837-1919) zog Kanoldt wiederholt zur Ausführung monumentaler Wandmalereien in Karlsruhe heran (Förster):
  • Palais Bürklin, nicht erhalten, 1944 bei einem Luftangriff ausgebrannt. Zwei Gemäldezyklen 1886/87:
    im Musiksaal:
    vier große Gemälde „Orpheus und Eurydike", ,,Echo und Narziß", „Ibykus" und „Arion" , die verschiedenen musikalischen Stimmungen verkörpernd.
    im Festsaal:
    Wandflächen mit großen landschaftlichen Bildern geschmückt.
  • Villa Kerler: Treppenhaus 1891/92
  • Landschaftsdarstellungen im neu erbauten Ostflügel der Großherzoglichen Kunsthalle, im Aula- und Hörsaalneubau der Technischen Hochschule und im Erbgroßherzoglichen Palais.

Mit Karlsruher Künstlern Fertigung von Geschenkkassetten für Großherzog Friedrich I.

Werkverzeichnisse zu Edmund Kanoldt im Internet
Ehrungen
  • 1873 Preußischer Kronenorden IV. Klasse für die Rettung des Steineichenwäldchens Serpentara bei Olevano R.
  • 28.08.1877, Weimar: Preis der Deutschen Goethe-Stiftung 1877
    „für ein landschaftliches Ölgemälde mit Vorstellung eines biblischen oder mythischen Vorganges einstimmig unter den 11 eingesendeten Arbeiten mit dem Motto „Providentiae memor“ bezeichnete Gemälde 'Odysseus auf der Ziegenjagd' als die hervorragendste Leistung an Edmund Kanoldt, Karlsruhe. Ehrenpreis der Stadt von 3.000 Mark. Aus: Fremden-Blatt, Nr. 239, Wien, Freitag 31. August 1877, S. 6.
  • 1885 Verleihung des Professorentitels durch den Großherzog von Weimar.
  • Denkmal zu Ehren des Malers Edmund Kanoldt, Olevano R. (IT), Wald von Serpentara. Einweihung am Sonntag, den 9. April 1995, im Jubiläumsjahr seines 150. Geburtstages.
    Profilrelief und Tafel an Fels angebracht  (Associazione Amici del Museo di Olevano R.).
Quellen / Literatur

Anonymus: Chronik der Haupt- und Residenzstadt Karlsruhe für des Jahr 1904. Nachruf zu Edmund Kanoldt S. 168, Bildnis folgende S.

Anonymus: Edmund Kanoldt und die historische Landschaft. In: Über Land und Meer. II. Bd. 1893-94. Heft 6-9, S. 192-94
Anonymus: Fremden-Blatt, Nr. 239, Wien, Freitag 31. August 1877, S. 6.

Associazione Amici del Museo di Olevano R. [Förderverein Freunde des Museums von Olevano] (Hg.): Inaugurazione del monumento commemorativo in onore del pittore Edmund Kanoldt. Bosco della Serpentara / Domenica 9 aprile 1995. Accademia delle Arti di Berlino, 1995. Schrift zur Denkmals-Einweihung für den Maler und „Retter“ des Eichenwäldchens Serpentara, dort am 9. April 1995.

Beringer, Josef August: Aufzeichnungen zu Leben und Werk von Edmund Kanoldt (15.03.1845-28.07.1904), Maler und Illustrator, Professor. In: Nachlass Josef August Beringer (1862-1937): Kunsthistoriker, Professor an der Hochschule für bildende Kunst in Karlsruhe Verkürzte Fassung. Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N Beringer Nr. 499

ds.: Edmund Kanoldt. In: Künstlermonographien, Sonderdrucke aus den "Badischen Biographien" (Teil VI, 1901-1911). ebda., N Beringer Nr. 535

Braun, Hans: Edmund Kanoldt. In: Die Kunst für alle: Malerei, Plastik, Graphik, Architektur. 38.1922-1923, Februar 1923, S. 146-152

Bußmann, Frédéric und Schmidt, Hans-Werner: "Es drängt sich alles zur Landschaft..." Kerber 2014, 192 S.

Flächsenhaar-Erbach, Heinrich: Die deutsche Fächerausstellung in Karlsruhe 1891, mit 2 Bl.  Abb. Fächer nach phot. Aufnahmen von Oskar Suck, Karlsruhe, gemalt von verschiedenen Künstlern wie z. B. Edmund Kanoldt. 

Förster, Katja: Edmund Friedrich Kanoldt. 2016. Auf: https://stadtlexikon.karlsruhe.de/index.php/De:Lexikon:bio-1372

Haberland, Irene u.a.: Edmund Kanoldt. In: Aus dem Neunzehnten. Von Schadow bis Schuch. Hg.: Peter Forster. Museum Wiesbaden 2015, S. 414-19.

Helbing, Hugo (Hg.): Nachlass des verstorbenen Herrn Professor Edmund Kanoldt, Karlsruhe: Eigene Arbeiten (Ölgemälde und Handzeichnungen) sowie einige Ölgemälde älterer und neuerer Meister. Auktion in München in der Galerie Helbing, Montag, den 4. November 1907. München, 1907. VII, 23 S., Bilderanhang 9 S.
Digitalisat: Heidelberger historische Bestände – digital
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/helbing1907_11_04

Kanoldt, Edmund: Briefe, deren Antworten und Adressatenlisten. In: Archiv der Akademie der Künste Berlin. 1/294, fol. 47–53.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe / Voigt, Kirsten und Pia Müller-Tamm (Hg.): Unter freiem Himmel | Landschaft sehen, lesen, hören. Ausstellungskatalog. Kerber Verlag, Bielefeld 2017. 408 S.

Kunsthalle Mannheim: (Kurz-)Biografie Edmund Kanoldt, Künstler, Maler, Zeichner, Illustrator
http://sammlung-online.kuma.art/k%C3%BCnstler/edmund-kanoldt

Lichtenberg, Reinhold Freiherr v.: Nachruf Edmund Kanoldt. Übernahme aus Badische Landeszeitung in Jenaische Zeitung Nr. 160: Sonntag, den 10. Juli 1904
Digitalisat: https://zs.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/jportal_derivate_00166778/1904_jenaische_0510a.tif

ds. und Jaffé, Ernst: Hundert Jahre deutsch-römischer Landschaftsmalerei. Dem Andenken / Edmund Kanold's / des grossen Künstlers, des / Retters der Serpentara geweiht. Berlin Oesterheld 1907, VIII, 218 S. Broschur. Mit ganzseitiger Porträtabbildung von Edmund Kanold als Frontispiz. Zugehörig ist eine Mappe mit 45 Reproduktionen auf grauem Karton, die nicht einzeln erhältlich ist. 30 Exemplare wurden auf Japanpapier abgezogen und künstlerisch gebunden.
Digitalisat Textheft: https://archive.org/details/bub_gb_uAhaAAAAYAAJ/page/n4/mode/2up

Listl, Mathias und Lorenz, Ulrike (Hg.):„(Wieder-)Entdecken - Die Kunsthalle Mannheim 1933 bis 1945 und die Folgen“. Ausstellungskatalog (Deutsch/Englisch) 2018, 120 S.

Löhneysen, Wolfgang Freiherr von: Kanoldt, Edmund. In: Neue Deutsche Biographie 11 (1977), S. 110 [Online-Version];
URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119030209.html#ndbcontent

Müller, Hermann Alex.: Biographisches Künstler-Lexikon. Leipzig 1882, S. 292
Digitalisat: https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=66995

Müller-Scherf, Angelika: Edmund Kanoldt. Leben und Werk. Pfaffenweiler, Centaurus  1992, 459 S.

ds.: Ikonographie und Stil im Werk von Edmund Kanoldt, in: Edmund Kanoldt. Landschaft als Abbild der Sehnsucht, Karlsruhe 1994, S. 23-64.

ds.: Pathos und Natur. Zum Werk von Edmund Kanoldt, in: Weltkunst, Jg. 64, Nr. 10, 1994, S. 1306-1308.

ds.: Kanoldt oder Feuerbach, in: Weltkunst, Nr. 65, 1995, S. 233.

Redslob, Erwin: Beiträge zur Weimarer Landschaftsmalerei. 1. Edmund Kanoldt. In: Zeitschrift bildende Kunst. N.F. 30, 1919, H  9, S. 206

Schneider, Arthur von: Badische Malerei des 19. Jahrhunderts. Forschungen zur deutschen Kunstgeschichte, Bd. 11. U.a. Klassizismus und Romantik. Der Realismus der ersten Jahrhunderthälfte. Die Deutschrömer.  Anselm Feuerbach und Edmund Kanoldt. Die Karlsruher Kunstschule. Hans Canon. Ferdinand Keller. Wilhelm Trübner. Albert Lang. Karl Friedrich Lessing und sein Kreis. Gustav Schönleber und sein Kreis. Hermann Baisch. Victor Weißhaupt. Ludwig Dill. Berlin, Deutscher Verein für Kunstwissenschaft,  Jahresgabe u. Erstausg. 1935, 125 S., 79 S. mit Abbildungen.

Stadt Karlsruhe - Städtische Galerie (Hg.): Edmund Kanoldt, Landschaft als Abbild der Sehnsucht. Städtische Galerie im Prinz-Max-Palais Karlsruhe, 10. Dezember 1994 bis 19. Februar 1995. Redaktion: Ursula Merkel, Erika Rödiger-Diruf. Ausstellungskatalog, Originalbroschur, 245 S.

Windholz, Angela: Olevano, die erste Künstlerkolonie Europas. In: Blüher, Joachim (Hg.): Olevano: Casa Baldi, Villa Serpentara, Deutsche Akademie Rom, 2017, S. 95-157. Als PDF-Datei verfügbar unter: https://www.academia.edu/38762196/Olevano_die_erste_K%C3%BCnstlerkolonie_Europas

Zenker, Gustav Friedrich Wilhelm: Ueber das Wesen der Bildung mit besonderer Berücksichtigung der Erziehung und des Unterrichts nebst Lehrplan und Nachrichten von der Zenker'schen Unterrichts- und Erziehungs-Anstalt. Jena, 1859. Verlag der Cröker'schen Buchhandlung. 143 S.
Im Verzeichnis der Schüler, die gegenwärtig, d.h. 1859 dem Institute angehören ist unter "Ib. Gymnasialclasse. Edmund Kanoldt aus Jena." aufgeführt (S. 137). Edmund ist da 14 Jahre alt.

Letzte Aktualisierung ( 27. 02. 2020 )
 
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